Zürich

20. Dezember 2010 23:08; Akt: 20.12.2010 23:22 Print

Stadt zahlte Event mit Islamisten

von Désirée Pomper - Am Treffen der muslimischen Jugend Schweiz in Dietikon sind auch radikalislamische Referenten aufgetreten. Finanziell unterstützt wurde der Anlass von der Stadt Zürich.

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Zweifelhafte Berühmtheit: Referent Youssef Ibram. (Bild: keystone)

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Rund 700 Besucher haben am Wochenende am Treffen des muslimischen Jugendvereins Ummah in Dietikon ZH teilgenommen. Die Organisatoren bedankten sich auf ihrer Website bei den «hervorragenden» Referenten für das Gelingen des Anlasses. Unter den acht Referenten befanden sich allerdings auch zwei höchst umstrittene Redner. Der Berliner Imam Ferid Heider etwa ist bei den deutschen Behörden als «radikalislamischer Salafist» bekannt. Laut dem Berliner Verfassungsschutz predigt er in einer islamischen Einrichtung, die als Treffpunkt der radikalislamischen Hamas dient. Zurzeit steht Heider beim nordrhein-westfälischen Verfassungsschutz unter Beobachtung. Grund dafür ist ein umstrittenes Islam-Seminar, das er gemeinsam mit dem Konvertiten Pierre Vogel über Weihnachten in Berlin abhalten wird. Referent Youssef Ibram derweil erlangte zweifelhafte Berühmtheit, als er in einem Interview erklärte: «Ich kann nicht gegen die Steinigung sein, denn diese Strafe ist Teil des islamischen Rechts.» Daraufhin verliess er vor sechs Jahren unter Druck die arabische Zayed-Moschee in Zürich.

Wie 20-Minuten-Recherchen zeigen, hat die Integrationsförderung der Stadt Zürich, die der Stadtpräsidentin Corine Mauch unterstellt ist, den Ummah-Day mit 2000 Franken finanziell unterstützt. Bedenken, dass neben Islamwissenschaftler Tariq Ramadan und Nationalrat Daniel Vischer (Grüne) auch radikalislamische Referenten aufgetreten sind, hat man keine: «Wenn sich eine engagierte Trägerschaft auch mit den wertkonservativen Strömungen des Islams auseinandersetzt, ist dies aus integrationspolitischer Sicht kein Problem», sagt Christof Meier, Leiter der Integrationsförderung Zürich. Es sei allenfalls zu diskutieren, «in welchen Zusammenhängen es dazu zweckmässig ist, einzelnen Exponenten eine Plattform zu bieten».

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • E.Chaib. am 23.12.2010 01:06 Report Diesen Beitrag melden

    Mutmassungen

    Traurig dass solcher Hass und soviele Vorurteile dominieren... die wenigsten haben den Anlass besucht und stellen dementsprechend nur mutmassungen an... sowie auch 20min... Ich war dort als nicht Moslem, ich wurde weder misshandert noch gezwungen zu konvertieren, ich habe keine Hasspredigen gehört und auch keine beleidigenden Aussagen gegenüber andersgläubigen-sondern einen Schritt in die richtige Richtung gesehen.. schaade dass das nicht gewürdigt wird.

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  • mt wallisellen am 20.12.2010 23:29 Report Diesen Beitrag melden

    muss das sein !!!!!

    als hätte Zürich nicht schon genug Geldprobleme, und da werden solche Veranstaltungen gesponsert. und wer ist der nächste ?

  • Unterstützung und Unterstützung am 21.12.2010 07:13 Report Diesen Beitrag melden

    Alles anders als es scheint

    Interessante Sache. Und wenn ein christliches Kleiderlabel die Abschlussfeier einer Gymer-Klasse in Biel finanziell unterstützen will, dann geht das auf keinen Fall - extrem herausfordernd solche Vorfälle.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sandro_strommerheim am 25.12.2010 15:17 Report Diesen Beitrag melden

    "tolerante" Veranstaltung???

    Ferid Heider und Youssef Ibram sind genug "berühmt"!!! Googelt diese zwei Namen, dann seht ihr, wie "friedlich", "tolerant" und "offen" diese zwei Salafisten (Wikipedia gucken!) sind..! Von wegen "Integrations-Veranstaltung"... da weiss man nicht, ob lachen oder weinen... Was sagt da grüner Daniel Vischer???

  • E.Chaib. am 23.12.2010 01:06 Report Diesen Beitrag melden

    Mutmassungen

    Traurig dass solcher Hass und soviele Vorurteile dominieren... die wenigsten haben den Anlass besucht und stellen dementsprechend nur mutmassungen an... sowie auch 20min... Ich war dort als nicht Moslem, ich wurde weder misshandert noch gezwungen zu konvertieren, ich habe keine Hasspredigen gehört und auch keine beleidigenden Aussagen gegenüber andersgläubigen-sondern einen Schritt in die richtige Richtung gesehen.. schaade dass das nicht gewürdigt wird.

    • Xerios am 24.12.2010 01:02 Report Diesen Beitrag melden

      Biedermänner und Brandstifter

      Richtig, totalitäre Ideologien entschärft man am besten, indem man ihre Proponenten aufwertet, ihnen eine öffentliche Plattform bietet und ihre Veranstaltungen mitfinanziert. Schade, dass man das nicht schon vor dem Kommunismus und Faschismus wusste ...

    • M. Baumann am 03.01.2011 08:03 Report Diesen Beitrag melden

      Hass von welcher Seite?

      Hass? Es ist die Realität die man mit offennen Augen sehen muss Das Wahre gesicht des Islam haben sie am 1. Januar gesehen. Bomben auf eine Kirche in Alexadria! Aber das steht ja alles im Koran: "9:29 Versucht die Juden, Christen und die Ungläubigen zu töten oder unterjocht sie unter den Islam bis sie un totaler Unterwerfung Blutgeld bezahlen" Ausserdem steht da dass die Muslime die Ungläubigen anlügen sollen um sie zu täuschen. und: "Nehmt die Christen und Juden nicht zu deinen Freunden". Soll das die Freundschaft und das vertrauen fördern?

    • Diana am 07.03.2011 11:38 Report Diesen Beitrag melden

      Vorurteile

      Lieber M. Baumann Bitte rezitieren Sie nicht den Heiligen Kor'an mit den falschen Worten. Ihrem Kommentar nach zu urteilen haben Sie die Heilige Schrift noch nie selber in den Händen gehalten. Anstatt Ihre Zeit in unangebrachte Kommentare zu stecken sollten Sie lieber bessere Recherchen betreiben. Vorurteile entstehen nur durch Unwissenheit und Ignoranz. Allah weiss es am besten.

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  • Giovanni1990 am 22.12.2010 23:38 Report Diesen Beitrag melden

    Verharmlosung des Islamismus!

    Dass gewisse Referenten islamistisches, salafistisches Gedankengut haben und dies regelmässig bekunden, ist bekannt aus verschienden Medien: und Also: Bitte kommt mir nich mit dieser verantwortungslosen Islamismus-Verharmlosung. Ich unterstütze alle moderaten, modernen Moslem die für Gleichbereichtigung sind, z.B. Saïda Keller-Messahli und die Mehrheit der Muslime.

  • beyaaz am 22.12.2010 21:12 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach nur Schade

    Sehr Schade, dass man solche Sachen lesen muss.. Es war ein perfektes Programm von Anfang an bis zum Schlus.. Um etwas negatives zu entdecken muss man lange studiert haben. Und wenn man nicht mal dabei gewesen war, ist das reine Fantasierung.. Irgendwo habe ich noch gelesen, dass nur eine Frau eine Rede gehalten habe und dass wäre ein Beweis dafür, dass die muslimischen Frauen unterdrückt seien. Doch die Moderatorin, die ständig auf der Bühne war ist wohl nicht zu beachten.. Irgendwie komisch, nicht?

    • Enisa_Oezkan am 25.12.2010 20:35 Report Diesen Beitrag melden

      Moderatorin mit Kopftuch?

      Ein Zufall? Ist ja sehr modern... Woah! Komplimente!!! (PS: ist ironisch...)

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  • Ein Teilnehmer von u-day am 22.12.2010 20:47 Report Diesen Beitrag melden

    Unwissenheit ist schrecklich

    Ich nehme an, dass über 90% derer, die hier einen Kommentar verfasst haben, überhaupt nicht an dieser Veranstaltung zugegen waren oder zumindest einen Blick auf die Website der Organisatoren geworfen haben (ummah.ch). Wie Johann Wolfgang von Goethe zu sagen pflegte :"Es ist nichts schrecklicher als eine tätige Unwissenheit" (Natürlich auch auf 20min bezogen)