Integrations-Kampagne

18. Mai 2015 10:47; Akt: 10.06.2015 12:50 Print

Zürich verändert sein Gesicht – auch mit dir!

«Ich bin Zürich» – das ist die Integrationskampagne des Kantons. Mach mit, und werde mit deinem Gesicht ein Teil davon – du musst hierfür im Artikel ganz nach unten scrollen!

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Zu Integration und Migration gibt es in der Bevölkerung viele Vorurteile. Mit der Kampagne «Ich bin Zürich» will der Kanton diese abbauen. Am Montag startet die zweite Runde: Alle, die einen Bezug zum Kanton Zürich haben, können mitmachen – egal ob als Einzelperson oder Gruppe.

Man braucht dazu lediglich eine Webcam oder ein Selfie und erhält ein individuelles Ergebnis von sich und allen anderen Zürchern, das man in den sozialen Medien teilen kann. Mit jedem neu hochgeladenen Foto verändert sich das Gesicht von Zürich. Dahinter steckt eine Morphing-Software, die so programmiert wurde, dass sie mit jedem Teilnehmer-Foto auf Ichbinzuerich.ch ein neues gemeinsames Gesicht des Kantons errechnet.

«Alle Teilnehmenden tragen dazu bei, dass sich der Kanton Zürich so vielfältig zeigt, wie er wirklich ist – die Fotos schaffen das Gesicht von Zürich», erklärt die kantonale Integrationsbeauftragte Julia Morais. «Wir lancieren das Ganze bewusst auf dem Höhepunkt der Selfie-Manie – es ist ein spielerischer Zugang zu einem nicht ganz einfachen Thema.» Denn man habe einen gesetzlichen Auftrag, der Bevölkerung Informationen zur Integration zu liefern. Der Kanton lässt sich die Kampagne 400'000 Franken kosten.

Mit der Fotobox durch den Kanton getourt

In der ersten Runde der Kampagne tourte die kantonale Integrationsförderung vergangenes Jahr mit einer Fotobox durch die Gemeinden. Die Schweiz ist laut Morais zwar europaweit ein gutes Beispiel für Integration: Das Land vereine seit jeher viele Sprachen und Kulturen und habe langjährige Erfahrung mit Einwanderern. «Diese kommen, weil die Wirtschaft boomt und weil junge Leute dank der Berufslehre bessere Aufstiegsmöglichkeiten haben als anderswo.» Dennoch gebe es Ausländerfeindlichkeit, jüngst auch gegen Expats, weil sie für viele Schweizer Konkurrenten im Kampf um gute Jobs seien. «Mit unserer Kampagne möchten wir möglichst viele Leute abholen, Diskussionen anstossen und das gegenseitige Verständnis fördern.» Verantwortlich für die Kampagne zeichnet die Agentur TBWA Switzerland AG, Zürich.

20 Minuten stellt in den nächsten vier Wochen in jeder Printausgabe und im Live-Ticker (siehe oben) täglich eine Person vor, die an der Kampagne teilnimmt.

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