Bier-Rappen

14. November 2013 22:32; Akt: 15.11.2013 13:15 Print

Schlatter spricht Geld für «Sauberes Schnäbi»

Ein Langlaufrennen durchs Dörfli und Geld für die Kampagne «Sauberes Schnäbi» – das sind erste Projekte, die von der Bier-Aktion «Männer trinken für Männer» profitieren.

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Komiker Beat Schlatter erfüllt die ersten Männer-Wünsche. (Bild: Andreas Meier)

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Von jedem verkauften Hürlimann-Bier geht seit Oktober 2012 ein Rappen in den Fonds «Männer trinken für Männer». Bislang sind rund 97'000 Franken zusammengekommen. Dieses Geld wird für Männerwünsche eingesetzt. Aus den eingereichten Projekten hat der Verwaltungsrat an der Generalversammlung am Donnerstagabend nun deren vier ausgewählt. Diese erhalten insgesamt 25'000 Franken aus dem Fonds. «Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen», sagt VR-Präsident Beat Schlatter, bekannt als Schauspieler und Komiker.

Geld gibts für ein Männer-Langlaufrennen mitten durch das Zürcher Niederdorf. Hierfür werden die Initianten Anfang 2014 einen weissen, synthetischen Teppich verlegen und darauf eine Loipe installieren. «Quasi als Ersatz für Männer, die sich keine Winterferien leisten können», so Schlatter. Finanziell unterstützt wird ferner die Aufklärungskampagne «Sauberes Schnäbi». Die Plakate auf Restaurant-WCs raten Männern, ihre Hände aus Hygienegründen auch vor dem Pinkeln zu waschen. Schlatter: «Die Franzosen machen das schon lange.»

14 Tage Ferien in Rimini

Unter die Arme greift der Fonds auch einem Mann, der in einer finanziellen Notlage ist. Ausgewählt wurde dieser vom Mannebüro. «Wir geben ihm aber nicht einfach plump Geld, sondern ermöglichen ihm 14 Tage Ferien in Rimini», sagt Schlatter. «Falls er schlechte Erinnerungen an diesen Badeort hat, kann er selbstverständlich eine andere Destination wählen.» Schliesslich erhält auch ein Dada-Theaterstück einen finanziellen Beitrag. Schlatter: «Für dieses erhalten Männer am Vatertag 2014 dann erst noch einen Gratis-Eintritt.»

Insgesamt waren bei Hürlimann Bier laut Schlatter zwölf «ernst zu nehmende» Projekte eingegangen. Darüber hinaus aber auch viel Unbrauchbares. «Viele Männer wollten einfach Geld für ihre Party – das ist langweilig.» Auch keine Chance hatte die Idee, dass Männer nächsten Sommer während der WM-Spiele der Schweizer Nati ihre Frauen im Hürlimann-Thermalbad abgeben könnten. «Das war nicht umsetzbar, da die Spiele nachts stattfinden und das Bad dann geschlossen ist.»

Neue Projekte einreichen

Auch in Zukunft erfüllt Schlatter Männerwünsche: Ab sofort können wieder Projekte eingereicht werden. Wer den Zuschlag erhält, entscheidet sich an der nächsten Generalversammlung der Hürlimann Bier im Dezember 2014. Schlatter: «Bei dringenden Vorschlägen werden wir aber bereits unter dem Jahr Geld sprechen.»

(rom)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Daddy-o am 15.11.2013 02:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade!

    Die Auswahl der Unterstützten gibt den Eindruck, als ob es neben einem schmutzigen Schnäbi keine echten Männerprobleme gäbe...das finde ich in der heutigen Zeit, in der Männer in der Schweizer Gesellschaft mehr als je benachteiligt sind sehr bedenklich. Z.B., wieviele geschiedene Männer, die in unserer Gesellschaft als ruhige und leidende finanziell ruinierte "second-hand-Männer" ohne Zugang zu den eigenen nahe wohnenden Kindern weiterleben, hätten auch nur einen kleinen Teil dieser finanziellen Unterstützung dringend gebrauchen können um z.B. Anwälte zu bezahlen?! DAS sind Männerprobleme!

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  • P. Meyer am 15.11.2013 22:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlatter

    Herr Schlatter wird nur noch peinlich. Früher mochte ich ihn heute bin ich froh wenn ich ihn nicht mehr sehen muss. Für solchen Schwachsinn gebe ich kein Geld aus und trinke ein anderes Bier.

  • Kira am 15.11.2013 09:45 Report Diesen Beitrag melden

    Kulturprozent?

    Endlich jemand, der dem heutigen Kulturprozent den Spiegel vorhält.

Die neusten Leser-Kommentare

  • P. Meyer am 15.11.2013 22:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlatter

    Herr Schlatter wird nur noch peinlich. Früher mochte ich ihn heute bin ich froh wenn ich ihn nicht mehr sehen muss. Für solchen Schwachsinn gebe ich kein Geld aus und trinke ein anderes Bier.

  • Andreas S. am 15.11.2013 12:05 Report Diesen Beitrag melden

    Typisch Schweiz

    Wieder einmal typisch. Es wird etwas Gutes von jemandem gemacht und unterstützt, und alle motzen.... Unglaublich....

  • Jeromy am 15.11.2013 10:41 Report Diesen Beitrag melden

    Bisschen ne Ausrede

    Warum sollte es ein Problem für "Hürlimann" sein, die "Hürlimann"-Thermalbadi auch einmal in der Nacht zu öffnen? Schliesslich ist es ihre Badi und die paar Franken Nachtzulage hätte man aus dem Fonds bestimmt fianziert bekommen :) Irgendwie schade hat er nicht einfach gesagt: "Das hat uns nicht gefallen, punkt."

  • Kira am 15.11.2013 09:45 Report Diesen Beitrag melden

    Kulturprozent?

    Endlich jemand, der dem heutigen Kulturprozent den Spiegel vorhält.

  • Pierre Muller am 15.11.2013 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    Geschäft

    Hauptsache Schlatter bleibt im Geschäft und da scheint für ihn jedes Mittel recht.