Schwere Körperverletzung

06. April 2018 10:44; Akt: 06.04.2018 11:15 Print

7 Jahre Landesverweis für Schläger (24)

Das Bezirksgericht Zürich hat einen 24-Jährigen wegen versuchter schwerer Körperverletzung verurteilt. Der Grieche wird für 7 Jahre des Landes verwiesen.

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Ein 24-jähriger Grieche musste sich vor dem Bezirksgericht Zürich wegen schwerer Körperverletzung verantworten. (Bild: Keystone/Christian Beutler)

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Zu der gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen zwei Männern kam es am 25. März 2017 beim Club Vior an der Löwenstrasse: Ein 29-jähriger Albaner erlitt dabei schwere Kopfverletzungen. Ein 24-jähriger Automechaniker aus Dübendorf wurde daraufhin verhaftet.

Der in Zürich geborene Grieche musste sich nun am Donnerstag vor dem Bezirksgericht Zürich verantworten. Der Beschuldigte soll dem Albaner mit der rechten Faust ins Gesicht geschlagen haben, worauf dieser zusammensackte und auf den Boden fiel, wie der «Tages-Anzeiger» schreibt.

Fusstritt ins Gesicht

Als das Opfer aufstehen wollte, soll der Beschuldigte ihm einen Fusstritt ins Gesicht verpasst haben. Das Opfer fiel daraufhin rückwärts auf die Strasse und blieb bewusstlos liegen. Der 29-jährige Albaner erlitt dabei einen Nasenbeinbruch, einen abgebrochenen Schneidezahn und eine Hirnerschütterung.

Zudem wird dem Griechen Drohung vorgeworfen: Er soll während eines Streits einen Autofahrer und seinen Beifahrer mit einem Schlagstock mit dem Tod bedroht haben.

«Faustschlag war nur eine Ohrfeige»

Vor dem Bezirksgericht zeigte sich der Grieche am Donnerstag reuig und grundsätzlich geständig – jedoch sei alles gar nicht so schlimm gewesen. Der 24-Jährige bestreitet die Todesdrohungen – er habe dem Autofahrer nur den Schlagstock gezeigt.

Ausserdem habe es sich beim Faustschlag nur um eine Ohrfeige gehandelt, und auch der Fusstritt sei nicht wuchtig, sondern «ziemlich schwach» gewesen. Der Beschuldigte habe dem Albaner reflexmässig eine Ohrfeige verpasst und ihm reflexmässig mit dem Schuh ins Gesicht getreten, weil dieser eine Flasche geworfen habe.

«Es war eine brutale Tat»

Das sah das Gericht anders: Es sprach von einer brutalen Tat und verurteilte den Mann wegen versuchter schwerer Körperverletzung und Drohung zu drei Jahren Freiheitsstrafe. Zudem ordnete es einen siebenjährigen Landesverweis an.

(mon)