Verunfallter Lastwagen

06. November 2014 11:04; Akt: 06.11.2014 17:46 Print

Hühnerblut auf A1 – Fahrspur bleibt gesperrt

Auf der A1 beim Brüttiseller Kreuz kippte am Donnerstagmorgen ein mit Hühnerblut beladener Lastwagen. Wegen des Unfalls dürfte es auch in den nächsten Stunden zu Staus kommen.

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Am Donnerstagmorgen ist auf der A1 beim Brüttiseller Kreuz ein Lastwagen in die Leitplanke geprallt, schlingerte über die Fahrbahn, knallte in die Mittelleitplanke und kippte um. Der Tank wurde dabei beschädigt, sodass die Ladung – Hühnerblut – auf die Strasse floss.

Der 31-jährige Chauffeur wurde zur Kontrolle ins Spital gebracht, teilt die Kantonspolizei Zürich mit. Ein Fahrstreifen musste wegen des Unfalls gesperrt werden.

Neun Kilometer Stau

Obwohl der Verkehr an dieser Stelle dreispurig geführt wird, staute sich der Verkehr auf der A1 schnell, teilte der Verkehrsdienst Viasuisse mit. Zwischenzeitlich betrug die Länge der Blechlawine neun Kilometer.

Bis zum frühen Nachmittag konnte der Lastwagen geborgen werden. Dennoch bleibt ein Fahrstreifen bis in die Abendstunden gesperrt. Grund: Reparaturarbeiten an der beschädigten Leitplanke. «Die Fahrstreifenminderung dürfte in den kommenden Stunden weiterhin für Staus und somit Zeitverluste sorgen», heisst es in einer weiteren Mitteilung von Viasuisse.

Informationen zur aktuellen Lage auf den Strassen finden Sie hier.

Blut für Biogas

Beim verunfallten Lastwagen handelte es sich um ein Fahrzeug der Peter Briner AG, einer organischen Abfallverwertung. Geschäftsführer Peter Briner zeigt sich über den Unfall betroffen: «Wir können wirklich von Glück sprechen, dass niemand verletzt wurde.» Er sei beim Unfallort gewesen und habe sich nach dem Chauffeur erkundigt: «Glücklicherweise hat er sich nur das Knie angeschlagen.»

Von den beladenen 25 Tonnen Hühnerblut sind laut Briner nur etwa 20 Liter ausgelaufen – dank des stabilen Tanks. «Ansonsten hätte es eine Riesenschweinerei gegeben.» Das Blut werde regelmässig von einem Geflügelschlachthof abtransportiert, auf 80 Grad erhitzt und in eine Bio-Gas-Anlage gebracht. Da wird aus einem Teil Bio-Gas gewonnen, aus dem Rest entsteht Bio-Gas-Gülle, die wieder in der landwirtschaftlichen Nutzung eingesetzt wird. Am Fahrzeug ist laut Briner ein Schaden von etwa 300‘000 Franken entstanden.

(som/woz/blu)