Züri-Velos

22. Januar 2018 11:45; Akt: 22.01.2018 11:47 Print

In Zürich bietet nun auch die Stadt Leihvelos an

Nach O-Bike, Smide und Limebike können in Zürich weitere Velos ausgeliehen werden. Das Projekt Züri-Velos wollte die Stadt eigentlich schon längst lancieren.

So geht Publibike mit Stadtrat Filippo Leutenegger (links). (Video: sda)
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In Zürich stehen seit über einem Monat zwei Dutzend Fahrräder der Firma Publibike. Die auberginefarbenen Velos können ausgeliehen und an einer der drei Teststationen am Beatenplatz, am Werdmühleplatz und beim Westpark im Industriequartier zurückgegeben werden. Wie Publibike-Geschäftsleiter Bruno Rohner zum «Tages-Anzeiger» sagt, fuhren bisher vor allem Mitarbeiter des Tiefbauamts damit, um Erfahrungen mit dem Betrieb der Velos und den Stationen zu sammeln.

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Ab heute Montag beginnt Publibike eine weitere Testphase. Mitarbeiter verschiedener Partnerfirmen würden mit den Velos fahren, sagt Rohner. Jedermann sei aber eingeladen, mitzumachen. Mitarbeiter von Pub­libike werden montags bis freitags von 11 bis 14 Uhr und am Samstag von 13 bis 16.30 Uhr an der Station beim Beatenplatz Auskunft geben. In diesem Frühling sollen dann an 35 Standorten 500 Fahrräder ausgeliehen werden können. Danach beabsichtigt die Postauto-Tochter, die Zahl der Velos etappenweise auf 2250 an mindestens 150 Stationen erhöhen.

Grosse Konkurrenz

Bereits 2014 hatte das Sadtzürcher Tiefbauamt ein automatisches Veloverleihsystem ausgeschrieben. 2015 erhielt Publibike den Zuschlag. Weil sich ein Mitbewerber gegen den Entscheid bis vor Bundesgericht wehrte, verzögerte sich der Start des Projekts Züri-Velo bis jetzt. Rohner ist sich bewusst, dass er inzwischen Konkurrenz von O-Bike, Smide oder Limebike hat. Durch die fixen Stationen ist laut Rohner aber klar, wo sich die Velos befinden, und es stehen immer genügend Fahrräder bereit. Zudem könne man die Fahrräder nicht nur per App, sondern auch mit dem Swiss Pass ausleihen.

Dass sich in China, wo das Veloverleihsystem schon weit verbreitet ist, die Fahrräder mit fixen Stationen nicht durchsetzen konnten, beunruhigt Rohner nicht. Es gebe eine Reihe von europäischen Städten, in denen es gut funktioniere.

Nun stehen in Zürich auch Leihvelos der Stadt

(20 Minuten)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alex am 22.01.2018 11:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    LHR

    So wie ich das hier bei uns in der Schweiz kenne wird es billiger nach London zu fliegen als 1/2h so ein Velo auszuleihen. (:

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  • Albert am 22.01.2018 12:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aufgabe

    Ist es wirklich eine aufgabe der verwaltung mit steuergeldern? Was geht in der verwaltung eigentlich vor? Jedem beamten seine wünsche erfüllen mit öffentlichen geldern?

  • Waterpolo1s am 22.01.2018 11:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    .... seid mutig ...!

    ... schon längst realisieren! Echt unnötig, denn es hat schon genug Leihvelos! Seid mutig und blast es ab!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Matthias Inauen am 23.01.2018 16:53 Report Diesen Beitrag melden

    Lieber Qualität wie bei smide

    Es muss nicht viele Velos geben, sondern ein Einzelnes - dafür am richtigen Ort. smide macht dies schön vor: smide hat wenige, dafür qualitativ hochwertige und gut gepflegte E-Bikes und damit um Faktoren weniger Velos als die Gelben, Grünen und Violetten; dank digitaler Logik aber trotzdem (meist) eines in der Nähe. Wieso der Staat (sprich die Post) mit Steuergelder und Exklusiv-Unterstützung durch die Stadt noch mehr Velos bringt, kann ich zwar nachvollziehen aber nicht gutheissen.

  • Eduard J. Belser am 23.01.2018 06:55 Report Diesen Beitrag melden

    Lieber eigenes Velo

    Die offiziellen Velos der Stadt Zürich sind sicher weitaus besser als der China-Schrott. Aber Leihvelos können nie so optimal auf den eigenen Körper und die eigenen Bedürfnisse angepasst sein, wie ein gutes bei einem kompetenten Velohändler gekauftes Velo. Ich bin seit 2002 begeisterter Liegetrikefahrer. Den Komfort und den Fahrspass den mir mein HP Gekko bietet, kann kein normales Leihvelo bieten. Ich fahre ihn auch sehr gern in grössten Städten, wie Basel und Freiburg im Breisgau.

  • Gerda Münz am 23.01.2018 06:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nervensache

    Mich nerven die herrenlosen Velos, welche nach Gebrauch überall und irgendwo herumstehen.

  • Rolf am 22.01.2018 22:19 Report Diesen Beitrag melden

    NERVIGE LEUTENEGGER-WAHL-KAMPAGNIE

    Der Leutenegger-Velo-Wahlkampf ist vorallem Steuergeld-Verschwendung und schadet mehr als er nützt. Für einen neuen Züricher-Stapi wäre es Zeit, aber so wird leider nichts.

  • sarisa am 22.01.2018 21:28 Report Diesen Beitrag melden

    Parkplätze zu Spielwiesen verwandeln

    Sobald es weniger Autos in der Stadt gibt, fahre ich auch mit dem Velo. Noch eine Idee . Vielleicht könnte man auf den Autoparkplätzen am Stadtrand Velos hinstellen. Man könnte dort das Auto abstellen und mit dem Velo in die Stadt fahren. Ich freue mich, wenn Zürich Autofrei wird, natürlich sind damit die Autos, die für die Werk-Arbeit oder Transporte gebraucht werden nicht gemeint.