Spoofing

30. März 2018 11:33; Akt: 30.03.2018 14:37 Print

Zürcher Rentnerin um 20'000 Franken betrogen

Falsche Polizisten haben eine 68-jährige Frau mit einem sogenannten «Spoofing»-Trick ausgenommen.

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Am Telefon betrogen: Das Opfer besorgte 20'000 Franken und deponierte das Geld in der Nähe ihres Wohnortes. (Archivbild) (Bild: Keystone/Gabriele Putzu)

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Trickbetrüger haben eine 68-jährige Frau im Stadtzürcher Kreis 8 um 20'000 Franken betrogen. Dafür verwendeten sie den so genannten «Spoofing»-Trick. Sie gaben sich als Polizisten aus.

Bei der 68-Jährigen klingelte am Donnerstag mehrmals das Telefon. Am anderen Ende der Leitung war eine hochdeutsch sprechende Unbekannte, die sich als Polizistin ausgab. Sie sagte der Rentnerin, dass die Polizei einer Einbrecherbande auf der Spur sei und sie nun 20'000 Franken deponieren müsse, um die Bande dingfest zu machen. Das Opfer besorgte darauf das Geld und deponierte es in der Nähe ihres Wohnortes, wie die Zürcher Stadtpolizei in einer Mitteilung schreibt.

Als bei der Rentnerin nicht wie vereinbart die Polizei erschien, wählte die Frau die Nummer, von welcher die Unbekannte angerufen hatte. Dabei nahm die «richtige» Polizei ab und die Frau erkannte, dass sie Opfer eines Betrugs geworden war. Obwohl sofort eine Patrouille ausrückte, war das Geld bereits weg.

Die Polizei rät einmal mehr, verdächtige Anrufe umgehend der Polizei zu melden und keinesfalls Bargeld oder Wertsachen irgendwo zu deponieren.

Fingierte Hinweise auf Display

Auch in Winterthur haben sich Betrugsversuche mit der «Spoofing»-Masche gehäuft. Über zwei Dutzend Anzeigen gingen bei der Stadtpolizei ein. Anfang Woche wurden insgesamt 26 Anrufe von Hochdeutsch sprechenden Personen gemeldet, die sich als Polizisten ausgaben, schreibt die Stadtpolizei Winterthur.

Nach verschiedenartigen Einleitungen wie etwa derjenigen, es sei in der Nachbarschaft eingebrochen worden, erkundigten sich die Anrufer nach den Vermögensverhältnissen und/oder Wertsachen der Kontaktierten. Häufig erschien auf den Telefondisplays der fingierte Hinweis, der Anruf stamme von einem Anschluss der «Kantonalen Verwaltung» mit der Vorwahl 052.

(ij/sda)