07. Mai 2008 23:15; Akt: 07.05.2008 23:32 Print

Eine Million Franken Busse für die superreichen Raser

von David Torcasso - Die neun Raser bleiben in Haft. Ihnen droht ein Jahr Gefängnis oder eine Million Franken Busse und ein Fahrverbot in der Schweiz.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die verhafteten Luxusraser, die am Montag mit teilweise über 200 km/h auf der A3 dem linken Zürichseeufer entlang donnerten (20 Minuten berichtete), kommen in den nächsten Tagen nicht frei: «Wegen Verdunkelungs-und Fluchtgefahr haben wir U-Haft beantragt», sagt Staatsantwalt Jürg Boll zu 20 Minuten. In den nächsten Tagen werden sie dem Haftrichter vorgeführt. «Die Männer zeigen wenig Schuldbewusstsein. Sie behaupten, die Geschwindigkeitslimite der Schweiz nicht gekannt und auf das GPS-System geachtet zu haben», sagt Boll. Ein Rennen im Stil von Gumball oder Cannonball-Race hätten sie sich aber nicht geliefert, sie seien im Konvoi gefahren. «Von den Fahrern ging eine sehr hohe Gefährdung des Verkehrs aus», erklärt Boll. Die Luxusboliden der Marke Lamborghini und Ferrari hatten die schwerreichen Industriellen und Autohändler aus China, den USA, Kanada und England erst am Montag fabrikneu in Mailand abgeholt. Die Freude an den neuen Sportflitzern war von kurzer Dauer und kommt die Männer teuer zu stehen. Laut Boll droht den Rasern ein Jahr Gefängnis oder eine Geldstrafe von rund einer Million Franken. Die Autos müssen Freunde abholen – die Männer haben absolutes Fahrverbot in der Schweiz.

Der TV-Player benötigt einen aktuellen Adobe Flash Player: Flash herunterladen

Der TV-Player benötigt einen aktuellen Adobe Flash Player: Flash herunterladen