Kritik am ZVV

13. Dezember 2012 18:54; Akt: 13.12.2012 18:54 Print

Tiefere ÖV-Bussen für Jugendliche gefordert

von Deborah Sutter - Der ZVV büsst Jugendliche zu hart, finden FDP und SP. Statt wie heute 100 schweben ihnen 40 Franken vor. Der ZVV hält sich bedeckt.

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Ein VBZ-Angestellter mit Jugendlichen am Bellvue in den frühen Morgenstunden, wenn nur noch die Nachtbusse verkehren. (Bild: Beat Marti)

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Wer im Nachtzug ohne Zuschlag reist oder für die S-Bahn eine falsche Zone löst, muss mit Bussen rechen. Beim ersten Mal kostet das 100, im Wiederholungsfall bis zu 170 Franken. An dieser strikten Bussenpraxis des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV) stossen sich sowohl FDP als auch SP: «Dass selbst Jugendliche derart hohe Bussen bezahlen müssen, wenn sie aus Versehen ein falsches Ticket gelöst haben, geht nicht», sagt FDP-Kantonsrätin Carmen Walker Späh.

Man wolle die Jugend ja dazu motivieren, den ÖV zu benutzen: «Bekommen sie aber so hohe Strafen aufgebrummt, wenn etwa bloss der Nachtzuschlag fehlt, ist das total kontraproduktiv.» Sinnvoller sei es, die Höhe der Gebühren für Kinder und Jugendliche in solchen Fällen etwa auf 40 Franken zu senken. «Das könnten sie dann selber berappen, was einen grösseren Lerneffekt hat, als wenn Eltern die 100 Franken bezahlen», ist Walker Späh überzeugt.

Vorstoss im Regierungsrat eingereicht

Aus diesem Grund hat sie zusammen mit SP-Kantonsrat Davide Loss im Regierungsrat eine Interpellation eingereicht. Darin wird unter anderem auch die Frage aufgeworfen, ob die heutige Kennzeichnung gerade was den Nachtzuschlag betrifft, ausreichend ist. Beim ZVV will man sich mit Verweis auf die laufende Anfrage im Regierungsrat nicht dazu äussern. deborah sutter

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Duri Candrian am 16.12.2012 23:56 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach nicht zahlen

    Das Bundesgericht hat schon vor einiger Zeit entschieden dass es zu dieser Bussen-Praxis gar keine Rechtsgrundlage gibt. Und der ZVV macht trotzdem weiter. Busse einfach nicht zahlen. Die Umtriebskosten sind so gross dass meist auf Inkasso verzichtet wird. Es ist mir auch schon passiert, dass ich aus versehen die falschen Zonen gelösst habe. Dann unterschreibe ich meist mit "Ich wünsche viele Unkosten". Damit wird der Beleg für das ZVV-Inkasso wertlos.

  • Vanessa am 15.12.2012 19:45 Report Diesen Beitrag melden

    Ungleichbehandlung abstellen!

    Wenn man beim Parkieren 50 Rappen zuwenig Geld einwirft, dann kostet das z. B. 40 Franken. Das ist ein Faktor von 80. Dieser Faktor sollte bei Bussen überall etwa gleich sein. Löst man ein Billet nicht für z. B. 3 Franken im Bus, dann sollte das 80 x 3Franken = 240 Franken kosten.

  • berni am 15.12.2012 13:06 Report Diesen Beitrag melden

    bald ist ja fastnacht!

    das ist wohl ein gag, oder? 2klassen-gesellschaft jetzt auch beim schwarzfahren? oder gar ein rabattsystem einführen? da haben einige menschen anscheinend zuwenig zu tun, um sich solchen schwachsinn auszudenken. hat das jemand gefordert? wohl kaum... gleiches recht für alle heisst auch überall gleich hohe bussen/gebühren, gleichberechtigung bei der armee, usw. alles andere ist nonsens und diskriminierend. leider wird hierzulande die so gelobte gleichheit immer mehr mit füssen getreten.

  • Sandrine Kocher am 14.12.2012 21:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine schlechte Idee

    Natürlich kann es jedem einmal passieren, dass man ein falsches Ticket löst. CHF 100.- zu zahlen finde ich aber total übertireben. 40.- wäre gut. Doch Schwarzfahrer sollten die 100 Chf bezahlen. Natürlich wäre auch eine Alternative, dass man bahnwagen putzen geht etc. aber nicht nir jugendlicje sollten das so haben, sondern auch die erwachsenen. Schliesslich zahlen sie für das ticket schon sehr viel. wenn man danm einen tippfelhler macht, und 100.- busse hat...das ist übertrieben. also icj stimme der SP zu ;)

  • Liselotte/Spirig am 14.12.2012 19:25 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Schritt in die richtige Richtung

    Als Mutter zweier Söhne habe ich mich schon grün und blau geärgert ob der Sturheit der Kontrolleure vom ZVV bzw. SBB. Trotz Billet wurde der 13jährige gebüsst; ausnahmsweise hatte es nicht gereicht die Postleitzahl der Zieldestination einzugeben, ein zusätzliches Sternchen wäre nötig gewesen! Offensichtlich braucht man einen Master um das richtige Ticket zu lösen! Alle Instanzen zeigten sich stur und uneinsichtig. Der ZVV wiederum behauptet mit dem nötigen Augenmass zu agieren. Nein, tut er nicht! Deshalb unterstütze ich den Vorschlag von FDP und SP.

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