Bezirksrat

05. April 2016 10:11; Akt: 20.06.2016 11:49 Print

Personalmangel wegen Zürcher Kesb

Eigentlich sollten mit der Einführung des Kinder- und Erwachsenenschutzrechts vor gut drei Jahren Stellen eingespart werden. Nun tritt das Gegenteil ein.

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Kesb-Fälle sind sehr arbeitsintensiv. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

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Die Bezirksräte von Dielsdorf, Dietikon, Hinwil, Pfäffikon, Uster und Zürich suchen neue Sekretärinnen oder Sekretäre. Laut Marcel Tanner, Vorsitzender der Zürcher Statthalterkonferenz, stecken die Kesb dahinter.

Vor der Einführung des neuen Kindes- und Erwachsenenschutzrechts habe man gedacht, dass sich mit der neuen Behörde produktiver arbeiten liesse, sagt Tanner im SRF-«Regionaljournal». Deshalb seien entsprechend Stellen gestrichen worden. Wegen der unerwartet hohen Zahl der Kesb-Fälle müssten manche Bezirkskanzleien jedoch nun bereits wieder personell aufstocken.

Stellen sind befristet

Auf zusätzliche Mitarbeiter sei man vor allem angewiesen, weil Kesb-Fälle juristisch relativ heikel und deshalb auch arbeitsintensiv seien. «Das ist der Sache auch angemessen, wenn man bedenkt, dass es etwa darum geht, ob ein Kind den Eltern weggenommen werden soll», sagt Tanner im Regionaljournal.

Wie sich die Fallzahlen in Zukunft entwickeln, sei schwierig abzuschätzen. Vorerst seien die ausgeschriebenen Stellen aber auf ein Jahr befristet. Tanner hofft, dass die Fallzahlen in dieser Zeit wieder zurückgehen: «Wir können aber nicht sicher sein, und in dieser Unsicherheit denken wir, der Situation mit befristeten Anstellungen am ehesten Rechnung zu tragen.»

(ced)

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