Wallisellen ZH

06. Juli 2014 17:32; Akt: 06.07.2014 18:11 Print

Horror-Unfall nach Fest: Chef und Mitarbeiter tot

Ein Mercedes ist am Freitagabend gegen eine Hausmauer geprallt und in Flammen aufgegangen. M.B. (34) und sein Mitarbeiter (40) starben – sie kamen von einem Grillfest der Firma.

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Bei einem tragischen Unfall in Wallisellen ZH sind am Freitag kurz nach 21.30 Uhr zwei Männer ums Leben gekommen. Das Auto war in Wallisellen gegen eine Hausmauer geprallt und in Brand geraten, wie die Kantonspolizei Zürich am Samstag mitteilte. Der Lenker und sein Beifahrer konnten nur noch tot aus dem Fahrzeug geborgen werden.

Beim Lenker des Mercedes handelt es sich offenbar um den 34-jährigen M.B.*, Geschäftsführer einer Bodenbelagsfirma in Volketswil, wie ein Bekannter an der Unfallstelle Recherchen des «SonntagsBlicks» bestätigte. M.B. und sein Angestellter (40) kamen von einem Grillfest des Unternehmens. «Er war ein super Chef und kümmerte sich gut um seine Mitarbeiter.»

«Wir wollen die Firma weiterführen, ganz im Sinne der beiden Verstorbenen»

Die Polizei wollte sich gestern zur Identität der Verstorbenen nicht äussern. Unklar bleibt auch, mit welcher Geschwindigkeit das Auto unterwegs war und ob Alkohol im Spiel war. Wie der Bekannte gegenüber 20 Minuten verriet, hätten Anwesende am Grillfest M.B. allerdings geraten, nicht mehr ins Auto zu steigen.

Ein leitender Angestellter ergänzte auf Anfrage, dass M.B. die Firma vor zwei Jahren übernommen habe, als sie am Boden war. «Wir sind fassungslos. Nun steht die Existenz des Unternehmens und der Mitarbeiter erneut auf dem Spiel.» Eines sei jedoch klar: «Wir wollen die Firma weiterführen, ganz im Sinne der beiden Verunglückten», so das Kader-Mitglied.

«Das Auto war in einem guten Zustand»

Auch der Automechaniker des Verstorbenen besuchte am Sonntag die Unfallstelle. Der Luxuswagen mit Baujahr 2011 sei in einem guten Zustand gewesen. «Es braucht aber nur irgendwo ein Leck oder einen Funken, und das Auto geht nach einem solchen Aufprall in Flammen auf.»

M.B. war getrennt und hinterlässt ein fünfjähriges Kind. Sein langjähriger Mitarbeiter war ledig.

* Namen der Redaktion bekannt

(KV/ram)