Volksinitiative

25. Mai 2016 20:58; Akt: 25.05.2016 20:58 Print

Zürich soll 1% des Budgets an Hilfswerke überweisen

Die Stadt Zürich soll künftig mit einem Prozent ihres Budgets Hilfswerke im Bereich der globalen Armut und Gesundheit unterstützen. Das fordert eine Volksinitiative.

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Start der Unterschriftensammlung am 25. Mai - die Initianten posieren auf der Zürcher Bahnhofbrücke. (Bild: zvg)

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Die Stiftung für Effektiven Altruismus (EAS) hat am Mittwoch in Zürich die städtische Volksinitiative «1 % gegen die globale Armut» lanciert. Demnach müsste die Stadt Zürich künftig mit 1% ihres Budgets Hilfswerke im Bereich der globalen Armut und Gesundheit unterstützen.

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Dabei sollen insbesondere Hilfsprojekte berücksichtigt werden, die durch unabhängige wissenschaftliche Forschung als kosteneffektiv eingestuft werden, wie die Stiftung mitteilte. Man wolle gezielt die wirksamen Hilfswerke fördern. Die wissenschaftliche Forschung zeige, dass manche Entwicklungsprojekte pro Spendensumme bis zu 100 mal mehr bewirkten als der Durchschnitt.

Ausserdem soll sich die Stadt im Rahmen ihrer Möglichkeiten bei Bund und Kanton dafür einsetzen, damit die Entwicklungshilfe der Schweiz auf ein Prozent der Wirtschaftsleistung erhöht wird.

Schweiz schneidet schlecht ab

Im internationalen Vergleich schneide die Schweiz nämlich nicht gut ab. 2015 habe sie nur 0,52 Prozent der Wirtschaftsleistung in die Entwicklungszusammenarbeit investiert und habe damit nicht einmal das UNO-Mindestziel von 0,7 Prozent erreicht, heisst es in der Mitteilung.

Unterstützt wird die Initiative von Mitgliedern der Grünen, der Jungen Grünen, den Jungsozialisten und der GLP. Die Stiftung für Effektiven Altruismus ist eine soziale Bewegung, die sich mit der Frage auseinandersetzt, wie mit möglichst wenig Aufwand möglichst viele Leben gerettet oder verbessert werden können.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • rolf am 25.05.2016 21:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ach

    hort doch endlich auf mit den zwangsspenden. 1. kann die schweiz nicht die ganze welt retten 2. soll jeder selbst entscheiden können wo und wiviel er spenden möchte 3. gibt es genug arme leute in der schweiz um die man sich meiner meinung nach zuerst kümmern sollte.

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  • Leser am 25.05.2016 21:03 Report Diesen Beitrag melden

    Sehr Altruistisch

    Geld von anderen zu fordern ist wohl nicht gerade die Definition von Altruismus? Wie wäre es mit 1% für Arme in der Stadt Zürich? Oder ist solidarisch sein dann zu wenig cool?

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  • Cavi33 am 25.05.2016 21:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Haben noch grössere Probleme

    Irgend wie ticken die meisten nicht mehr richtig im Kopf. Die Hilfswerke kriegen doch schon genug Geld für die In- und Auslandhilfe. Wenn der Verwaltungsapparat zu viel Geld braucht ist der Grundgedanke von Hilfe eben nicht mehr im Fokus.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Rolf S am 27.05.2016 13:13 Report Diesen Beitrag melden

    Ungerecht

    Jeder schweizer hat pro Kopf gerechnet (vom Baby bis zum Greis) die letzten 10 Jahre jedes Jahr fast 5000.- gespendet. Ich habe nichtmal 1000.- auf dem konto ende Monat, wenn ich daran Denke das in meinem Namen 50000.- gespendet wurden wird mir schlecht. Ein paar tausender könnte ich gut für meine Zähne brauchen.

  • Kurt am 27.05.2016 11:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dieses 1%

    Kann man in der Stadt Zürich gut gebrauchen um die Schäden der Randalierer aller Couleur s zu bezahlen. Im Austausch dürfen die dann eine Reise machen und in Afrika eine Arbeit suchen, weit weg von Mami und Papi.

  • Bettina am 26.05.2016 19:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieviel...

    ...Entwicklungshilfe wurde nach Afrika gepumpt? Und was hats gebracht? Ein Land ist korrupter als das andere und keines, aber auch gar keines, ist auf einen grünen Zweig gekommen. Wers besser weiss kann mich gerne belehren.

    • U. Schuppisser am 26.05.2016 20:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bettina

      Gratuliere zu Deiner Einstellung. Ich bin sogar dafür, dass die Entwicklungshilfe ganz gestrichen wird. Es bringt ausser den korrupten Regierungen nichts. Mit den eingsparten Milliarden könnten beispielsweise in der Schweiz die Krankenkassenprämien stark reduziert werden. Im weiteren könnte die Altersvorsorge (AHV) allgemein verbessert werden. Es gäbe noch sehr viele Beispiele die Nutzen in unserem Land bringen würde.

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  • Back am 26.05.2016 17:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    Ist die Schweiz für die Armut auf diese Welt verantwortlich?

    • El-mech am 26.05.2016 18:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Back

      @Back: nein, mit Sicherheit nicht! Es gibt immer Sieger und Verlierer. Wir waren auch schon Verlierer. Heute gehören wir zu den Siegern. Aber, wenn wir keine Wehrhaftigkeit und keinen Selbsterhaltungstrieb mehr haben, dann wird es nicht mehr lange dauern, bis das Pendel zurückschlägt. Wir müssen wieder bereit sein uns zu wehren und gegen die schlechten Einflüsse für unser Land Gegenmassnahmen zu ergreifen (mit aller Härte, wenns sein muss)!

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  • Fragende am 26.05.2016 17:11 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso?

    Es hat schon was makaberes wenn man bedenkt dass die Afrikaner scharenweise nach Europa kommen um sich hier ins gemachte Nest zu setzen, während Europäer seit Jahrzehnten in Afrika versuchen denen zu helfen und es nützt so gut wie gar nichts. Was läuft mit diesem Kontinent falsch? Sie haben Länder, Regierungen, sicher auch Geld, Ressourcen....eigentlich alles was man benötigt und trotzdem funktioniert dieser Kontinent nicht. Wieso? Liegt es jetzt an den ach so bösen Europäern oder könnte es sein, dass die Afrikaner eben doch selber Schuld sind?