Zürich

17. September 2015 05:50; Akt: 17.09.2015 05:50 Print

Europaallee lässt Kassen klingeln in Kreis-4-Beizen

Die Europaallee schwemmt jeden Mittag Tausende Studierende und Büroangestellte in den Kreis 4. Viele Restaurants in der Nähe profitieren davon – und bauen ihr Angebot aus.

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Für die einen ist sie ein Segen, für die anderen des Teufels: Die Europaallee. Sicher ist, der neue Stadtteil verändert den Kreis 4. Mittlerweile studieren hier rund 4800 Menschen, hinzu kommen Tausende neue Arbeitsplätze vor allem im Bankensektor. Zwar wimmelt es in den neuen Gebäuden von Restaurants und Bars – doch viele verköstigen sich auch woanders und bevölkern über Mittag zunehmend das Langstrassen-Quartier.

Dies merkt etwa Daniel Hofstetter, Besitzer der Bar Daniel H. an der Müllerstrasse. Diese gibt es schon seit mehr als 17 Jahren, neu ist allerdings, dass über Mittag nun ebenfalls warme Speisen angeboten werden. «Seit die Europaallee eröffnet wurde, haben wir auch über Mittag Laufkundschaft und es sind viel mehr Leute auf der Strasse», sagt Hofstetter. Daher habe er sich dazu entschlossen, neu ab 11 Uhr seine Küche zu öffnen.

Besonders Take-away kommt gut an

«Seit dem 1. September bieten wir jeden Mittag ein Fleisch- und ein Vegimenü an, freitags gibt es Fisch. Ausserdem haben wir eine Vielzahl an Sandwiches, Suppen und Salaten», so Hofstetter. Alle Menus können auch als Take-away bestellt werden. «Das läuft eigentlich schon recht gut. Natürlich muss sich das erst noch rumsprechen, aber wir sind jetzt schon zufrieden mit unserer Mittagskundschaft», sagt Hofstetter.

Auch andere Restaurants in der Umgebung profitieren von dem neuen Personenaufkommen in der Gegend. Das Ristorante Italia an der Zeughausstrasse, das bis anhin eher abends voll war, registriert etwa mittags eine grössere Nachfrage, wie Geschäftsleiterin Ariane Fueter sagt. Auch sie bieten Take-away-Mittagessen an, die bei den Arbeitnehmern und Studenten der Europaallee gut ankommen.

«Wir merken den Unterschied stark»

Noch etwas näher an der Europaallee liegt das Restaurant Little Italy. «Wir merken den Unterschied stark», sagt Isabelle-Giselle Luth, die Geschäftsleiterin. Das Lokal verbindet einen Take-away-Stand mit einem Restaurant, was besonders über Mittag gut ankomme. «Wir haben immer mehr Stammkunden. Unsere Gäste geniessen, dass sie schnell qualitativ gutes Essen bei uns bekommen», so Luth.

Doch es gibt auch Lokale, die vom neuen Mittagsrummel nur wenig spüren – etwa die Ex-4-Bar, welche wie Daniel H. in der Müllerstrasse angesiedelt ist. Laut Besitzerin Elisabeth Schenker habe man nicht mehr Laufkundschaft als früher und Mittagessen biete man schon lange an: «Ich sage immer, dass wir ein bisschen zu weit von der Langstrasse weg sind und nicht nahe genug an der Europaallee.»

(zed)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nasenmann am 17.09.2015 08:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und

    auch bei den Koksdealern im Kreis 4.

  • N.Stadelmann am 17.09.2015 10:31 Report Diesen Beitrag melden

    Und am Abend tot...

    Bis auf die Innendekoration der Restaurants oder der Läden ist diese Betonlandschaft Umgebung überhaupt nicht einladend. Am Abend ist dort gähnende leere. Das Wort "Allee" wurde für eine traurige Betonlandschaft missbraucht. Wo sind die Bäume geblieben liebe Stadtplaner? Man hätte hier sehr viel mehr Charme einbringen können... Schade!!

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  • Brigitte-Singapore am 17.09.2015 09:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hopp Schwizer und Schwizerinnen!!!

    Es tut wirklich gut, auch wieder einmal etwas von Otto-Schweizer/innen zu lesen, was erfreulich ist. Seit Monaten gibt es kaum mehr andere Themen, als dass die EU langsam scherbelt, denke an all diese bankrotten Staaten, wie Frankreich, die immer noch vertuschen wollen, dass Sie kein Geld mehr haben, dann Italien, Spanien und, und, und. UND natürlich nie zu vergessen Griechenland die, die EU erpresste und einmal mehr gewonnen haben. Am schlimmsten aber das Flüchtlingsfiasko. Jeden Tag bin ich gespannt, was in Brüssel entschieden wird. Ich erfreue mich sehr,an diesem kleinen aber feinen Artikel

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Die neusten Leser-Kommentare

  • N.Stadelmann am 17.09.2015 10:31 Report Diesen Beitrag melden

    Und am Abend tot...

    Bis auf die Innendekoration der Restaurants oder der Läden ist diese Betonlandschaft Umgebung überhaupt nicht einladend. Am Abend ist dort gähnende leere. Das Wort "Allee" wurde für eine traurige Betonlandschaft missbraucht. Wo sind die Bäume geblieben liebe Stadtplaner? Man hätte hier sehr viel mehr Charme einbringen können... Schade!!

    • E. Allee am 17.09.2015 11:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @N.Stadelmann

      die Europallee ist ja noch gar nicht fertig gebaut. Erst im Jahr 2020. Dann gibt es auch eine 'Allee' durch die Gebäude hindurch (kann man übrigens im Internet alles finden)

    • Knut Knallmann am 17.09.2015 18:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @N.Stadelmann Nur Geduld

      Das Projekt ist ja noch nicht mal annähernd fertiggestellt. Insofern finde ich ihre Vorverurteilung ein wenig vorschnell. Wenn sie einmal die Pläne des Areals studieren, werden sie merken, dass da etwas sehr vielversprechendes gebaut wird und das auch noch sehr viele Bäume gepflanzt werden...

    • Nationless am 18.09.2015 19:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Von Städtebau kai Ahnig

      An der Europaallee fehlen einerseits Bäume, vor allem aber fehlen Geschäfte, Lokale, Läden, mit guten Ladenmix, dazu fehlen Parkplätze und Sitzbänke und vor allem auch Verkehr in Form von MIV und Fußgänger als Laufkundschaft. Je weniger Autos desto mehr Läden, Lokale und Betrieb mit Laufkundschaft bräuchte es. Da es aber fast nix hat, wirkt der Platz kahl. Die Selbe Bausünde gab es in Neu Oerlikon. Dort gibts zwar zuviel Grün. Das zeugt wieder, dass viel Grün allein nicht zur Belebung beiträgt. Somit war es ein Fehler die EUAllee Verkehrsfrei anzulegen.

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  • sagsdirekt am 17.09.2015 09:56 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach genial

    Ich wohne gleich neben der neuen Siedlung und finde es einfach Klasse wie es das Gebiet neu belebt mit tollen Geschäften und einem neuen Publikum. Einfach genial auch wenn es einigen nicht gefällt so ist eben das Leben.

  • Brigitte-Singapore am 17.09.2015 09:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hopp Schwizer und Schwizerinnen!!!

    Es tut wirklich gut, auch wieder einmal etwas von Otto-Schweizer/innen zu lesen, was erfreulich ist. Seit Monaten gibt es kaum mehr andere Themen, als dass die EU langsam scherbelt, denke an all diese bankrotten Staaten, wie Frankreich, die immer noch vertuschen wollen, dass Sie kein Geld mehr haben, dann Italien, Spanien und, und, und. UND natürlich nie zu vergessen Griechenland die, die EU erpresste und einmal mehr gewonnen haben. Am schlimmsten aber das Flüchtlingsfiasko. Jeden Tag bin ich gespannt, was in Brüssel entschieden wird. Ich erfreue mich sehr,an diesem kleinen aber feinen Artikel

    • Nationless am 18.09.2015 19:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Am Thema vorbei

      Was hat das mit der Europaallee zu tun? Nur weil es Europaallee heißt, heißt es noch lange nicht dass dies etwas mit Europa zu tun hat. Als Unterstreichung dieser Allee sowie dessen Namen gerecht zu werden, würde ich diese mit Fahnenmasten aus EU Fahnen und allen ihren Mitgliedsländer schmücken lassen. Die SVP kann von mir aus deren Schaltzentralen in Herrliberg und Albisgüetli mit Schweizer und Kantonsfahnen schmücken.

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  • Nasenmann am 17.09.2015 08:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und

    auch bei den Koksdealern im Kreis 4.