Erotik vor Schülern

30. November 2012 15:14; Akt: 30.11.2012 15:26 Print

Plakat wirbt vor Schule für Prostituierte

Seit Anfang Woche prangt eine pikante Werbung eines Sexportals gleich neben einer Schule - und sorgt nicht nur bei den Schülern für rege Diskussionen.

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Dieses Plakat wurde vor einer Schule aufgestellt. Es wirbt für ein Schweizer Sexportal.

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«So ein Plakat hat vor einer Schule nichts verloren», sagt Leserreporter Lukas Vetter, der gleich daneben die Sekundarschule in Brüttisellen besucht. «Schliesslich müssen dort auch Primarschüler jeden Tag vorbeilaufen, um zur Primarschule Steiacher zu gelangen.»

Das Plakat selber macht Werbung für ein Schweizer Sexportal. Auf diesem bieten zahlreiche Prostituierte ihre Dienst an.

Gemäss Vetter werde an der Schule über die Sex-Werbung heiss diskutiert. «Ich finde es einfach geschmacklos. Das kann man ja sonst irgendwo aufstellen. Normalerweise befinden sich dort ganz normale Werbeplakate.»

Verwaltung wusste von nichts

Bei der Schulverwaltung der Primar- und Sekundarschule hat man bis jetzt keine Kenntnis von der Werbung, die seit Anfang Woche neben der Schule steht. Sie hat davon erst durch 20 Minuten Online erfahren. «Wir haben der Plakategesellschaft APG|SGA nun ein E-Mail geschickt mit der Bitte, das Plakat durch ein anderes zu ersetzen. Wir hoffen, dass es bis Montag, wenn die Schüler wieder in den Unterricht müssen, überklebt ist», heisst es bei der Verwaltung.

Bei der APG|SGA spricht man von einem «unglücklichen Zufall». Der Kunde habe diesen Standort ausgewählt, der sich auf einem privaten Grundstück befindet. «Uns war bei der Planung dieser Kampagne nicht bewusst, dass sich dort eine Schule befindet», sagt Mediensprecherin Sandra Liechti. Aufgrund der Reklamation werde das Plakat spätestens bis Montagmorgen überklebt. Das Sexportal selber war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

(bat)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter.W am 30.11.2012 15:55 Report Diesen Beitrag melden

    Vor Mosche

    Es kommt noch schlimmer. Das gleiche hängt vor der noch nicht ganz fertigen Mosche in einer Zürcherischen Gemeinde. Ich selber bin Christ, aber sowas ist schlichtweg geschmacklos! Im übrigen hats 100M weiter dann ein Puff.Ev.darum diesen Standort.Trotzdem..daneben

  • TEDtheFRED am 30.11.2012 16:25 Report Diesen Beitrag melden

    Willkommen im Jahr 2012...

    ...Steinzeitmenschen. Wieder mal Theater wegen nichts. Die Schüler brauchen kein Plakat vor der Nase, um über solches zu sprechen, geschweige denn solche Seiten im Internet aufzurufen. Hier Leben einige noch sehr weit hinter dem Mond. Gewöhnt euch lieber langsam an die Gegenwart, nicht das es noch zu einem Schock kommt.

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  • Andi am 30.11.2012 16:01 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig aber wahr...

    Leider sieht man an der Mehrheit der Kommentare die absolute Naivität der Bevölkerung. Statt dieses Plakat negativ ernst zu nehmen, werden Witze gerissen. Bis wieder einer der "Kranken" vorbei kommt, sich ein Mädchen schnappt und dann als Ausrede bringt, dass der Drogenkonsum UND das Plakat ihn dermassen erregt hat, dass er keine andere Wahl mehr hatte. Also Kuschelurteil da nicht zurechnungsfähig und durch das Plakat in seinen Trieben unterstützt und bestätigt. Aber die Witzemacher hier, schreiben dann wieder von den Kuschelrichtern in der Schweiz, dabei nehmen diese jeden Fall ernst!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Martin B. am 03.12.2012 12:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frauenmarkt

    Wir werfen den Moslems vor das sie ihre Frauen unterdrücken während wir unsere Frauen verkaufen und vermarkten. Wer ist jetzt besser?

  • AC-130H "Spectre" am 01.12.2012 14:55 Report Diesen Beitrag melden

    Kleiner aber wichtiger Unterschied

    Das Plakat sorgt bei den Schülern nicht für rege Diskussionen, sondern eher für diskurse Erregungen :P

  • Anonym am 01.12.2012 12:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schande

    Ich finde eine Werbung für Prostitution hat allgemein nichts in der Öffentlichkeit verloren. Kinder werden dieses Frauen diskriminierende Plakat auch sonst wo sehen können und dann ein voll kommen verstörtes Bild von Frauen haben. Es ist unglaublich wie weit die Menschheit gesunken ist.

  • Student am 01.12.2012 12:47 Report Diesen Beitrag melden

    Geniales Marketing

    Mal ganz abgesehen von der ethischen Frage - die Marketingstrategie dahinter ist genial. Man platziere eine heikle Werbung neben einem noch heikleren Standort und schon wird der Werbeeffekt exponentiell wachsen.

  • LKW-Fahrer am 01.12.2012 08:40 Report Diesen Beitrag melden

    tja....

    ob dass Plakat jetzt überklebt wird oder nicht, seine Wirkung hatte es :-) jeder spricht darüber und Medien berichten ... also voller Erfolg