Flughafen Zürich

02. Oktober 2017 17:05; Akt: 03.10.2017 07:57 Print

Swiss-Maschine crasht beinahe in Drohne

Beim Landeanflug auf den Flughafen Zürich ist ein Flugzeug der Swiss nur knapp einer Katastrophe entgangen. Schuld könnte ein Flugzeug-Narr sein.

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War auf Flughöhe unterwegs: Eine Drohne kam einer Swiss-Maschine extrem nahe. (Symblolbild) (Bild: Keystone/Christian Beutler)

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Obwohl ein Airbus im Landeanflug auf den Flughafen Zürich vor einer Drohne auf seinem Kurs gewarnt worden war, konnte er nicht ausweichen. Das Flugzeug ist knapp an der Drohne und einer möglichen Katastrophe vorbeigeschrammt, wie in einem aktuellen Sust-Bericht steht.

Zehn Meter, mehr Platz war nicht zwischen der Drohne und dem Airbus der Swiss, der 185 Passagiere und 12 Crewmitglieder von Dar es Salaam nach Zürich brachte. Der Flug vom 6. Mai dieses Jahres war laut dem Bericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust), der am Montag veröffentlicht wurde, ereignislos.

Warnung von vorausfliegender Maschine

Doch als sich der Airbus auf dem Südanflug zum Zürcher Flughafen befand, hörten Pilot und Copilot mit, wie die Besatzung der unmittelbar vorausfliegenden Maschine der Verkehrsleitstelle Folgendes meldete: Eine Drohne schwebe auf Flughöhe der Linienmaschinen.

Der Schweizer Pilot und sein junger deutscher Copilot hielten sofort Ausschau nach dem Flugobjekt und zwei Sekunden lang konnten sie einen Multikopter von einem Meter Durchmesser erkennen, der sich in ihrer Anflugachse befand. Für ein Ausweichmanöver war es zu spät - der Airbus flog in einem Abstand von geschätzten zehn Metern an der Drohne vorbei.

Flugzeug-Freak könnte Schuld sein

Die Sust hält in ihrem Bericht fest, dass Multikopter dieser Grösse ein Triebwerk stark beschädigen oder sogar in Brand setzen könnten. Sie stellten eine Gefährdung der Verkehrsfliegerei dar.

Damit nicht genug: Die Sust hält es für denkbar, dass die Drohne absichtlich an diese Stelle manövriert wurde, um Nahaufnahmen der anfliegenden Verkehrsflugzeuge zu machen. Denn: Die Drohne befand sich just über einem offiziellen Wegpunkt, den Linienmaschinen beim Anflug mit dem Instrumentenlandesystem jeweils in einer Höhe von 5000 Fuss passieren.

Die Sust hält fest, dass es unerlässlich sei, Drohnen technisch erfassbar zu machen und Flugzeuge vor Kollisionen warnen zu können. Ansonsten sei eine solche Kollision angesichts des starken Drohnenaufkommens nur noch eine Frage der Zeit.

(oli/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Greg von Burg am 02.10.2017 17:23 Report Diesen Beitrag melden

    Ich, ich und ich

    für die eigenen Besürfnisse setzt dieser Mensch das Leben mehrer Menschen auf Spiel. Ich verstehe es einfach nicht...

    einklappen einklappen
  • Nationless am 02.10.2017 17:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Drohnenverbot

    Bis zu 5 km um das Flughafengelände herum soll ein absolutes Drohnenverbot herrschen. Früher ging es auch, wieso heute nicht?

  • Dany Deredinger am 02.10.2017 20:24 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte um differenziertes Betrachten

    Ereignis laut Sust Bericht ( ist im Internet zu finden ) 20 KM vom Flughafen weg. Höhe 5000 Fuss ( 1600 M) Also das war keine Billigdrohne sonder ein absolutes Profigerät. Auch kein Spinner der in der Nähe des Flughafens flog. Also bitte nun keine Hetze gegen alle Dronenpiloten bitte. Abgesehen davon der Typ gehört ganz klar bestraft.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Klaus M. am 03.10.2017 12:14 Report Diesen Beitrag melden

    Abgestürtz und vernichtet

    Das infantile Gehabe einige Menschen mit ihren blöden Drohnen. Vor 2 Wochen hing eine im Baum meines Gartens. Jetzt ist sie im Schrott - gemeldet hat sich keiner. Es war zwar einer im Quartier unterwegs und linste in jeden Garten - mein Hund mochte das aber nicht besonders. Ach ja, die Aufnahmen habe ich vernichtet.

  • Andi am 03.10.2017 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    alter Hut

    die Story ist bereits alt.. und nicht ganz sauber wiedergegeben. Der Pilot war nach Sust weit von einem Flughafen weg ca 20km und auf der Höhe von über 1000m. Und das Thema bringt man nochmals weil es grad in Deutschland diskutiert wird? Das war keine Spielzeugdrohne Ihr Besserwisser ;)

  • Max am 02.10.2017 21:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sooo gross und keine Fotos?

    Da fliegt doch tatsächlich ne Drohne irgendwo in einer Höhe von 1600 meter und mit einem Durchmesser von 1 m, laut wie ein Helikopter und kein Mensch hat das am Boden beobachtet? Aber für jeden anderen Müll wird das Handy gezuckt und gefilmt und sofort in den Medien verbreitet aber für so etwas ja schon fast aussergewöhnliches hat niemand ein Bild gemacht? ! Denn bringe ich nich mal in meinen VAN rein.. kein Bild vorhanden?

  • Gerald T. am 02.10.2017 20:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zeitpunkt der Bekanntgabe bewusst gewählt

    Seit wenigen Tagen herrschen neue Drohnenvorschriften in Deutschland. Mit Führerscheinpflicht etc. Es erstaunt deshalb nicht, wieso dieser Vorfall jetzt bekannt gegeben wird. Man will auch hier Stimmung gegen Drohnen machen. Als ehemaliger Swissairpilot und Hobby-Modellflieger kann ich mit Sicherheit ganz stark bezweifeln, dass die Piloten die Grösse der Drohne von angeblich ca. 1m schätzen konnten. Schlichtweg nicht möglich. Aber eben, lasst uns nach weiteren Verboten rufen. Nächstes Mal triffts ein Hobby der Gegner von Drohnen. Bis man nichts mehr darf. Schadenfreude kommt immer retour

  • Gott vergibt, Django nie am 02.10.2017 20:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt reichst

    Bin nicht gegen Verbote, aber Für Drohnen sollte das Waffengesetz zum Erwerb gelten und eine Scharfe Prüfung. Ich stelle mir jetzt auch vor, dass unsere Drohnenfreaks nach Afrika reisen und die Tierherden aufscheuchen. Da wünsche ich mir Abschuss frei durch die Park Ranger. Was sind das für Menschen die Drohnen am Flughafen fliegen lassen. Da sehe ich nur 3 Jahre Gefängnis unbedingt.