Stadt Zürich

13. Juli 2016 05:44; Akt: 13.07.2016 05:44 Print

Juso lässt Volk über ihr Programm entscheiden

50'000 Flüchtlinge aufnehmen, Mietzins vom Lohn abhängig machen oder autofreie Stadt – welche der drei Juso-Forderungen sollen die Jungpolitiker in eine Volksinitiative umsetzen?

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Die Juso fordern eine schärfere linke Politik in der Stadt Zürich. Zu diesem Zweck hatten sie bei einer Versammlung mit ihrer Mutterpartei, der SP, im Volkshaus ihr Strategiepapier «Erobern wir Zürich zurück!» vorgestellt. Forderungen waren beispielsweise die Kollektivierung des städtischen Bodens, ein autofreies Zürich, Gratis-ÖV für alle, die sofortige Aufnahme von 50'000 Flüchtlingen sowie das Stimmrecht für Sans-Papiers.

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Die SP wies das Papier aber mit 118 zu 21 Stimmen zurück. Nun handeln die Juso selber und lancieren ein Novum in der Schweizer Politik: Die Bevölkerung soll unter drei politischen Forderungen eine auswählen, die von der Jungpartei dann in eine Volksinitiative umgesetzt wird.

Linke sollen mutiger auftreten

Ab Mittwoch kann jeder, der möchte, online mitbestimmen, welches der folgenden drei Juso-Anliegen von der Jungpartei als Initiative lanciert werden soll: Eine autofreie Stadt Zürich, die Aufnahme von 50'000 Flüchtlingen durch die Stadt oder den Mietzins vom Einkommen abhängig zu machen. «Diese politischen Themen sind wichtig für eine visionäre Stadt Zürich», sagt Juso-Präsidentin Moira Pinkus. Ausserdem sollen die Linken in der Stadt mutiger auftreten.

Ziel des E-Votings sei es, dass möglichst viele Leute teilnehmen. Pinkus: «Alle Leute sollen ihr Anliegen mitteilen, unabhängig davon, ob sie politisch aktiv sind oder nicht.» So könne sich die Partei grossen Rückhalt in der Bevölkerung sichern und die Legitimität durch die Bürger erhalten.

(jen)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dudleymoore am 13.07.2016 06:03 Report Diesen Beitrag melden

    Schenkt den Kindern keine Beachtung

    Warum kriegt eigentlich eine derart unbedeutende (Jung-)partei von linksextremen solch eine grosse Beachtung in den Medien?

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  • Heinz Maier am 13.07.2016 06:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Realitätsfremd

    den bezug zur realität haben diese dauerstudenten leider völlig verloren. traurig, irgendwie tun sie einem fast leid. Noch nie einen rappen selbst verdient aber bestimmen wollen wie fremdes geld vom arbeitenden volk dann eingesetzt werden soll. Danke juso, ihr habt meinen tag mit humor begonnen.

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  • Ich Nichtzürcher am 13.07.2016 06:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein paar Fragen

    Autofreies Zürich? Hmmm, oke, was ist mit den Lieferungen für die div Läden und Werkzeug und Material von Handwerkern? Stimmrecht für SansPapier? Hmmm, oke, wissen die überhaupt, was die mit ihrer Stimme anrichten können, positiv wie negativ? Mietzins an Lohn gebunden, Hmmm, oke, wieviel Prozent soll der betragen, was ist bei einer Lohnerhöhung, Stellenwechsel, Änderung der Familiären Situation, Klleinverdienern?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Cavi33 am 13.07.2016 21:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Witz des Jahres

    Einfache Rechnung, 90'000 Asylanten mit der Krankenversicherung kostet in einem Jahr bereits weit über 200 Mio CHF und wer soll das bezahlen die JUSO's wohl kaum . Das wäre innert Jahren wohl der totale Untergang in unserem Land. Darum sollten alle Juso - Sympathisanten mindesten 5 Jahre in diese Länder zur Arbeit verpflichtet werden.

  • Ruedi am 13.07.2016 11:11 Report Diesen Beitrag melden

    ich denke.....

    für solche Forderungen reicht ein abgebrochenes Psychologie-Studium einfach nicht.

  • Nico Meier am 13.07.2016 10:45 Report Diesen Beitrag melden

    einkommensabhängiger Mietzins?

    Die Miete für eine Wohnung wird zwischen dem Vermiet und dem Mieter ausgehandelt und im Mietvertrag festgelegt. Inwiefern soll also die Stadt Einfluss nehmen können auf die Miezinse? Wäre ja noch schöner wenn ich mit etwas mehr Einkommen für die gleiche Wohnung mehr Miete zahlen müsste nur weil ich etwas mehr verdiene! Liebe JUSOS bildet euch weiter und beginnt zu Arbeiten, dann gibts auch Lohn mit dem Ihr eure Wohnungen bezahlen könnt!

  • Heinz am 13.07.2016 10:21 Report Diesen Beitrag melden

    wie geil

    ist das denn?! Völlig realitätsfremd. Sogar die Mutterpartei schmettert es komplett ab. Möchte den Moment miterleben, wenn ein Juso-ler ins Berufsleben einsteigt. Das wird die härteste Bruchlandung die die Welt je gesehen hat. Bin am Arbeitsplatz (muss ja Geld einnehmen für die Miete) und krümm mich fast vor Lachen.

    • UPjj Zürich am 13.07.2016 11:15 Report Diesen Beitrag melden

      Arbeitnehmer & Steuerzahler

      @Heinz; wird nicht passieren, dass JUSO's in zu arbeiten beginnen und selber Steuern zahlen oder für ihre Studienplätze aufkommen. Juso's wissen ja gar nicht, was arbeiten heisst. Sie leben vom Staat und fordern noch mehr.

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  • MikeMu am 13.07.2016 10:12 Report Diesen Beitrag melden

    Degeneration

    Immer mehr Forderungen, nie aber an der Allgemeinheit etwas beigetragen. "Erobern wir Zürich zurück!" noch mehr Häuser besetzten und Schaufenster einschlagen? Wieso gibt es in der Abstimmung kein "Die Juso besucht erstmal Betriebswirtschaft und geht Arbeiten" Auswahl... Wo sind eigentlich deren Eltern?