17. Mai 2007 23:13; Akt: 17.05.2007 23:15 Print

Protest-T-Shirts gegen Zürichs Polizeichefin

Der Christopher Street Day wird in diesem Jahr zur Protestveranstaltung gegen Zürichs Polizeivorsteherin Esther Maurer.

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Den Christopher Street Day (CSD) begehen die Teilnehmer normalerweise in bunter Kleidung in allen Farben des Regenbogens. Nicht so in diesem Jahr: Die Besucher des CSD vom 2. Juni in Zürich werden aufgerufen, in schwarzer Kleidung im Umzug durch die Stadt zu laufen. Dazu hat eine Arbeitsgruppe von schwulen Männern ein T-Shirt kreiert: Es zeigt einen Sarg, in dem symbolisch das Zürcher Nachtleben zu Grabe getragen wird – und zwar vom «Bestattungsunternehmen Esther Maurer». Ein echter Sarg soll auch im Umzug mitgetragen werden. Damit will die Gay-Community ihre Wut über Razzien in Schwulenclubs und die neuen strengen polizeilichen Richtlinien für Darkrooms ausdrücken. Gleichzeitig sind Polizisten am CSD aber willkommen: Gesucht werden schwule und lesbische Polizeibeamte, die in ihrer Uniform im Umzug mitmarschieren.

Die T-Shirt-Protestaktion wird von den Homosexuellen Arbeitsgruppen Zürich und der Organisation Pink Cross unterstützt. Pink-Cross-Geschäftsleiter Moël Volken: «Es ist wichtig, dass alle Betroffenen auf die Strasse gehen.» So könne man die Stadtpolizei vielleicht dazu bewegen, künftig besonnener vorzugehen.

Marco Lüssi