Stadt Zürich

11. Juli 2018 15:07; Akt: 12.07.2018 07:55 Print

Polizei fischt Ring aus Fluss für SRF-Moderatorin

Moderatorin Luzia Tschirky hatte am Dienstag ihren Ring in der Limmat verloren. Bereits am nächsten Morgen tauchte der Ring dank der Polizei wieder auf.

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«Unfassbar – ein Erlebnis, das ich mir nur in der Schweiz vorstellen kann», schreibt die SRF-Moderatorin Luzia Tschirky am Mittwochvormittag auf Twitter. Bis am Montag war sie für SRF in Russland unterwegs. Zurück in der Stadt Zürich wollte sie am späten Dienstagabend ein Bad in der Limmat nehmen: «Und verliere kaum in der Limmat meinen Ring. Ein Geschenk.»

Die Folge war eine stündige Fragerei nach Taschenlampen und wasserdichten Smartphones an der Uferpromenade, erzählt Tschirky auf Twitter. Jedoch ohne Erfolg. Ein junger Mann am Ufersteig habe ihr dann erzählt, dass eine Bekannte von ihm die Wasserschutzpolizei angerufen hätte wegen eines verlorenen Schmuckstückes.

Polizei-Taucher benötigte keine 15 Minuten

«Die Wasserschutzpolizei nimmt das Telefon sehr freundlich entgegen. Ich solle mir keine Sorgen machen. Es würden mehrmals pro Woche Leute anrufen, die Schmuck beim Schwimmen verloren hätten. Mein schlechtes Gewissen wächst trotzdem», schreibt Tschirky weiter. Sie habe ihren Augen nicht getraut, als das Boot der Wasserschutzpolizei dann am Mittwochmorgen auf der Limmat aufgekreuzt ist. «Eine kurze Beschreibung, wo ich den Ring vermute, und ein Anlegen am Ufer später taucht der eine Polizist im Tauchanzug in die Limmat», so die SRF-Moderatorin auf Twitter.

Keine 15 Minuten später sei der Taucher mit dem Ring wieder aufgetaucht. Tschirky ist begeistert: «Was für ein Luxus und ein Glück, in einem solchen Land geboren worden zu sein. Und was für ein Glück, ist der Ring nicht für immer abgetaucht.»

Taucher-Einsatz kostete 120 Franken

Bei der Stadtpolizei Zürich bestätigt man den Einsatz auf Anfrage. Die Ring-Rettung war aber nicht kostenlos: «Im Prinzip kann man sich immer bei uns melden, wenn etwas in den See oder in die Limmat gefallen ist. Ein solcher Einsatz wird aber immer mit 120 Franken verrechnet – egal, ob der Gegenstand gefunden werden konnte oder nicht», sagt Stadtpolizei-Sprecher Marc Surber.

Die Wasserschutzpolizei helfe aber grundsätzlich in jedem Fall. «Es kann aber sein, dass die Taucher gerade noch einen anderen Einsatz haben oder es nicht verhältnismässig wäre, sofort einen Tauchgang durchzuführen», so Surber. Zudem müssten die Personen im Grundsatz auch vor Ort sein, um die Taucher genau einweisen zu können.

(20M)