Zürcher Start-up

22. April 2017 10:06; Akt: 22.04.2017 10:06 Print

Klimabewusste behalten Überblick mit dieser Karte

Mehr Bewusstsein für den Klimawandel und eine Plattform, um andere Klimabewusste zu treffen: Das verspricht World Climaps, eine neue Non-Profit-Organisation einer Zürcherin.

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Was sind eigentlich die Auswirkungen des Klimawandels? Und was wird dagegen getan? Um diese Fragen einfach und verständlich zu beantworten, haben Francesca Camilla Bruno (27) aus Zürich, Martina Cividini (27) aus Mailand und Jonathan Argentiero (31) aus Paris das Non-Profit-Start-up World Climaps gegründet.

Die Internetplattform besteht aus einer interaktiven Karte, die Informationen über die Folgen des Klimawandels und Massnahmen dagegen enthält. Bruno: «Es wird viel über Klimawandel geredet und geschrieben, aber es ist schwierig, dabei den Überblick zu behalten, was gerade auf unserem Planeten passiert. Dabei sind wir bereits alle vom Klimawandel betroffen.»

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Auf die Idee kam Bruno vor drei Jahren, als sie an der ETH Umweltingenieurwissenschaften studierte. Für einen Kurs musste sie ein Lehrbuch über dieses Thema lesen. «Da waren sechs Kapitel trockene Daten und erst ganz am Ende ein kleines Bild zur Veranschaulichung», erzählt Bruno, «da wurde mir klar, was ich zu tun hatte.»

Neue Bärenart wegen Klimawandel

Um diese Informationen für alle zugänglich zu machen, werden auf World Climaps Artikel aus den Medien auf einer Weltkarte angeordnet. Zum Beispiel ist über Khartum, die Hauptstadt des Sudans, ein Artikel von CNN verlinkt, in dem die Auswirkungen des Klimawandels im Sudan beschrieben werden. Dort wird vorausgesagt, dass der Sudan unbewohnbar werden könnte, wenn die Klimaerwärmung wie angenommen voranschreitet. Aus einem Artikel des «Guardian» erfährt man, dass im kanadischen Arviat eine neue Bärenart entdeckt wurde: der Grolar Bear. Er ist ein Hybrid aus Eis- und Grizzlybär; die beiden Arten treffen wegen der Erderwärmung häufig aufeinander.

Auch Aktionen gegen den Klimawandel sind auf der Karte verankert. So zum Beispiel ein Kunstprojekt in Salerno in Italien, das einen Berg wieder mit Bäumen «aufladen» soll. Dabei werden 5000 Bäume in Form einer aufladbaren Batterie auf den Berg gepflanzt. Dies soll der gerodeten Fläche die Möglichkeit geben, wieder einen Wald zu entwickeln. Dieser Artikel stammt von «Inhabitat». «Alle Artikel sind auf vertrauenswürdige Quellen, etwa wissenschaftliche Studien, zurückzuführen und an dem Ort auf der Karte gezeigt, an denen die Veränderung stattfindet», erklärt Bruno.

Austausch fördern

Weiter soll World Climaps Umweltaktivisten vernetzen. «Ich habe eine Konferenz besucht, an der über Tausend Leute über Lösungen für den Klimawandel geredet und diskutiert haben, da fühlt man sich, als könnte man die Welt retten», sagt Bruno. «Wieder zu Hause schien das Ziel aber viel zu gross und ich allein viel zu klein.» Dagegen helfe nur, wenn man sich mit Gleichgesinnten austauschen könne.

Auch Umweltorganisationen hätten schon Interesse angemeldet, um so mit Interessierten in Kontakt zu treten. Um diesen Teil zu realisieren, hat das Team zusammen mit Differencelab.org eine Crowdfunding-Kampagne lanciert.

(bec)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sabine am 22.04.2017 11:04 Report Diesen Beitrag melden

    Vermehrung stopen

    Redet mal über die masslose Vermehrung der Menschen.Dies muss gestopt werden,danach erledigt sich der Klimawandel von selbst.

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  • Andrea am 22.04.2017 10:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klimawandel, ein neuer Businesszweig

    Mal ehrlich: wer ist von euch schon in der Welt rumgeflogen und gereist? Ah... und dieselben predigen, man soll die Umwelt schützen und den Klimawandel stoppen... Das Geschäft mit dem Klimawandel ist ein riesiges Geschäft ;)

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  • C.Reist am 22.04.2017 10:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was sagt uns das Bild?

    Europa(Pro Umweltschutz) gegen den Rest der Welt, wenn man die Zahlen vergleicht und gegenrechnet -.-

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Joe251 am 23.04.2017 09:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selten so gelacht

    Ist doch geil, dann können "Umweltschützer" in Scharen in "klimaneutrale" Regionen fliegen... :-)

    • P.H. am 23.04.2017 09:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Joe251

      Das Flugzeug ist ein nirmales Transportmittel, weshalb sillte man nicht fliegen dürfen und für die Umwelt kämpfen? Es isg ja nicht so, dass diese Leute um die Welt jetten. Und Flugzeuge sind auch nicht mal ansatzweise das Hauptproblem. Solange sie nicht Kreuzfahrten machen ist es sowieso nicht schlimm. Aber ich frage mich wirklich ab der Einstellung gewisser Leute. Jemand versucht etwas gutes zu tun und man kann nur kritisieren, um sich selbst irgendwie besser zu fühlen. Sie hat Ihnen ja niemals verboten zu fliegen.

    • Joe251 am 23.04.2017 11:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @P.H.

      Offenbar versuchen Sie gerade das Fliegen sauber zu reden. Viel Glück!

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  • Typhoeus am 22.04.2017 22:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klimawandel nicht Fantasie sondern Tatsache

    Schaut einmal Bilder der grossen Schweizer Gletscher vor 60 Jahren an (ich schicke gern Photos) und heute. Es ist nicht mehr übrig geblieben. Wer das negiert, ist mutwillig dumm.

  • Globi am 22.04.2017 19:07 Report Diesen Beitrag melden

    Halbpatzige Bekämpfung des Klimawandels.

    Wenn es wirklich so dramatisch ist mit dem Klimawandel, müsste man diesen doch viel konsequenter bekämpfen. Z.B. mal einige Zeit keine olympischen Spiele (denkt nur an die vielen Athleten, Helfer und Zuschauer, welche mit dem ganzen Gepäck per Flugzeug und Auto anreisen). Formel 1 Rennen, Motorradrennen, Rallys etc., müsste man auch mal einige Jahre aussetzen. Oder die Politiker, welche ständig in der Welt herumfliegen. Dies nur ein paar wenige Beispiele. Was ist eigentlich aus dem Ozonloch geworden oder aus der Abholzung des Regenwaldes für Rinder um damit Hamburger herzustellen.

  • Freddi am 22.04.2017 18:58 Report Diesen Beitrag melden

    Kilmawandel gibts nicht

    Ein Klimawandel gibts nicht wie die das sagen. Warum sind vor 10000 Jahren die die Gletscher Geschmolzen? Hmm stimt weil die 200 000 Menschen Feuer gemacht haben und in nicht Isolierten Höhlen gewohnt haben. Ja das Wetter ändert sich, aber der Menschi ist kaum Schuld daran. Es gab schon immer Eis und Hitzeteite, und die haben sich über 10000 Jahre Hingezogen. Wir bewegen uns auf eine Hitzewelle zu, auser einer hat das Klima der welt was es schon seit Jahren gibt geändert

  • Peter M. am 22.04.2017 18:08 Report Diesen Beitrag melden

    NGO's = schlechtes Image

    Wer finanziert diese NGO? Welche Interessen stecken dahinter? Sollen doch die Konzere endlich aufhören die Natur zu zerstören. Wenn TTIP oder TTIP versteckt in CETA kommt, ist das eh alles für die Katz, da die Konzerne dann bis zur Gemeinde runter klagen können, wenn Umweltschutzmassnahmen ergriffen werden, die ihren Ertrag schmälern. Das schafft auch gleich noch die Demokratie mit ab, dann hat die Bevölkerung nichts mehr zu sagen. Dann gibt's kein Bio mehr, keine Umweltschutz, ein Krieg gegen alles Natürliche ist da im Gang und man will den Menschen die Schuld dafür in die Schuhe schieben.