Zürich-Höngg

12. September 2017 17:11; Akt: 12.09.2017 17:14 Print

Unbekannte brechen in Stall ein und töten Hasen

In der Nacht auf Sonntag drangen Unbekannte in einen Stall im Kreis 10 ein und töteten drei Hasen. Drei weitere Tiere fehlen seither.

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Einer der Zwerghasen, die auf dem Quartierfhof in Höngg leben.

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Die Stadtpolizei Zürich rückte am Sonntag, kurz nach 11 Uhr, zum QuarTierhof in Zürich-Höngg aus, weil dort drei Zwerghasen tot in einem Stall aufgefunden worden waren. Gemäss ersten polizeilichen Erkenntnissen waren Unbekannte zwischen Samstagabend, 20.45 Uhr und Sonntagmorgen, 10.15 Uhr, in das Gebäude des QuarTierhofs an der Regensdorferstrasse 189 eingedrungen.

Die Unbekannten töteten im Stall drei Zwerghasen. Bei der Tatbestandsaufnahme zeigte sich, dass von den insgesamt 40 Hasen drei weitere fehlen. «Dabei handelt es sich um einen weissen Zwerghasen mit grauen Flecken, einem grauen und einem braun-weissen Hasen», sagt Stadtpolizei-Sprecher Marco Bisa. Man habe nun die Ermittlungen aufgenommen und bitte Zeugen, sich bei der Stadtpolizei zu melden.

Die Hasen gehören Kindern, die zuhause keine Tiere halten dürfen

Das Areal des QuarTierhofs Höngg ist rund ein Hektar gross und wird vom gleichnamigen Verein betreut. Die rund 50 Mitglieder kümmern sich in Freiwilligenarbeit um den Unterhalt des Hofs, der Gartenflächen für Obst und Gemüse und die zahlreichen Tiere, die auf dem Hof leben. Neben Hasen leben auf dem QuarTierhof auch Hühner, Geissen, Pferde und Ponys.

Vereinspräsidentin Kathrin Schmocker hat keinerlei Verständnis für diese Tat: «Es ist sehr bedrückend und vor allem schlimm für die Kinder, die jetzt sehr traurig sind.» Die Hasen gehörten nämlich Kindern ab 6 Jahren, die zuhause keine Tiere halten können. «In unserem Stall gibt es eine Gemeinschaftshaltung, wo sich mehrere Kinder nach einem Plan um die Tiere kümmern», so Schmocker.

Sofortmassnahmen sollen Hof sicherer machen

Es seien denn auch Kinder gewesen, die die toten Hasen am Sonntagmorgen entdeckt hätten: «Als sie die Tiere füttern wollten, bemerkten sie, dass alles durcheinander ist im Stall, dann machten sie diesen schrecklichen Fund», sagt Schmocker. Man habe umgehend die Polizei informiert und Anzeige erstattet. «Zudem haben wir als Sofortmassnahme die Ställe besser abgeschlossen - und wir wollen eine Lampe mit Bewegungsmelder installieren», so die Vereinspräsidentin.

Ganz sichern könne man den QuarTierhof aber nicht: «Wir sind eine Gemeinschaft, wo viele Leute involviert sind, die den Hof sowie die Ställe betreten müssen – daher sind wir für solche Taten angreifbarer wie andere Höfe.»

(wed)