Stadtoriginal aus Baden

04. Dezember 2012 20:14; Akt: 04.12.2012 20:17 Print

Er will Stadtpräsidentin werden

von Maja Sommerhalder - Diese Kandidatin bei der Badener Stadtammann-Wahl fällt aus dem Rahmen: Stella Palino will die erste Schweizer Transgender-Stadtpräsidentin werden.

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Möchte Badener Platzhirsch werden: Stella Palino kandidiert für das Amt des Stadtammanns (Bild: som)

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«Mich ärgerte, dass sich nur Männer für das Amt des Stadtammanns bewerben», sagt Stella Palino, Badener Theaterfrau und Stadtoriginal. Also liess sich die 55-Jährige gleich selbst für die Wahl am 19. Januar aufstellen: «Viele meinen, das ist ein Jux, mir ist es aber ernst.» Auf der offiziellen Kandidatenliste ist die Parteilose mit ihrem bürgerlichem Namen Markus Brunner aufgeführt, gültig werden aber auch Wahlzettel sein, auf denen ihr weiblicher Künstlername steht, wie es bei der Stadt Baden auf Anfrage heisst.
Auch als Stadtammann würde Palino in Frauenkleidern auftreten – so läuft sie erst seit zwei Jahren herum.

«Menschen wie ich haben keinen geistigen Defekt»

«Ich wollte mit der Transformation warten, bis meine Kinder erwachsen sind.» Heute nimmt sie zwar Hormone, eine Operation zur Geschlechtsumwandlung kommt für sie aber nicht in Frage. «Man wird dadurch nicht zu einer richtigen Frau.» Sie fühle sich wohl in ihrer Haut und möchte als Transgender-Stadtpräsidentin zeigen, dass «Menschen wie ich keinen geistigen Defekt haben».

Und sie will noch viel mehr – zum Beispiel Gratis-Theatereintritte für Arbeitslose und die Umwandlung von Pausenplätzen in Gärten. Würde sie gewählt, wäre Palino die erste Transgender-Exekutivpolitikerin der Schweiz. Im Zürcher Stadtparlament sitzt mit Alecs Recher bereits ein Mann, der einst eine Frau war.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • DANIEL NUSSBERGER am 04.12.2012 20:48 Report Diesen Beitrag melden

    GOLD FÜR BADEN

    ICH LIEBE BADEN UND ICH WILL DAS BESTE FÜR DIESE STADT. SO EIN MENSCH IST GOLD WERT....

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  • D.F. am 05.12.2012 09:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sooo ist es

    Gute Idee, wenn nur Männer sonst Stadtpräsi werden ist es Zeit, dass endlich eine Frau , äh sie, äh er, äh es ja was jetzt, dann ist ja wieder ein Mann Stadtpräsi!?

  • Badener Steuerzahler am 05.12.2012 08:07 Report Diesen Beitrag melden

    Marketingstrategie

    Genau, dann kann sie/er seine zinslosen Darlehen gleich selbst absegnen. Spielt doch keine Rolle ob Mann oder Frau, Hauptsache man(n) hat Ahnung, von dem was man predigt. Pausenplätze als Gärten und alle haben sich lieb und es gibt nie mehr Krieg... Für mich eine weitere Werbeaktion. Peinlich...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Tell am 05.12.2012 11:39 Report Diesen Beitrag melden

    jetzt geht's los

    voll schräg die ganze Geschichte,es kann nur noch besser werden.

  • Maria Inderbizin am 05.12.2012 09:21 Report Diesen Beitrag melden

    Leistungsausweis ausschlaggebend

    Sollte doch absolut keine Rolle spielen ob Mann, Frau, schwul, lesbisch,transgender - wichtig ist doch eigentlich der Leistungsausweis! - Was leider oft - in beide Richtungen missachtet wird. Hauptsache Mann, egal wie schlecht, oder auch umgekehrt.

    • Benni am 05.12.2012 11:46 Report Diesen Beitrag melden

      Leistungausweis?

      Er hat führungsfunktionen bekleidet als Theaterleiter für sein Einfrautheater.

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  • D.F. am 05.12.2012 09:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sooo ist es

    Gute Idee, wenn nur Männer sonst Stadtpräsi werden ist es Zeit, dass endlich eine Frau , äh sie, äh er, äh es ja was jetzt, dann ist ja wieder ein Mann Stadtpräsi!?

  • Hannes Koller am 05.12.2012 08:20 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo, mal erster Schritt zu Ehrlichkeit

    Hut ab ab soviel Mut. Immerhin ein weiterer Schritt zu mehr Ehrlichkeit in der Gesellschaft. So lange vieles in den Untergrund gezwungen wird, wiessen wir nie so recht wer wir als Gegenueber haben.

    • Herbert am 05.12.2012 11:47 Report Diesen Beitrag melden

      Kein Mut

      Das ist einfach nur die Wowereit-Masche: Wählt mich oder ihr seid böse Spiesser.

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  • Alex am 05.12.2012 08:08 Report Diesen Beitrag melden

    Kann ich nicht ernst nehmen

    Ich habe keinen Grund gelesen, warum man sie wählen sollte. Nur dass sie Transgender ist und Gärten bauen will. Aber heutzutage reicht das ja leider schon. Und dann sind die Leute erstaunt, dass die Schweiz den Bach runter geht ...

    • Guguseli am 05.12.2012 16:35 Report Diesen Beitrag melden

      Ich auch nicht

      Ja, so ist es! Nun sind Pausenplätze auf einmal im falschen Körper, und müssen deshalb in Gärten umgewandelt werden. Politik ist sonst schon ein Witz, aber hier wird sie zur Farce.

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