Minus 4,8 Grad

21. April 2017 08:05; Akt: 21.04.2017 09:15 Print

Kälterekord am Flughafen Zürich

In Kloten war es diese Nacht minus 4,8 Grad kalt. So tiefe Temperaturen wurden dort in der zweiten Aprilhälfte seit zwanzig Jahren nicht mehr gemessen.

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Die Situation für die Reben sei katastrophal, sagte der Verband der Walliser Weinbauern: Um die Reben zu schützen, wurden sie mit Wasser bespritzt, damit sich eine Eisschicht bilden konnte. In der ersten frostigen Nacht vom 18. auf den 19. April 2017 suchte der Frost vor allem die Reben im Tal und an den unteren Hängen zwischen Sitten und Martigny heim. (20. April 2017) 2000 Hektaren Reben oder mehr als 40 Prozent der Rebberge sollen durch den Frost in Mitleidenschaft gezogen worden sein. (20. April 2017) Mit Antifrost-Kerzen versuchten die Winzer, die Reben zu schützen. (20. April 2017) Trotzdem ist davon auszugehen, dass mindestens die Hälfte der Ernte durch den Frost zerstört wurde. (20. April 2017) Der Grat zwischen Frühling und Winter: Kühe stehen auf einer Weide vor frisch verschneitem Wald in Maienfeld. (18. April 2017). Eiseskälte im Monat der Wetterlaunen: Schnee liegt auf einer Blume bei der Schneefallgrenze etwas oberhalb von Stans im Kanton Nidwalden. (19. April 2017) Der Schnee sei «nun auch in Wetzikon ZH angekommen», schreibt ein Leser-Reporter zu diesem Bild. (19. April 2017) Bild: Leser-Reporter. Auch in Schwerzenbach ZH ist das Wetter nicht viel besser. (19. April 2017) Bild: Leser-Reporter. Etwas mehr Schnee hats in Melchtal. Winterlandschaft in Unterwasser. Ein Foto aus Orn beim Bachtel im Zürcher Oberland. «Dieses Bild habe ich heute Morgen beim Schnee schaufeln gemacht», schreibt ein Leser aus Unterwasser SG. Das Glarner Linthal. Wildhaus im Toggenburg ist mehr als nur eingepudert. (19. April 2017) Bild: Leser-Reporterin Samnaun. Auch in der Innerschweiz hat es geschneit: Ein Bild aus Entlebuch LU. (19. April 2017) Auch in Mels (SG) liegt Schnee. (19. April 2017) Bild: Leser-Reporter «Winter im Westen von St.Gallen», schreibt ein Leser-Reporter zu diesem Bild. Eine Leser-Reporterin schickt liebe Grüsse aus ihrem verschneiten Garten in Wollerau. Auch in Winterthur ist ein bisschen Schnee gefallen. Der Klosterplatz in St. Gallen am frühen Morgen. Unterägeri. Ein weisser Flaum auf den Strassen: Schnee in St. Gallen. (19. April 2017) Bild: Leser-Reporter Ein Schneemann in Wienacht AR. Der Schnee hats bis ins Zürcher Unterland geschafft, genauer nach Bülach.

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Wer sich dieser Tage frühmorgens ins Freie begibt, muss sich warm anziehen: Nach einer klaren Nacht ist es auch am Freitagvormittag wieder frostig kalt gewesen. Mit minus 4,8 Grad stellte die Wetterstation Zürich-Flughafen den Rekord für die zweite Aprilhälfte auf.

Zuletzt sei es dort am 22. April 1997 so kalt gewesen. Dies teilte der Wetterdienst Meteonews mit. In Tänikon TG hätten nur 0,2 Grad auf den Rekord vom 19. April 1978 gefehlt. Damals sei das Quecksilber auf minus 6,1 Grad gesunken.

Bauern bibbern

An den meisten anderen Stationen fielen die Temperaturen laut Meteonews zwar nicht auf neue Tiefstwerte. Trotzdem dürften insbesondere Obst- und Weinbauern weiterbibbern. Sie befürchten wegen des Frosts erhebliche Schäden an Gemüse und Reben.

An zahlreichen Wetterstationen im Flachland wurden in der Nacht auf Freitag in zwei Metern Höhe Temperaturen unter minus 3 Grad gemessen, wie die Bilanz zeigt. Die Temperaturen nur 5 Zentimeter ab Boden lagen demnach noch tiefer. In Visp VS, Ebnat-Kappel SG, Zürich-Reckenholz, Zürich-Flughafen und Einsiedeln SZ sank das Quecksilber auf Werte unter minus 10 Grad.

In höheren Lagen ist es wärmer

Gemäss «SRF Meteo» wurde es in leicht erhöhten Lagen dagegen nicht mehr ganz so kalt wie in der Nacht auf Donnerstag. Oberhalb von 1500 Metern über Meer sei die Luft 3 bis 5 Grad wärmer gewesen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sünneli am 21.04.2017 08:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    DANKE

    Liebe Bauern, ich bin euch extrem dankbar für euren unermüdlichen Einsatz. Wir haben eine tolle Landschaft die wunderbar von euch gepflegt wird dazu gehören auch die wunderschönen Alpen mit extrem harter Arbeit. Ich wohne auf dem Land und sehe es täglich. Herzlichen dank an alle und ich hoffe die Frostschäden halten sich in Grenzen.

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  • Peter Moser am 21.04.2017 09:13 Report Diesen Beitrag melden

    Langweilig

    Bald ist jeder Tag ein Rekordtag - Liebe Presse lässt euch doch mal was neues einfallen und betreibt mal wieder Journalismus statt irgendwelchen News als "Rekord" zu präsentieren. Vorallem wenn man "nur" 20 Jahre zurückschaut. So werden dann wohl klicks generiert bzw. Geld in die Kasse gespült.

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  • Typhoeus am 21.04.2017 08:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das wars wohl für 2017

    Schlimmer geht es nicht mehr. Schauen, was noch zu retten ist. Erfrorene Blätter sorgfältig entfernen, damit Sonnenlicht Zugang erhält.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • cicero am 21.04.2017 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    woooow

    Schweiz ist ja reich Schweiz ist sauber pünktlich Kalt Auch seelisch ist kalt Viel Spass

    • Chiara am 21.04.2017 12:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @cicero

      Wem unser Wetter nicht gefällt, der muss nicht bleiben.

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  • z.sabani am 21.04.2017 11:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wetter

    und ich liege in dubai und verbrenne mich schier. aber jetz mal ehrlich, es war ja vor 20 jahren schon mal so kalt. das heisst ja dass vor 20 jahren die globalerwärmung gleich wae wie jetzt.

    • Beat Stalder am 21.04.2017 11:25 Report Diesen Beitrag melden

      Falsche Folgerung

      Nein, das heisst es eben grad' nicht. Wenn unsere Wissenschaftler so arbeiten würden, wie Sie argumentieren, dann könnte man alles beweisen, was man nur wollte. Ein einzelnes Ereignis sagt zuerst mal so ziemlich gar nichts aus. Aussagekräftiger wäre aber z.B. dass die 10 wärmsten Jahre in den letzten 100-150 Jahren in den letzten 20 Jahren waren. Das wäre mal ein Ansatz - reicht aber aus wissenschaftlicher Sicht noch nicht, um eine Folgerung abzuleiten.

    • Noldi Schwarz am 21.04.2017 12:18 Report Diesen Beitrag melden

      Klimaveränderungen noch und noch

      @Beat Stalder. Genau. Jene Daten, die die Wissenschaftler zur Verfügung haben sind nicht mal eine Mikrosekunde im Leben unseres Planeten. Und daraus werden Angstszenerien entworfen, die zu einer Flut von Geldern führen. Ich sitze gerade auf einer ehemaligen Gletschermoräne, die vor lediglich 10 Millionen Jahren gebildet wurde, mitten im grünen, blühenden Garten. Vielleicht ist es in 10 Millionen Jahren wieder ein Gletscher, eine Wüse, ein Urwald. Wer weiss das schon. Und wer behauptet es zu wissen, der ist ein Scharlatan.

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  • tino am 21.04.2017 10:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wirklich?

    und wir liegen auf Kreta an der Sonne....ist doch nicht fair oder ;-)

    • Meli am 21.04.2017 11:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @tino

      Doch, doch, fliege morgen auf die Malediven:)

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  • beni am 21.04.2017 10:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    jammern gelernt

    ohje es vergeht kein tag an dem nicht gejammert wird. wenn nicht die bauern, dann die kurorte, die hoteliers. ergebnis: staats-budget anschauen. es werden dutzende millionen an leistungen an genau diese jammeri verschenkt. alles klar? jammern hilft anscheinend. jeden tag neu. ich freue mich an den launen der natur.

    • Deliloh am 21.04.2017 11:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @beni

      Wenn einem Weinbauern ein Grossteil der Reben erfriert, sind das tausende von Franken, die er damit verliert. Versetzen Sie sich doch einmal in diese Lage.

    • z.sabani am 21.04.2017 11:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Deliloh

      hab ich. und jetz? soll ich wütend auf gott sein deswegen?? was soll ich jetzt tun? mehr als mitleid haben kann ich nicht. ich kann für sie das wetter nicht ändern.

    • Urs Peters am 21.04.2017 12:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Deliloh

      Hätte Bauer nicht den Rangerover den Monstertrack gekauft hätte der Bauer wie alle selbstständigen ein Jahresbudget gespart anstatt es zu verjubeln müsste er jetzt nicht jammern hätte Bauer genügend wärmekerzen gelagert was er nicht tat wäre der Schaden minimal

    • deliloh am 21.04.2017 19:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Urs Peters

      Ich kann nicht nachvollziehen, wie sie zu dieser doch sehr pauschalen Aussage gekommen sind aber sie scheint mir etwas aus der Luft gegriffen.

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  • Manuele am 21.04.2017 10:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    In Miami wird es 30 Grad an der Sonne

    Och ich war heute Morgen schon um 7:00 Uhr am Flughafen, der Flug ging um 9:45 nach Miami, gut hat man Wlan. Es war schon kälter als auch schon, aber richtig kalt war es nun wirklich nicht. Gut, vielleicht hat es sich nur so angefühlt, weil ich in ein paar Stunden gut 30 Grad (Schattentemperatur 25-27 Grad) an der Sonne haben werde. Sind nun gerade südlich von Rouen kurz vor der Normandie/Bretagne und klicke mich aus dem Internet, will nun den Flug geniessen. Hasta la Vista. ;-)

    • Karo am 21.04.2017 12:54 Report Diesen Beitrag melden

      Danke wie geistreich

      Dekadenz hat auch seinen Namen. Danke für den geistreichen Beitrag und Deiner persönlichen Luftverpestung.

    • Lol am 21.04.2017 18:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Karo

      Ich wünsche Ihnen schöne Ferien in Miami! aber glauben Sie mir, den Leuten hier interessierts nicht, was sie gerade tun oder tun werden! Wir sind hier nicht bei Facebook oder Twitter.. und mit dem obigen Artikel hats auch nichts zu tun! Schöne Ferien

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