Idee

14. November 2017 12:20; Akt: 14.11.2017 16:18 Print

Künstler will Hardturm-Türme komplett begrünen

Eine Projektidee eines Künstlers zeigt die geplanten 137-Meter Hardturm-Türme komplett in Grün. In Mailand gibt es ähnliche Hochhäuser.

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Kaum wurde das Projekt des neuen Hardturm-Stadions vorgestellt, kam schon Kritik aus Zürich Höngg: Die dazugehörenden 137 Meter hohen Türme seien zu hoch, der Schattenwurf könne stören, die Türme hätten Signalwirkung und andere Bauherren würden sich animiert fühlen, ähnlich hoch zu bauen.

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Den Zürcher Künstler Meaulnes Legler würde es nicht wundern, würden die Türme vor dem Stimmvolk abgelehnt werden, wie er dem «Tages-Anzeiger» sagt.

Er hat für die Hardturm-Türme eine Projektidee eingereicht: So sollen die Türme stark bewachsen sein und laut Legler so ästhetischer und ökologischer als der bisherige Vorschlag sein. Vergleichbar ist das Projekt mit dem Bosco Verticale, zwei ähnlich bewachsenen Zwillingstürmen in Mailand.

Fassade darf nicht brennbar sein

Über die Vorteile ist sich auch die Stadtregierung bewusst. Laut dem Zeitungsbericht antwortete der Stadtrat vor zwei Jahren auf eine schriftliche Anfrage von zwei Gemeinderäten (Grüne), dass solche Vertikalbegrünungen Stadtklima, Biodiversität, Freiraumqualität sowie Lufthygiene verbessern.

Die Hardturm-Projektleiterin HSR findet die neue Idee grundsätzlich gut, sie räumt aber auch einige Gründe dagegen ein. Mit der Begrünung würden die Türme signifikant schwerer werden, was auf diesem Baugrund nicht tragbar sei. Zusätzlich würde die Gebäudeversicherung kaum eine Bewilligung erteilen, da die Fassade eines Hauses aus nicht brennbaren Materialien bestehen müsse. Zuletzt wäre eine Begrünung auch mit Kosten verbunden, weshalb die Mieten wohl zwangsläufig auch steigen würden.

(tür)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Denk mal am 14.11.2017 12:41 Report Diesen Beitrag melden

    Nichts Neues

    Liebe Architekten. Strengt Euch gefälligst mal etwas an, ganz umsonst soll Euer Studium doch nicht gewesen sein. Plattenbauten & Hochhäuser mit Glasfassaden sind keine architektonische Leistung sondern Plagiate aus der Vergangenheit.

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  • Simon A. Zumbach am 14.11.2017 12:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Idee

    Finde das eine sehr gute Idee. Die Türme werden von langwiligen, grauen Schattenwerfern zu grünen, attraktiven Blickfängen. Chapeau für diesen Vorschlag.

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  • Patschi21 am 14.11.2017 12:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pro

    Immer diese dummen Gegenargumente !!! In Dubai wird der höchste Wolkenkratzer auf SAND gebaut und hier meint man im Alpenland dass der Untergrund nicht tragfähig sei..... Fassade das gleiche, klar benötigt sowas Pflege , dafür braucht man aber weniger klimageräte oder Heizungsenergie ... Und mal ehrlich : ein modernes Zürich mit ein paar Wolkenkratzern würde das Image , Aussehen und Touristen verbessern. Zudem ziehen mehr Reiche hinein und unten werden paar Immobilien frei und eventuell erschwinglicher ?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Dr. Zürcher am 15.11.2017 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Pilot an den Bernoullihäusern!

    Ich schlage vor, im Sinne eines Pilotprojekts erst mal die Bernoullihäuser hinter solchen Grün-Fassaden verschwinden zu lassen. Erzeugte zwar enorm viel Schatten in den Wohnungen, wäre aber gut für die Verbesserung des politischen Mikro-Klimas und die ökologische Meinungsdiversität in unserer rot-grün dominierten Stadt Zürich.

  • Efzeezet am 14.11.2017 21:12 Report Diesen Beitrag melden

    Wird in Zug umgesetzt

    Ein sehr ähnliches Konzept wird meines Wissens ein paar Kilometer weiter in Zug Rotkreuz umgesetzt. Zwar nicht so hoch, aber das erste dieser Art in der CH. Die Erfahrungswerte könnten sicherlich von Verwendung sein.

    • Geck am 15.11.2017 17:13 Report Diesen Beitrag melden

      Tour des cedres

      Nicht nur in Zug, in Lausanne wird ein über 100 Meter hohes grünes Hochhaus gebaut. Vom selben Architekten wie in Mailand.

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  • Al Mighty am 14.11.2017 18:56 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich mal eine gute Idee.

    Es gibt doch noch Künstler, die etwas bei der Arbeit überlegen. Nicht nur, ob sie dann mit ihrem Werk "den längsten" haben werden.

    • Zünd am 15.11.2017 13:31 Report Diesen Beitrag melden

      Katastrophe

      Sieht vielleicht zwei drei Jahre gut aus, dann ist die Katastrophe komplett!

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  • Agent Orange am 14.11.2017 15:59 Report Diesen Beitrag melden

    3 Tage grün, dann kahl

    Wenn man sich Bild 5 anschaut, dann kann man erahnen, wie wenig Licht wohl in die Wohnungen kommen wird. Das erste was die Mieter oder Eigentümer nach Bezug tun werden, ist einen Gärtner anzuheuern.

  • Grasshüpfer am 14.11.2017 15:45 Report Diesen Beitrag melden

    Egal hauptsache nachhause

    Hauptsache wir dürfen wieder nachhause! Bitte bürger stimmt ja für unser stadion, auch an die fcz fans... Bitte uns frisst es seit jahren auf und ihr hätted ja auch was davon :)