Religionspapier verabschiedet

11. März 2018 11:44; Akt: 11.03.2018 16:45 Print

Juso wollen Weihnachten und Ostern abschaffen

Die Juso des Kantons Zürich wollen christliche Feiertage abschaffen. Stattdessen fordern sie nichtreligiöse Feiertage, etwa den internationalen Frauentag.

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Die nichtreligiösen Feiertage verlangen sie in einem am Samstag am Parteitag verabschiedeten Religionspapier. «Wenn jemand aus religiösen oder sonstigem Grund einen Feiertag beziehen will, soll er aber diese Möglichkeit weiterhin haben», sagt Juso-Co-Präsidentin Nadia Kuhn zu 20 Minuten: «Dies soll aber für alle gelten, etwa für Muslime oder sogar Atheisten.» Man sei der Meinung, dass Staat und Religion strikt getrennt werden sollten.

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Sollen religiöse Feiertage abgeschafft werden?

In dem Papier fordern die Juso auch, dass staatliche Aufgaben wie die Betreuung von Obdachlosen nicht religiösen Gemeinschaften überlassen werden dürfen, wie die Jungpartei mitteilte. Weiter wehrt sie sich gegen den «Mythos einer christlichen Leitkultur» und lehnt die Instrumentalisierung des Islam durch Bürgerliche ab.

Bei der Jungen SVP Schweiz etwa kommt die Abschaffung der christlichen Feiertage schlecht an. Sie fordert gemäss Mitteilung statt Weihnachten und Ostern die JUSO abzuschaffen.

Neue Co-Präsidentin

Nina Hüsser übergab nach zweieinhalb Jahren als Co-Präsidentin ihr Amt an Nadia Kuhn (20). Nadia Kuhn war bisher Co-Präsidentin der JUSO Zürcher Oberland und meint zu ihrem neuen Amt laut Mitteilung: «Mit einer stark aufgestellten Partei werden wir uns weiterhin für die 99% der Bevölkerung einsetzen, die für ihr Geld arbeiten müssen.» Luca Dahinden, Co-Präsident der JUSO Kanton Zürich, sei ebenso wie der restliche Vorstand im Amt bestätigt worden.

(som/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Don Pietro am 11.03.2018 13:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schnapsideen

    Ich arbeite für mein Geld, gehöre zu den 99 %. Aber mit euren Schnapsideen vertretet ihr mich nicht und vermutlich auch andere nicht.

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  • Dänuz am 11.03.2018 13:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verblendung

    Die ach so nach Tolleranz rufende JUSO verlangt, dass ich meine christlichen Grundwerte verleugne?

  • Mätte33 am 11.03.2018 13:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    geschichte

    Die Schweiz war schon immer ein christliches Land und deshalb ging es ihr so gut.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Nonsens am 11.03.2018 20:48 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist nur der Anfang

    Es ist bekannt , dass Christentum ein Dorn in gewissen Augen ist. Das Problem ist : es fängt so an , mit einer verrückte Idee, dann diese Kreise werden dran bleiben und es irgendwann durchbringen. Es ist eine typische Operation nach der Overton Fenster Theorie : Folgende Etappen werden wir in den kommenden Jahren sehen: Undenkbare Idee ( das ist die erste Etappe) dann wird die Idee Radikal, Akzeptabel, Sinnvoll, Beliebt, politisch und gesetzlich verankert. Also bitte wachsam bleiben.

  • speakthetruth am 11.03.2018 18:24 Report Diesen Beitrag melden

    Kindergarten

    Nur weil die Bubis ihren ersten Rasierapparat geschenkt bekamen und die Girlies es nun schaffen, dass er Lippenstift nicht nur auf die Zähne geschmiert wird, heisst das noch lange nicht Mitbestimmungsrecht. Man würde einen Säugling ja auch nicht bestimmen lassen oder er geimpft werden soll oder nicht. Ich habe es satt mir von Kiddies, die bisher keine Sekunde in wirklichen Jobs gearbeitet und nie für mehr als ihren Instagram Account verantwortlich waren etwas vorschreiben. Geht spielen Kinder, die Erwachsenen müssen arbeiten.

  • Jana am 11.03.2018 17:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falsch verstanden

    Ich glaube, dass viele die hier kommentieren wegen dieser Überschrift etwas verwirrt sind. Weihnachten und Ostern würden nicht abgeschafft werden, es könnte stattdessen jeder selbst wählen, an welchen Feiertagen man gerne frei haben will. Es geht auch nicht um das religiöse Kulturgut der Schweiz, sondern um die Arbeitswelt, die sehr wenig mit Religion zu tun hat. Die Kultur der Schweiz bleibt, das sie wohl wenig mit einem freinen Tag zu tun hat, als mit der Einstellung und den Orientierungen des Volkes. Ausserdem gibt es aktuell schon viele Leute, die auch an Feiertagen arbeiten (müssen).

  • M. Müller am 11.03.2018 17:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Problem

    Ich hätte kein Problem damit, die Feiertage als Ferien zu erhalten, die ich selbst planen kann. Das ist eine sehr liberale Idee.

  • Sarkas Mus am 11.03.2018 17:50 Report Diesen Beitrag melden

    Provozierende Kiddies

    Es gehört nun mal zur pubertären Entwicklung mit dazu, sinnlos provozieren zu dürfen. So lernt man Grenzen kennen. Doof ist aber, das die es noch in dem Alter nötig haben und besonders doof, das sie es in einer politischen, mit Steuergeldern subventionierten Partei tun. Damit lernen sie keine Grenzen kennen sondern glauben auch noch, sie seien erfolgreiche Rebellen. Würde mal sagen, unser Bund hat als Erziehungsberechtige versagt.