Laute Partys

03. August 2017 10:16; Akt: 03.08.2017 17:32 Print

Security muss für Ruhe in Jugendsiedlung sorgen

In einer Siedlung im Zürcher Kreis 4 feiern junge Bewohner zu viel und zu laut. Jetzt muss der Verein Jugendwohnnetz Security-Personal einsetzen.

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Die 200 jungen Bewohner bei der Seebahnkolonie sorgen derzeit mit ihren Partys für Lärmklagen. (Bild: som)

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200 junge Erwachsene wohnen derzeit in einer Siedlung bei der Seebahnkolonie im Zürcher Kreis 4. Der Verein Jugendwohnnetz (Juwo) hat dort Liegenschaften der Baugenossenschaft des eidgenössischen Personals zur Zwischennutzung erhalten. Wie es sich für die jungen Bewohner gehört, wird dort auch regelmässig gefeiert. Aber: zu viel und zu laut.

Wie der «Tages-Anzeiger» schreibt, muss die Juwo aufgrund von Lärmklagen nun einschreiten: «Wir haben die Mieterinnen und Mieter Ende Juli schriftlich darüber informiert, dass wir voraussichtlich ab Mitte August während gewisser Zeitfenster Security-Leute einsetzen werden», sagt Juwo-Geschäftsführer Patrik Suter. Sobald sich die Lage wieder beruhigt habe, ende auch der Security-Einsatz. «Wir sind darauf bedacht, diese Massnahme nicht zu lange hinzuziehen, weil wir die Kosten dafür allenfalls auf die Mieten überwälzen müssen.»

Fehlbaren Mietern könnte Kündigung drohen

Zuerst habe man das Gespräch mit den Mietern gesucht, dann habe man eine schriftliche Mahnung verschickt – ohne Erfolg. Sollte auch der Security-Einsatz nicht zu einer Besserung der Lage führen, droht den fehlbaren Mietern gar die Kündigung. «Meist sehen die Bewohner allerdings ein, dass sie ihr Verhalten ändern müssen. Ihnen ist klar, dass es eine grosse Chance ist, mitten in Zürich zu solch günstigen Mietkonditionen zu wohnen.»

Die Bewohner leben zur Kostenmiete in den 3-Zimmer-Wohnungen der Siedlung und zahlen zwischen 900 und 1000 Franken monatlich. Damit wirklich nur jene mit kleinem Geldbeutel in den Genuss der niedrigen Mietzinse kommen, dürfen die Bewohner monatlich nicht mehr als 2500 Franken verdienen und müssen zwischen 16 und 28 Jahren alt sein.

Übernommen vom «Tages-Anzeiger», bearbeitet von 20 Minuten.

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