«Mindestens einmal pro Woche»

12. Juli 2018 14:13; Akt: 12.07.2018 14:13 Print

Badeverbot in der Limmat soll gelockert werden

Nur zwei Mal im Jahr darf man sich in der Limmat durch die Stadt treiben lassen. GLP-Politiker fordern, dass das Badeverbot gelockert wird.

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Nach der Seeüberquerung ist vor dem Limmatschwimmen: Neben dem Chlausschwimmen im Dezember bietet dieses die einzige Möglichkeit, zwischen Bürkliplatz und Lettenkanal zu baden. Sonst ist dieser Bereich der Limmat tabu für Schwimmer. Zu gross ist das Risiko, dass es im engen Kanal zu Badeunfällen mit den beiden Kursschiffen Felix und Regula kommt.

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Wer trotz des Badeverbots in der Limmat schwimmt, wird mit einer Busse von 80 Franken bestraft. Reizvoll wäre die knapp zwei Kilometer lange Strecke schon, denn vom Wasser aus bietet sich eine ganz andere Sicht auf die Zürcher Altstadt. Für die beiden Zürcher GLP-Politiker Daniel Häuptli und Guido Hüni ist deshalb klar: Das Badeverbot muss gelockert werden.

«Mindestens einmal pro Woche»

Mit je einem Vorstoss im Gemeinde- und im Kantonsrat wollen sie das Badeverbot lockern. «In Anlehnung an das Monday-Night-Skate könnte die Limmat ab der Quaibrücke für einen Monday-Afterwork-Swim freigegeben werden», sagt Häuptli. Einen ähnlichen Vorstoss haben bereits 2009 die Grünen im Gemeinderat Zürich eingereicht. Da der Kanton für die Schifffahrt zuständig ist, wurde das Anliegen damals abgelehnt.

Die Lockerung würde eine attraktive Bademöglichkeit schaffen. «Das macht die Stadt attraktiver und entspricht einem grossen Bedürfnis der Bevölkerung nach Bademöglichkeiten», so Häuptli. Je häufiger man in der Limmat schwimmen könne, desto besser. «Mindestens an einem Wochentag sollte es aber möglich sein, ab 17 Uhr in der Limmat zu baden.»

«Schiffsverkehr ist eine Gefahr»

Dafür müsse allenfalls auch der Schiffsverkehr eingeschränkt werden, denn ein paralleler Betrieb sei zu gefährlich. Andere Bedenken bezüglich der Sicherheit hat Häuptli nicht: «In Bern und Basel ist das Schwimmen auf langen Abschnitten erlaubt. Die Sicherheit wird dort durch Baderegeln und Informationen gewährleistet.» Geeignete Stellen für den Ausstieg müssten in Zürich allerdings noch installiert werden.

Bei den Zürcher Rettungsschwimmern findet die Idee grundsätzlich Anklang. «Es ist eine schöne Vorstellung, durch die Stadt schwimmen zu können», sagt Präsident Urs Nussbaumer. Dennoch möchte er das Verbot nicht lockern. Gefahren würden das Wehr beim Letten, die Brückenpfeiler und die Limmatschifffahrt bieten.

«Betrunkene könnten in die Limmat steigen»

Bei normalem Pegelstand sei die Strömung für geübte Schwimmer unproblematisch. «Aber wenn das Baden nicht mehr verboten ist, ist es durchaus denkbar, dass Betrunkene in der Nacht in die Limmat steigen. Dann wird es gefährlich.» Zudem würden vermutlich auch andere Wassersportler wie etwa Kanufahrer Bedarf anmelden, sich auf der Limmat zu bewegen. «Schnell wäre die Limmat dann voll mit Leuten.»

Bei der Zürcher Schifffahrtsgesellschaft stösst der Vorschlag auf Kritik. Die Schifffahrt auf der Limmat sei ein Touristenmagnet. «Bis 20 Uhr verzeichnen wir eine Auslastung von 100 Prozent, zwischen 20 und 22 Uhr sind es 50 Prozent», sagt Sprecherin Wiebke Sander. Da der Fahrplan immer gleich und somit leicht einzuprägen sei, könnte eine tageweise Einschränkung missverstanden werden.

(tam)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • daniel am 12.07.2018 15:00 Report Diesen Beitrag melden

    Argumentation schwammig

    "Aber wenn das Baden nicht mehr verboten ist, ist es durchaus denkbar, dass Betrunkene in der Nacht in die Limmat steigen. Dann wird es gefährlich." So eine dämliche Argumentation habe ich noch gar nie gehört. Würden die Betrunkenen nicht darauf pfeifen und auch mit Verbot in die Limmat steigen?

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  • Schwimmer am 12.07.2018 14:18 Report Diesen Beitrag melden

    SUPER ARGUMENT

    Als könnte ein Betrunkener nicht schon heute in die Limmat steigen.... Naja....

  • HP Seipp am 12.07.2018 15:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Survival of the fittest

    Endlich mal ein vernünftiger Vorstoss von den Grünen. Bedenken wegen Sicherheit habe ich keine. Auf staatlichen Zwangsschutz bin ich nicht angewiesen. Ein bisschen mehr Eigenverantwortung und weniger staatliche Bevormundung ist angezeigt. Ein bisschen darwinistische Selektion schadet auch nicht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • segeln13 am 12.07.2018 20:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    baden in der Limmat ab Quaibrücke - was für eine S

    Es hat so viele öffentliche Schwimmbäder im See und in der Limmt. Mann will immer, was man nicht wie der Han im Schneckenloch.

  • Herr Paternoster Live us de Spelunke am 12.07.2018 17:47 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    die Limmat ist ein fließendes Gewässer, deshalb muss es verboten werden es zu betreten

  • Der Berner am 12.07.2018 16:50 Report Diesen Beitrag melden

    Aareschwimmen ist eh besser....

    :-) das Problemchen haben wir in Bern nicht.... :-) wir schwimmen in der Aare, wann es uns gefällt, ohne dass ein Amt oder Politiker dass bewilligen muss, ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter...

  • BeniLee am 12.07.2018 16:23 Report Diesen Beitrag melden

    Sowas gibt es auch NUR in der Schweiz

    Das wäre doch der Hammer dort baden zu dürfen.. und das ist nur 2 Mal im Jahr erlaubt?? Das man dem Menschen so etwas überhaupt verbieten darf.. Dort zu schwimmen wäre noch ein grösserer Touristen Magnet als eine Rundfahrt mit den Booten..

  • RaBe am 12.07.2018 16:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Limmatschwumm als Touristenmagnet

    Die Schifffahrt auf der Limmat sei ein Touristenmagnet. - Das Schwimmen in der Limmat könnte ein neuer Touristenmagnet werden! Einfach mal über den Tellerrand blicken...

    • segeln13 am 12.07.2018 20:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @RaBe

      Einfach einmal nachdenken, welche Gefahren dies mit sich bringt.

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