Mitarbeiter attackiert

30. April 2018 13:34; Akt: 30.04.2018 15:05 Print

VBZ plant keine weiteren Sicherheitsmassnahmen

Ein Mann hat im Kreis 12 am Sonntagabend einen VBZ-Kontrolleur im 11er-Tram angegriffen und verletzt. Erst kürzlich gab es einen ähnlichen Übergriff.

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Am Sonntagabend nach 20 Uhr führten Kontrolleure der VBZ in einem Tram der Linie 11 eine Billettkontrolle durch. Als ein Fahrgast kein Billett vorweisen konnte, stiegen sie mit diesem an der Endstation Auzelg aus, um weitere Abklärungen vorzunehmen, heisst es in einer Mitteilung der Stadtpolizei Zürich.

Dabei schlug der unbekannte Mann laut der Stadtpolizei unvermittelt einem der VBZ-Mitarbeiter gegen den Kopf und flüchtete in Richtung Auzelg-Quartier. Durch den Schlag fiel der 40-jährige Billettkontrolleur rückwärts auf den Asphalt und zog sich mittelschwere Kopfverletzungen zu. Mit der Sanität von Schutz & Rettung Zürich musste er zur stationären Behandlung ins Spital gebracht werden.

Jugendliche attackierten Busfahrer

Der unbekannte Täter wird wie folgt beschrieben: ca. 20 bis 25 Jahre alt, ca. 175 cm gross, athletische Statur, braune Hautfarbe, trug eine dunkle Baseballmütze, blaue Trainerhosen mit weissen Streifen, eine blau/schwarze Regenjacke mit Kapuze, weisse Turnschuhe, sprach Schweizerdeutsch und hatte einen Sportsack im Militärlook (Camouflage) dabei. Die Polizei sucht Zeugen.

Angriffe auf VBZ-Mitarbeiter gibt es immer wieder. Zuletzt attackierten Jugendliche einen Busfahrer am 19. April im Kreis 12. Er musste ins Spital gebracht werden. Die Jugendlichen wurden verhaftet.

VBZ plant keine Sicherheitsmassnahmen

Bei den Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ) stellt man trotzdem keine Häufung der Angriffe fest, so Sprecher Andreas Uhl. Es gebe immer mal wieder Wellen, wo eine Zunahme stattfindet, «aber das ist kein Dauerzustand, sondern eher ein Ausnahmefall.» Deshalb seien auch keine weiteren Sicherheitsmassnahmen geplant.

Zudem sei die Polizei bei der Fahndung nach den Tätern erfolgreich: «Wir stellen ihnen das Videomaterial – wenn solches vorhanden ist – zur Verfügung.» Ausserdem hätte man gut ausgebildetes Sicherheitspersonal, welches die VBZ-Kontrolleure zu bestimmten Einsätzen begleitet.

Das Personal könne aber nicht immer begleitet werden, sei aber auch nie alleine unterwegs, so Uhl. «Beim Vorfall am Sonntag kam leider noch Pech ins Spiel, indem der Sturz zu mittelschweren Kopfverletzungen führte.»

(som/mon)