Fast unsichtbar

21. Januar 2014 16:45; Akt: 21.01.2014 17:35 Print

Erstes Windkraftwerk fürs Dach eingeweiht

Es ist leise und unauffällig: In Marthalen ZH ist am Dienstag das erste Windkraftwerk für Hausdächer eingeweiht worden. Es erzeugt Strom mit Wind und Solarenergie gleichzeitig.

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Das erste Windkraftwerk für Hausdächer thront auf einem Getreidesilo in Marthalen und soll laut Erfinder Sven Koehler kaum stören. Denn oft werde Windnutzung etwas negativ angeschaut, weil es zu Schattenwurf, Lärm und einer Störung des Landschaftsbildes kommen könne, wird Ingenieur Sven Koehler in einer Mitteilung der Klimastiftung Schweiz zitiert.

«Ich habe deshalb nach einer Lösung gesucht, die Sonne und Wind gleichzeitig nutzt – aber ohne Nachteile mit sich zu bringen», so Koehler. Das Ergebnis heisst Windrail und sieht eher aus wie ein Lüftungsaufsatz als wie ein Windkraftwerk. Weil die Windräder eingehaust sind, hält sich zudem die Lärmbelastung in Grenzen.

Windrail kann 70 Prozent des Strombedarfs abdecken

Strom erzeugt das Mini-Kraftwerk mit dem Wind, der an der Fassade hochzieht, durch die Druckunterschiede an der Dachkante und mit den Solarzellen auf der Hülle. Je nach Haus kann das Windrail bis zu 70 Prozent des Strombedarfs des jeweiligen Gebäudes decken.

Beim Mini-Kraftwerk auf dem Getreidesilo in Marthalen handelt es sich erst um einen Prototyp. Ziel sei es aber zu erreichen, dass Besitzer von Flachdachhäusern in einigen Jahren eine wirtschaftliche und ästhetische Möglichkeit hätten, einen grossen Teil ihres Energiebedarfes auf diese Art zu decken, schreibt die Klimastiftung.

Für windige, dicht besiedelte Gebiete

Eine Marktstudie der Universität St. Gallen zeigt, dass in der Schweiz etwa jedes hundertste Haus für ein Windrail geeignet wäre. Das höchste Potenzial liegt in dicht besiedelten Gebieten mit starken lokalen Winden, etwa in der Region Basel oder im Rheintal.

Unterstützt wird Koehler vom Klimafonds Winterthur und von der Klimastiftung Schweiz.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • michael klein am 21.01.2014 17:23 Report Diesen Beitrag melden

    gute idee !!!

    da sieht man es wieder - der mensch ist erfindungsreicher als man es sich vorstellt ! würden solche ideen ausgiebieger gefördert werden, hätte man schon längst die zahl der grossen kraftwerke herunterfahren können. jetzt noch ein schlaumichel der eine effiziente stromspeicherung erfindet und die energiewende kann kommen. bin gespannt auf die argumente dagegen...

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  • Noldi Schwarz am 21.01.2014 16:57 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist da kleine Kästchen links

    Das Bild ist irreführend. Das neue Windkraftwerk ist nämlich das kleine Kästchen links vom grossen Windrad. Es ist einPrototyp und wird nun auf diesem Gebäude getestet. Ein Hinweis im Artikel wäre wohl angebracht.

  • super sache am 21.01.2014 19:27 Report Diesen Beitrag melden

    kW...

    Eine Leistungsangabe wäre auch toll...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Nico am 21.01.2014 19:43 Report Diesen Beitrag melden

    MRT Windkraft

    Die Dinger taugen nichts auf Dächer. In Deutschland gibt es einen Ingenieur der hat Windräder erfunden die nicht richtungsabhängig sind und den Strom zu 100% decken. Sucht mal nach MRT Windkraft, die Dinger sind kostengünstig in der Beschaffung und Montage und liefern unheimlich viel Strom!

  • super sache am 21.01.2014 19:27 Report Diesen Beitrag melden

    kW...

    Eine Leistungsangabe wäre auch toll...

  • S. Eltsam am 21.01.2014 18:23 Report Diesen Beitrag melden

    Soso

    Das Ding steht ja schon Seit Jahren dort oben... Was hat es wohl gemacht? Niemand was bemerkt?

    • Dani B. am 21.01.2014 19:11 Report Diesen Beitrag melden

      Gelesen?

      Es geht nicht um das Windrad, sondern um den Kasten nebenan!

    • Hans Meier am 21.01.2014 19:18 Report Diesen Beitrag melden

      Ziel erreicht...

      Es geht eben nicht um das grosse Windrad, sondern um jenes welches kaum sichtbar ist (im Kästchen neben den Windrad)

    • Hans Christen am 21.01.2014 19:40 Report Diesen Beitrag melden

      Wer lesen kann

      Wer lesen kann ist im Vorteil...Und wer das gelesene versteht, muss keine blöden Kommentare schreiben. Es handelt sich um das kleine Kästchen links vom Windrad.

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  • michael klein am 21.01.2014 17:23 Report Diesen Beitrag melden

    gute idee !!!

    da sieht man es wieder - der mensch ist erfindungsreicher als man es sich vorstellt ! würden solche ideen ausgiebieger gefördert werden, hätte man schon längst die zahl der grossen kraftwerke herunterfahren können. jetzt noch ein schlaumichel der eine effiziente stromspeicherung erfindet und die energiewende kann kommen. bin gespannt auf die argumente dagegen...

    • Unternehmer am 21.01.2014 19:46 Report Diesen Beitrag melden

      die Argumente dagegen...

      sind eine Menge Patente die von ein paar grossen Konzernen gehalten werden und den kleinen innovativen Firmen das Leben schwer machen. Nicht, dass die Patente eine ausgereifte Idee sind sondern nur gerade gut genug um Innovationen erfolgreich zu verhindern. Ganz so schlimm wie im Telekom- und IT Markt ist es zum Glück nicht aber bei uns hat es gereicht um sich die Finger daran zu verbrennen. Wir können uns als 5-Mann Betrieb einfach keinen eigenen Patentanwalt leisten nur um Stolperfallen zu finden die man auch zuerst mal als solche erkennen können muss.

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  • Noldi Schwarz am 21.01.2014 16:57 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist da kleine Kästchen links

    Das Bild ist irreführend. Das neue Windkraftwerk ist nämlich das kleine Kästchen links vom grossen Windrad. Es ist einPrototyp und wird nun auf diesem Gebäude getestet. Ein Hinweis im Artikel wäre wohl angebracht.