Mitlödi GL

03. August 2017 05:49; Akt: 03.08.2017 07:24 Print

Mobility-Fahrerin bleibt auf Wanderweg stecken

Mit einem Mobility-Auto wollte eine Frau einen Wanderweg befahren. Eine schlechte Idee: Am Ende musste der Abschleppdienst das Fahrzeug abholen.

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So ein Ausflug in die Berge kann seine Tücken haben. Das musste die Fahrerin eines Mobility-Autos am Montag erfahren. Sie war mit einem Fahrzeug des Car-Sharing-Dienstes am Nachmittag oberhalb von Mitlödi unterwegs, das zur Gemeinde Glarus Süd gehört.

«Meine Grosstante beobachtete, wie die Frau auf einem Feldweg unterwegs war, der später in einen schmalen Fussweg mündet», sagt ein Leser-Reporter. Dieser öffentliche Weg, offenbar ohne Fahrverbot, führt zwar ins Dorf hinunter. Allerdings ist er viel zu schmal für ein Auto. «Bergseitig ist er von einer Steinmauer begrenzt, talseitig geht es das Loch runter.»

«Auch dieses Vorhaben scheiterte»

Irgendwann merkte die Frau, dass es nicht mehr weiter ging, und gab ihrer Fahrt auf. Sie sei dann auf dem schmalen Weg alles rückwärts gefahren und habe auf dem breiteren Feldweg wenden wollen. «Auch dieses Vorhaben scheiterte jedoch», sagt der Leser-Reporter. Das Auto blieb auf dem abschüssigen Gelände stecken.

Daraufhin sei die Mobility-Fahrerin ausgestiegen und habe das Fahrzeug mitten auf dem Weg zurückgelassen. Einem Weg, der notabene die Zufahrt zu einem Haus ist. Erst fast 24 Stunden später, um die Mittagszeit des 1. August, holte der TCS-Abschleppdienst das Auto ab.

«Lapsus kann jedem passieren»

Mobility bestätigt den Vorfall: «Die Kundin hatte sich zwar bereits am Montag um 16 Uhr bei uns gemeldet, doch dem TCS fehlten die nötigen personellen Mittel, sodass er das Fahrzeug erst anderntags abholen konnte», sagt Sprecher Patrick Eigenmann.

Da es sich um eine selbst verursachte Panne handle, seien die Kosten nicht durch die Versicherung gedeckt, die Kundin müsse diese selber tragen. Ein Ausschluss aus der Car-Sharing-Genossenschaft ist laut Eigenmann kein Thema: «Jedem Autofahrer kann mal ein Lapsus passieren. Hauptsache ist, dass alles glimpflich abgelaufen ist.»


Hier wird das Mobility-Auto abgeschleppt. (Video: Leser-Reporter)

(rom)