Verwaltungsgericht Zürich

16. August 2016 15:14; Akt: 16.08.2016 15:16 Print

Gymi-Lehrer klagen gegen Sparmassnahmen

Mehr arbeiten bei gleichem Lohn: Die Gymi-Lehrer gehen vor Gericht. Sie wehren sich gegen eine faktische Lohnkürzung, die der Regierungsrat mit dem Sparprogramm beschlossen hat.

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Die Gymi-Lehrer wehren sich vor dem Verwaltungsgericht gegen das Sparprogramm des Regierungsrates.

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«Wir wollen abklären, ob es rechtens ist, dass die Arbeitszeiten ohne Abklärungen erhöht werden», sagte Präsident des Mittelschullehrpersonenverband Zürich (MVP) Silvio Stucki am Dienstag gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Denn das Verwaltungsgericht habe in anderen Urteilen bereits anerkannt, dass Mittelschullehrpersonen mehr arbeiten würden, als die 100 Prozent, zu denen sie verpflichtet seien.

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Lehrer müssen mehr arbeiten

Das Gericht soll laut Stucki ganz grundsätzlich klären, ob der Regierungsrat für den gleichen Lohn mehr Arbeit verlangen kann. Mit der Klage gehe es den Lehrern nicht darum, zu sagen, man wolle keinen Beitrag ans Sparen leisten. «Es soll aber im richtigen Rahmen sein. Das Verwaltungsgericht soll prüfen, ob das alles so korrekt abläuft.»

Der Zürcher Regierungsrat beschloss im Juni als Sparmassnahme im Rahmen von «Lüp 16» unter anderem, dass Mittelschullehrer in den Fächern Deutsch und moderne Fremdsprachen mehr arbeiten müssen.

23 statt 22 Lektionen

Für ein Vollzeitpensum müssen sie neu - wie bereits seit einigen Jahren die Gymi-Lehrer für Mathematik, Naturwissenschaften und alte Sprachen auch - 23 Lektionen unterrichten. Bisher waren es 22.

Ausserdem haben die Gymi-Lehrer während der dreiwöchigen Hauswirtschaftskurse nicht mehr frei. Mit den getroffenen Massnahmen, die erst auf Sommer 2017 in Kraft treten, will der Regierungsrat 4 Millionen Franken pro Jahr einsparen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Papi am 16.08.2016 15:39 Report Diesen Beitrag melden

    Liebe Lehrer

    Ich schätze eure Arbeit sehr und möchte sie nicht machen ABER wie ihr richtig festgestellt habt, bei Sparmassnahmen müssen ALLE ihre Beitrag leisten. Und wenn ihr meint in der Privatwirtschaft könnt ihr mehr verdienen, steht euch dieser Weg jederzeit offen

  • Lehrerin am 16.08.2016 15:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Verständnis, sorry

    Seklehrer arbeiten 28 WLektionen und suchen mit enormem Einsatz für jeden Schüler eine Anschlusslösung. Verstehe das Gejammere der Gymilehrer echt nicht. War auch mal eine, in Luzern, mit 24 WL...

  • Anon am 16.08.2016 15:24 Report Diesen Beitrag melden

    Achtung... fertig...

    JETZT kann das Geschrei der Lehrer wieder losgehen, dass sie in der Privatwirtschaft ja viiiiel mehr verdienen würden und dass sie viiiel mehr Verantwortung tragen täten als Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft und dass in der Privatwirtschaft ja ALLE ihre Überstunden kompensieren dürften und ...

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sepp am 17.08.2016 20:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Links hat nun mal...

    ...keinen Vortritt... dafür sind sie die ersten, die jammern

  • Pater Nostra am 17.08.2016 10:40 Report Diesen Beitrag melden

    Go Lehrer!

    Richtig so! Kämpft für gute Anstellungsbedingungen. Sind wir mal ehrlich, jeder holt sich raus, was man kann. Keiner würde heute noch seine Anfahrtskosten, Natel-Rechnung selber bezahlen und für einen Hungerlohn arbeiten.

  • Lea am 17.08.2016 08:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Recht so! Die verdienen so schon genug Geld!

  • Gleich langer Spiees am 16.08.2016 23:55 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte keine Extrawürste für Gymi-Leher

    An der KV-Business School ist man allen Lehrkräften für Weiterbildung linear mit den Löhnen zurückgegangen. Wer es nicht akzeptieren wollte, erhält keinen weiteren Vertrag für Einsätze. Die Kanti-Lehrer sollen ihren relativ bescheidenen Beitrag zu den Sparmassnahmen nun bitte auch leisten.

  • Monika Zürcher am 16.08.2016 23:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erlebe es am eigenem Leib

    Ich besuche zur Zeit auch das Gymnasium, ich stelle mit der Zeit fest, dass die Lehrpersonen (oftmals) total überfordert sind mit ihrer Aufgabe. Dies spüren auch die Schüler. Die Motivation für das Lernen ist fast nie da und ein Lehrer dann nur mit Notendruck, ohne Elan und mieser Stimmung mit den Schüler arbeitet, dann ist das echt die Hölle! Weder Schüler noch Lehrer gehen zur Schule, die Leistungen leiden auch sehr stark darunter. Das Lernen könnte so schön sein, ich denke die Leistungen und die Motivation würden steigen, wenn man den Lehrer und den Schüler ein druckloses Lernen zur Verfügu