Zürcher Goldküste

09. November 2017 12:10; Akt: 09.11.2017 12:10 Print

Schizophrener schoss 130 Mal

Ein Mann hatte im Sommer 2016 an der Zürcher Goldküste 130 Schüsse in einen Garten und aufs Bahnbord abgegeben. Nun musste er sich vor Gericht verantworten.

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Vor dem Bezirksgericht Meilen musste sich am Mittwoch ein 33-jähriger Mann verantworten, der im August 2016 rund 130 Schüsse auf Bäume im Garten seiner Eltern sowie auf das Bahnbord der S-Bahnstrecke abgefeuert hatte. Heute könne er sich die Schiessübung nicht erklären – es sei ein spontaner Entscheid gewesen, wie die «Zürichsee-Zeitung» schreibt.

Der Auslöser war laut dem 33-Jährigen seine psychische Erkrankung. Wie sich in einem späteren Gutachten herausstellte, erlitt er einen psychotischen Schub, der die Schiesserei erklären könnte. Laut der Gutachterin leidet der Mann an einer paranoiden Schizophrenie.

Am Mittwoch wurde noch kein Urteil gefällt. Grundsätzlich sei der Mann wegen seiner Erkrankung schuldunfähig. Die Richterin entschied sich für eine ambulante Behandlung. Zudem muss der zuständige Psychiater noch Stellung nehmen. Der Beschuldigte wird das Urteil schriftlich erhalten.

Übernommen von der «Zürichsee-Zeitung», bearbeitet von 20 Minuten.

(20 Minuten)