Zürcher Regierungsrat

11. Dezember 2012 14:20; Akt: 11.12.2012 15:00 Print

Nein zu Spurabbau beim Bellevue

Der Zürcher Regierungsrat will nicht, dass eine Autospur beim neu zu gestaltenden Bellevueplatz abgebaut wird. Der Stau am Verkehrsknotenpunkt ist vorprogrammiert. Der Stadtrat ist enttäuscht.

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Nicht weniger Autos rund ums Bellevue. (Bild: Keystone)

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Der Zürcher Regierungsrat verweigert die Genehmigung eines Spurabbaus am Utoquai beim Bellevue im Zentrum der Stadt Zürich, wie er am Dienstag mitteilte. Ein solcher Abbau könnte Staus auf der wichtigen Verkehrsverbindung zur Folge haben.

Der Stadtrat reagierte «mit Überraschung und Enttäuschung» auf den regierungsrätlichen Entscheid, wie Stadträtin Ruth Genner (Grüne) in einem Communiqué schrieb. Der Beschluss werde nun geprüft und dann entscheide der Stadtrat, ob er beim Verwaltungsgericht dagegen Beschwerde erheben wolle. Die Bauarbeiten am Sechseläutenplatz würden aber wie geplant im Januar starten.

Der Spurabbau war im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Sechseläutenplatzes vorgesehen und heftig umstritten. Es ging um die Aufhebung einer von zwei Abbiegespuren vom Utoquai in die Schoeckstrasse. Von dort fliesst der Verkehr in die Rämistrasse weiter.

Die Aufhebung der Spur lag zwar in der Kompetenz des Stadtrates und war nicht Gegenstand der Vorlage, welche das Stadtzürcher Stimmvolk im September gutgeheissen hat: Einen Objektkredit von gut 17 Millionen Franken für die Gestaltung des Platzes. Der Stadtrat musste aber der Regierung einen Antrag zur Genehmigung unterbreiten, da Staatsstrassen betroffen sind.

Regierung befürchtet Staus

Im Vorfeld der Abstimmung hatte Stadträtin Genner erklärt, das kantonale Amt für Verkehr habe grundsätzlich grünes Licht für den Spurabbau erteilt. Die frei werdende Fläche sollte grösstenteils zum Platz geschlagen werden.

Nun aber winkte der Regierungsrat ab. Er argumentiert vor allem mit der Bedeutung der fraglichen Verkehrsachse. «Utoquai, Bellerivestrasse und Quaibrücke bilden zusammen die Hauptverbindung» für den Verkehr vom rechten Zürichseeufer in die Stadt Zürich, schreibt er. Zudem handle es sich um die wichtigste Verbindungsstrecke um das Seebecken.

Es sei nicht auszuschliessen, dass es als Folge eines Abbaus einer Abbiegespur zu einem Rückstau auf den Geradeausspuren komme. Dies würde sich seeaufwärts über die Stadtgrenzen hinaus auswirken. Die Hauptverkehrsachse dem rechten Seeufer entlang könnte dann ihre Funktion der Kanalisierung des Verkehrs nicht mehr im bisherigen Umfang wahrnehmen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Trouble Maker am 12.12.2012 13:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Links gewählt....

    ....und dann klagen wenn die Strassen plötzlich halbiert werden. Wählerinnen und Wähler, überlegen!

  • Arnaud Constatin am 12.12.2012 11:35 Report Diesen Beitrag melden

    Richtig!

    Auch Frau Genner soll sich an die Vorgaben halten und nicht immer und überall Spurabbau durchzwängen. Zürich wächst und wächst, die Bevölkerungszahl nimmt ständig zu. Der ÖV (Tram) ist am Anschlag, da macht es wirklich keinen Sinn, auch noch Spuren abzubauen. Irgendwo müssen ja die vielen Bewohner, Zuzüger, Pendler und Transit-Fahrer durchkommen! Man kann nicht wachsen, den ÖV am Anschlag haben und dann auch noch Strassen reduzieren. Hätte Zürich in den 70ern die U-Bahn gebaut, sähe das alles anders aus. Aber rot-grün konzentriert sich einfach immer nur auf Schikane und Behinderung...

  • Komi Kair am 11.12.2012 23:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wann

    Kommt denn endlich die Brücke von Kilchberg nach Oerlikon und vom Tiefenbrunnen nach Altstetten :-) meinetwegen dürfen es auch Tunnels sein...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Christian Weiss am 13.12.2012 12:35 Report Diesen Beitrag melden

    Es hat jetzt schon Stau dort...

    Herzlichen Dank Zürcher Regierungsrat. Ich bin sehr froh, das es dort wenigstens intelligente Leute gibt. Danke!

  • Trouble Maker am 12.12.2012 13:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Links gewählt....

    ....und dann klagen wenn die Strassen plötzlich halbiert werden. Wählerinnen und Wähler, überlegen!

  • Simon G. am 12.12.2012 11:57 Report Diesen Beitrag melden

    Danke lieber Regierungsrat!

    Diese ewige Zwängerei von Genner & Co. gehört in die Schranken gewiesen! Ebenso die abstrusen Road-Pricing Fantasien. Wenigstens kann man noch auf den Regierungsrat zählen. Danke.

  • Arnaud Constatin am 12.12.2012 11:35 Report Diesen Beitrag melden

    Richtig!

    Auch Frau Genner soll sich an die Vorgaben halten und nicht immer und überall Spurabbau durchzwängen. Zürich wächst und wächst, die Bevölkerungszahl nimmt ständig zu. Der ÖV (Tram) ist am Anschlag, da macht es wirklich keinen Sinn, auch noch Spuren abzubauen. Irgendwo müssen ja die vielen Bewohner, Zuzüger, Pendler und Transit-Fahrer durchkommen! Man kann nicht wachsen, den ÖV am Anschlag haben und dann auch noch Strassen reduzieren. Hätte Zürich in den 70ern die U-Bahn gebaut, sähe das alles anders aus. Aber rot-grün konzentriert sich einfach immer nur auf Schikane und Behinderung...

  • Komi Kair am 11.12.2012 23:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wann

    Kommt denn endlich die Brücke von Kilchberg nach Oerlikon und vom Tiefenbrunnen nach Altstetten :-) meinetwegen dürfen es auch Tunnels sein...