Maximal 5000 Franken

20. März 2017 13:01; Akt: 20.03.2017 13:02 Print

Kantonsrat will den Pendlerabzug beschränken

5000 statt 20'000 Franken Steuerabzug für Autofahrer? Für den Kanton und die Gemeinden würde das je über 20 Millionen Franken in die Kassen spülen.

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Der Zürcher Kantonsrat hat am Montag eine Beschränkung beim Pendlerabzug beschlossen. Das letzte Wort wird aber wohl das Volk haben. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

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Wer im Kanton Zürich Steuern zahlt, soll ab 2018 nur noch maximal 5000 Franken fürs Pendeln abziehen können. Dies hat der Kantonsrat am Montag in erster Lesung beschlossen. Bisher gab es kein oberes Limit.

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Betroffen wären vor allem Autopendler, die heute manchmal bis zu 20'000 Franken für die Fahrt an ihren Arbeitsort abziehen. ÖV-Pendler wären vom beschränkten Pendlerabzug nicht betroffen, weil ein GA der 2. Klasse mit rund 3800 Franken ohnehin weniger als die erlaubten 5000 Franken kostet.

Die Begrenzung des Pendlerabzuges soll dem Kanton Mehreinnahmen von 26,3 Millionen Franken bringen. Die Gemeinden dürften mit 28,7 Millionen Franken rechnen.

Regierung wollte 3000 Franken

Damit setzte sich die bürgerliche Mehrheit gegen die linke Ratshälfte und die Regierung durch. Diese wollten den Abzug auf 3000 Franken beschränken, was auch GA-Besitzer geschmerzt hätte und die Steuereinnahmen noch mehr hätte ansteigen lassen.

Die zweite Lesung dieser Steuergesetzänderung findet in etwa vier Wochen statt. Das letzte Wort hat aber das Volk. Es wird voraussichtlich noch in diesem Jahr über den Pendlerabzug abstimmen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ruedi Gwerder am 20.03.2017 13:31 Report Diesen Beitrag melden

    Irgendwann...

    ..wird das Volk merken,das man bei den Vergünstigungen und Sitzungsgledern,der Politiker,einiges einsparen könnte,nur wer sägt schon am eigenen Ast.

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  • anonymous am 20.03.2017 13:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frechheit

    Einem Automobilisten die Fahrt zum Arbeitsplatz zu vermiesen löst weder das Stau-Problem noch das Pendlerproblem. Ausserdem kostet ein GA der 1. Klasse 6300 CHF... mehr also als der erlaubte Abzug. Pendeln ist für die meisten Pendler kein Freizeitvergnügen sondern wohl eher eine Notwendigkeit.

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  • Fred am 20.03.2017 14:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    RAV-Regeln anpassen

    Ok. Dann muss aber die vom RAV auferlegte Pflicht einen Job anzunehmen, welcher bis zu zwei Stunden Fahrzeit weit weg ist, ebenfalls überdenken. Zudem würde ich gerne wissen, ob dann das eingezogene Mehr-Geld wieder für dieWohlfahrt ist? Denn das kanns nicht sein. Endlich mal Geld sparen, wo es unnötig rausgeworfen wird.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Eduard J. B am 22.03.2017 07:39 Report Diesen Beitrag melden

    CHF 3

    Ein GA 2. Kl. kostet 3'869. CHF/Jahr und kann auch unbeschränkt privat genutzt werden, deshalb wäre ein Pendlerabzug von CHF 3'000. angemessen. Wer mit einer teuren Protzkarossen pendelt, soll das gefälligst selbst bezahlen.

  • payassli am 21.03.2017 18:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Typisch Politiker

    Das ist sowas von feige und gemein. Versteckte Steuererhöhung.

  • E.T am 21.03.2017 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    Schon seltsam...

    Wie man doch immer wieder auf neue Ideen kommt, wie man das Volk auszupressen könnte! Schleichend immer wieder, immer mehr! Traurig!!!

  • Nicht Geiler Siech am 21.03.2017 07:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles geili Sieche

    Ok das heisst ich muss den Wohnort wechseln? Dann wohn ich jedoch 1.5 Stunden von meinen Kindern entfernt. Heisst also: Zügeln oder die Kinder sehen und dafür 3fach bestraft werden: lange Pendlerzeiten, hohe Kosten und kein Steuerabzug. Ihr sind doch geili Sieche!

  • Nils H am 21.03.2017 07:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Augenwischerei 

    Ist ein Witz, und inter diesem Artikel steht: Rekord-Steuereinnahmen Zürich! Kriegen die den Hals nicht voll?