Uni Zürich

01. Februar 2018 09:30; Akt: 01.02.2018 09:40 Print

Gymi-Schüler dürfen neu Uni-Vorlesungen besuchen

von T. Mathis - Begabte Mittelschüler dürfen ab Herbst Vorlesungen an der Uni Zürich besuchen. Die Kreditpunkte können sie sich an ein späteres Studium anrechnen lassen.

Rektor Michael Hengartner sagt, wie die Schüler vom Programm profitieren können (Video: Thomas Mathis).
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Für begabte Gymi-Schüler gibt es zahlreiche Förderangebote. Die Palette wird nun um ein weiteres Angebot ergänzt. Ab dem Herbstsemester können Gymnasiasten testweise eine Vorlesung pro Semester an der Uni Zürich besuchen. Rektor Michael Hengartner hat das Projekt an einem Medientreffen am Mittwoch vorgestellt. Was zum Beispiel an der Uni Basel seit mehreren Jahren erfolgreich umgesetzt wird, soll nun also auch in Zürich möglich sein.

Das Angebot richtet sich an überdurchschnittliche Zürcher Schüler, die an der Forschung interessiert sind und in den letzten beiden Jahren der Mittelschule stehen. Die Schüler dürfen maximal einen halben Tag pro Woche fehlen und müssen den verpassten Schulstoff aufarbeiten. Zur Auswahl stehen verschiedene Einführungsvorlesungen, von Molekularbiologie über Theologie bis Medienpolitik.

«Schüler können Uni-Luft schnuppern»

Hengartner sieht mehrere Vorteile in diesem Projekt: «Wir sehen das Angebot als Ergänzung zu anderen Förderprogrammen für Begabte. Die Schülerinnen und Schüler können nicht nur ihr Wissen vertiefen, sondern auch Uni-Luft schnuppern. Das kann bei der Wahl der Fachrichtung helfen.» Wer als Gymnasiast an den Prüfungen teilnimmt und so Kreditpunkte sammelt, kann sich diese anrechnen lassen, wenn er sich später an der Uni Zürich einschreibt.

Schüler dürfen neu Vorlesungen besuchen

In der zweijährigen Testphase können nur Schüler aus dem Kanton Zürich teilnehmen. «Wir können uns aber vorstellen, das Projekt danach auf Nachbarkantone auszuweiten», so Hengartner. Er rechnet mit rund 70 Schülern, bis maximal drei Personen pro Gymnasium. Vorerst gehe es darum, Erfahrungen zu sammeln. Ebenso sollen die Kosten für das Programm gering gehalten werden. Hengartner: «Es gibt keine Sonderbetreuung der Schüler, und die Selektion wird von den Mittelschulen vorgenommen.»

«Für die Schüler ist es eine Herausforderung»

Die Kantonsschulen zeigen sich offen für die Idee. Sie waren es auch, die die Uni Zürich durch Anfragen dazu bewegen konnten, das Projekt zu lancieren. «Es ist eine Ergänzung zu den Möglichkeiten, die wir haben, um Begabte zu fördern», sagt etwa Rektor Roland Lüthi von der Kantonsschule Zürcher Unterland. Für die wenigen Schüler, die am Programm teilnehmen können, werde es aber eine Herausforderung sein, die zusätzliche Energie für das Programm freizusetzen und den verpassten Stoff nachzuholen.

Paul Zübli, Rektor der Kantonsschule Wettingen im Aargau, sagt, dass es bisher keine Nachfrage für das gleichwertige Programm in Basel gebe. Das liege möglicherweise am weiten Anfahrtsweg. Zudem würden die Schüler das vielfältige Angebot der Kantonsschulen mit Freifächern nutzen. «Sollte sich dennoch einmal jemand für einen vorzeitigen Besuch der Uni interessieren, wären wir dafür offen», so Zübli.

Bist Du Gymi-Schüler und hast Du Interesse an diesem Programm. Dann melde Dich per Mail mit dem Betreff GYMISCHUELER bei uns unter feedback@20minuten.ch

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • John am 01.02.2018 10:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Student

    Sory auch bei uns gibt es halt nicht so Menschlich Inteligente Menschen.

  • Friederike am 01.02.2018 10:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Uni

    Man kann es auch übertreiben, das ist für mich Akademikerqualzucht! Bei Hund und Katze ist das verboten!

  • Hugop am 01.02.2018 09:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie bitte?

    Hoffentlich wird das Niveau der Unis dann nicht noch tiefer.

Die neusten Leser-Kommentare

  • andymensch am 01.02.2018 12:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schnuppern

    triffts wirklich am Besten. Die ECTS Punkte der Vorlesung lassen sich auch nur an dieser gleichen Uni anrechnen, an keiner weiteren in der Schweiz. Als man mir das "Schülerstudium" in Basel vor ein paar Jahren anbot, lehnte ich daher ab, weil ich wusste, dass ich nicht dort studieren würde. Workload ohne Punkte...ist doch schade, wenndoch innovativ!

  • Friederike am 01.02.2018 10:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Uni

    Man kann es auch übertreiben, das ist für mich Akademikerqualzucht! Bei Hund und Katze ist das verboten!

  • LinLin am 01.02.2018 10:26 Report Diesen Beitrag melden

    Gleichheit?

    Jaja, hauptsache man fördert nur die besseren. Dieses Denken unserer Gesellschaft ist völlig falsch. Jeder hat das Zeug zu etwas. Es braucht nur die richtige Unterstützung und vielen bleibt diese verwehrt. Schade...

  • Anna am 01.02.2018 10:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na toll

    Mich als Studentin wird es unglaublich stören...

  • John am 01.02.2018 10:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Student

    Sory auch bei uns gibt es halt nicht so Menschlich Inteligente Menschen.