Neuer Intendant

18. Dezember 2011 22:49; Akt: 18.12.2011 19:58 Print

Tiefere Eintrittspreise für die Oper

von Raffaela Moresi - Opernhaus für alle: Der künftige Intendant will ein neues und breiteres Publikum anlocken – unter anderem mit günstigeren Tickets.

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Der neue Intendant möchte das Opernhaus einem breiteren Publikum öffnen. Foto: keystone

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Andreas Homoki (51) wird ab kommendem September die Geschicke des Opernhauses lenken, und dies offenbar ganz anders als Noch-Intendant Alexander Pereira (64): Statt mit der grossen Kelle anzurichten, ist bei Homoki künftig sparen angesagt. Mit weniger Aufführungen, einem kleineren ­Ensemble und optimierten Betriebsabläufen will der Deutsche die Kosten im Griff halten.

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Damit nicht genug: «Ich möchte das Opernhaus Zürich noch mehr als bisher öffnen und für ein möglichst breites Publikum zugänglich machen», verrät Homoki in der Zeitung «Der Sonntag». Dazu gehöre, «dass wir zahlreiche Vorstellungen tendenziell in tieferen Preiskategorien als bisher anbieten werden». Obwohl sich damit vermehrt auch Jüngere einen Opernbesuch leisten dürften, geben sich die Jungparteien skeptisch. «Wenn der Kanton schon jährlich fast 80 Millionen Franken ins Opernhaus buttert, ist es natürlich wichtig, dass auch alle profitieren können», sagt Fabian Molina, Co-Präsident der Juso Kanton Zürich. «Trotzdem sollte man das Geld eher dazu nutzen, die alternative Kultur zu fördern.»

Mit der Senkung der Ticketpreise sei es nicht gemacht, meint auch Anita Borer, Kantonsrätin und Präsidentin der Jungen SVP Zürich. Sie findet es zwar «begrüssenswert», dass ein breiteres Publikum angesprochen werden soll. «Dies bedeutet für mich, dass das Programm auch für Junge attraktiver gemacht wird.» Allerdings dürften nicht noch mehr staatliche Mittel aufgewendet werden.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hans am 19.12.2011 21:25 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich!

    Das geht in die richtige Richtung! Wenn man in Deutschland die Hälfte für ein Ticket, in der Slowakei einen Zehntel bezahlt von Zürich (in der besten Kategorie) bezahlt, stimmt einfach etwas nicht mehr! Es gibt durchaus excellente Opernsänger, die nicht über überhöhte Eintrittspreise gesponsert werden müssen!

  • Familienvater am 19.12.2011 06:36 Report Diesen Beitrag melden

    Schritt in die richtige Richtung

    Die "traditionelle" kulturelle Entwicklung ist wichtig, oft aber sehr teuer. Gerade für Familien. Der Schrei nach "alternativen" Kulturen kann aufhören. Was lernen Kinder an einem Hip-Hop-Konzert? Nichts. Wünschenswert wären bedeutend mehr Kinder- und Jugendversanstaltungen, sodass auch die Lust, etwa ein Instrument zu spielen, oder an Literatur wieder steigt, was wiederum die geistige Flexibilität und Motorik animiert. Und das ist eine Staatsaufgabe. Siehe Bagdad: vor allem Junge gehen ins Konzert. Und der Staat hilft finanziell.

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  • Hans am 19.12.2011 21:25 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich!

    Das geht in die richtige Richtung! Wenn man in Deutschland die Hälfte für ein Ticket, in der Slowakei einen Zehntel bezahlt von Zürich (in der besten Kategorie) bezahlt, stimmt einfach etwas nicht mehr! Es gibt durchaus excellente Opernsänger, die nicht über überhöhte Eintrittspreise gesponsert werden müssen!

  • Familienvater am 19.12.2011 06:36 Report Diesen Beitrag melden

    Schritt in die richtige Richtung

    Die "traditionelle" kulturelle Entwicklung ist wichtig, oft aber sehr teuer. Gerade für Familien. Der Schrei nach "alternativen" Kulturen kann aufhören. Was lernen Kinder an einem Hip-Hop-Konzert? Nichts. Wünschenswert wären bedeutend mehr Kinder- und Jugendversanstaltungen, sodass auch die Lust, etwa ein Instrument zu spielen, oder an Literatur wieder steigt, was wiederum die geistige Flexibilität und Motorik animiert. Und das ist eine Staatsaufgabe. Siehe Bagdad: vor allem Junge gehen ins Konzert. Und der Staat hilft finanziell.