Hardturm-Projekt

26. Juni 2018 05:48; Akt: 26.06.2018 05:48 Print

Kommt das neue Fussball-Stadion ins Limmattal?

von T. Mathis - Der Rangierbahnhof Limmattal eigne sich für ein Fussballstadion, sagt CVP-Nationalrat Philipp Kutter. Bei den Fanclubs kommt die Idee gut an.

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Keine hohen Türme, mehr günstige Wohnungen: Das Projekt für ein neues Hardturm-Stadion geriet im Mai 2018 unter politischen Druck. Das hat zwei CVP-Politiker auf den Plan gerufen.

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«Über den Schwenker der SP im Gemeinderat haben wir uns sehr geärgert», sagt Nationalrat Philipp Kutter (CVP). Er sei überzeugt, dass die SP an ihrer Basis vorbeipolitisiert. Mit seinem Parteikollegen Josef Wiederkehr fordert er in einem Postulat deshalb, dass der Zürcher Regierungsrat nach Standorten sucht, die ausserhalb der Stadt liegen, aber für ein Fussballstadion geeignet sind.

Option Rangierbahnhof Limmattal

In der Stadt Zürich seien die Ansprüche so hoch, dass es kaum möglich erscheine, ein neues Stadion zu bauen. «Damit wir nicht vor einem Scherbenhaufen stehen, wenn das jetzige und das vermutlich vorläufig letzte Projekt scheitert, wollen wir frühzeitig Alternativen vorschlagen», so Kutter.

Eine Option sehen die beiden CVP-Kantonsräte beim schlecht ausgelasteten Rangierbahnhof Limmattal. Die betroffenen Gemeinden würden dort schon länger für eine Umnutzung kämpfen. Zudem sei das Limmattal mit der Autobahn, der Limmattalbahn und der geplanten S-Bahn-Haltestelle Silbern gut erschlossen. Kutter: «Eine Prüfung ist es alleweil wert, denn Zürich hat einen Hexenkessel verdient.»

SP findet, Clubs sollen entscheiden

Die SP Stadt Zürich gibt sich zurückhaltend. «Warten wir ab, wie das aktuelle Hardturm-Projekt vorwärtskommt», sagt Co-Präsidentin Gabriela Rothenfluh. Sie findet, dass die Clubs in dieser Frage entscheiden sollen, weil diese bisher gewünscht hätten, in der Stadt spielen zu können.

Der Zeitpunkt für diesen Vorschlag liege auf der Hand: «Alternativen werden immer dann vorgeschlagen, wenn ein Projekt zu scheitern droht.» Fraglich sei aber die Umsetzbarkeit: «Die Frage ist, ob die betroffenen Gemeinden ein solches Projekt unterstützen und sicherheitstechnisch stemmen können», so Rothenfluh.

Clubs wollen Volksabstimmung abwarten

Abwarten will man auch bei den Fussballclubs. «Im Moment ist ein Fussball-Stadion in Dietikon kein Thema», sagt Hans Klaus, der in Bezug auf das Hardturm-Projekt die Kommunikation für die beiden Clubs übernimmt. Wichtig sei vorerst, dass der Gemeinderat den Weg für eine Volksabstimmung freimache. «Alles andere wäre störend», so Klaus. Scheitert das Projekt dann, brauche es Alternativen – dazu zähle auch dieser Vorschlag.

Bei der Stadt Dietikon dagegen stösst der Vorschlag auf Interesse. «Wie jeder kreative Ansatz müsste die Idee grundsätzlich einer näheren Prüfung unterzogen werden», sagt Stadtpräsident Roger Bachmann. Vor- und Nachteile eines solchen Grossprojekts müssten allerdings abgewogen werden. Zudem sollte die Meinung der Bevölkerung abgeholt werden.

«Limmattal wäre mir lieber als Hardturm»

Die Fanclubs finden den Vorschlag ebenfalls gut. «Wenn ich wählen könnte, würde ich ein Stadion in Dietikon bevorzugen», sagt Markus Imbach, Präsident des FCZ-Fanclubs Letzi. Der Rangierbahnhof sei im Gegensatz zum Hardturm ein neutrales Gelände, das weder von GC noch vom FCZ vorbelastet ist.

«Emotional wäre es mir lieber, wenn der FCZ nicht auf GC-Grund spielen müsste», so Imbach. Als Fan unterstütze er den FCZ aber dort, wo dieser spielt. Ähnlich tönt es beim GC-Fanclub March: «Selbstverständlich kann ich mir vorstellen, dass wir die Grasshoppers in Dietikon anfeuern», sagt Präsident Dany Zbinden. Wichtig sei, dass es ein neues Stadion gibt – «wo ist nicht relevant.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • A.Estermann am 26.06.2018 06:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Harfturm!

    Wow... ein paar Höngger bangen um ihre Alpensicht und schau was alles in Bewegung gesetz wird. Man könnte meinen eine freie Alpensicht sei das wichtigste Menschenrecht. Das Stadion inkl Hochhäuser gehört auf den Hardturn wie bereits beschlossen und freigegeben. Das letzte Wort hst das Volk und die Regeln werden nicht während dem Spiel geändert.

    einklappen einklappen
  • Mani Motz am 26.06.2018 05:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke SP

    Und wieder alles auf Anfang? Das kann ja nun wirklich nicht sein...

  • Morti Van Torti am 26.06.2018 06:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ojeoje

    Traurige Sache für die sogenannte Weltstadt Zürich.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bahnfan am 26.06.2018 18:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Güter

    Was hat der CVP Herr für eine Idee für den Güterverkehr der über den RBL führt? LKWs? Das genaue Gegenteil, als das was man erreichen möchte.

  • Nationless am 26.06.2018 16:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Besser in Schlieren

    Und was käme denn dann auf dem Hardturm? Irgendwelche Grünräume für irgendwelche Träumer? Ghats no? Da war schon ein Stadion, also sollte dieser Platz nur der städtischen Verdichtung für noch mehr Hochhäuser, Terrassenhäuser, höheren Blockränder oder den ungeliebten Kongresszentrum offen stehen. Einen besseren Standort wäre aber zwischen Altstetten und Schlieren neben dem ZSC Stadion was man mit einer S-Bahnstation optimaler erschliessen könnte. Über dem Rangierfeld käme der Bau einiges Teurer und auch die Erschliessung ist Fragwürdig

  • Fred von Dietikon am 26.06.2018 12:59 Report Diesen Beitrag melden

    Einsprachen

    FCZ und YB Chaoten sind im Limmattal unerwünscht .Ich denke es wird viele Einsprachen geben fpr den Stadion Bau.

  • Lukas am 26.06.2018 12:55 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Stadion mehr

    Bitte gar kein Stadion mehr in ZH. Keine Schägereien mehr.

  • Pierre am 26.06.2018 12:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Billige Lösung kostet zu wenig

    Aufhören mit dem Hardturm! Die Allmend Wiedikon wäre parat: Einkaufszentren, Parkplätze, Tram, Bus, Bahn, Autobahnanschluss, eine Saalsporthalle und Trainingsplätze bereits vorhanden. Schlafen die Stadtroten und -grünen?