Komplizen des Täters

19. November 2012 10:33; Akt: 19.11.2012 10:36 Print

Zwei weitere Verhaftungen im Kaufleuten-Mord

Shivan M. soll im Juli vor dem Zürcher Club Kaufleuten einen Mann erstochen haben. Nun wurden zwei 21-jährige verhaftet: Sie sollen ihm vor und nach der Tat Beihilfe geleistet haben.

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Am Montag nach der Bluttat vom 15. Juli 2012 veröffentlichte die Kantonspolizei einen Fahndungsaufruf nach dem mutmasslichen Täter Shivan M. Der 21-jährige Iraker mit Wohnsitz im Bezirk Meilen konnte rund zwei Wochen nach der Tat in einer Stadt im Süden von Norwegen verhaftet werden. Der 23-jährige Vigan M. und sein Bruder Visar waren gegen drei Uhr morgens am 15. Juli 2012 von Shivan angegriffen und niedergestochen worden. In dessen Folge kam Vigan ums Leben, sein 20-jähriger Bruder wurde schwer verletzt. Hier, in dieser Querstrasse vor dem Kaufleuten, kam es zum tödlichen Streit. Die Polizei bei der Tatortsicherung am Morgen. Vigan M. starb noch auf dem Trottoir. Sein Bruder erlitt schwere Verletzungen an inneren Organen und überlebte die Tat nur knapp. Shivan M. floh mit dem Auto und fuhr bis nach Norwegen zu Verwandten. Einige Zeit vor der Tat kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen Shivan und Vigan. Die Polizei musste eingreifen und schlichten, nachdem es zwischen den Brüdern und Shivan zu einer Schlägerei gekommen war. Gemäss Valentin Landmann, dem Anwalt von Shivan M., sei dieser dabei übel zugerichtet worden. Alle drei erhielten darauf Hausverbot beim Kaufleuten. Shivan M. ging weg, während die Brüder vor dem Club blieben und schwatzten. Shivan drohten den beiden noch, er werde sie aufschlitzen. Mit einem Freund begab er sich danach auf die Suche nach Unterstützung. Ein Kollege besorgte ihm schliesslich ein Butterfly-Messer. Zu dritt fuhren sie zurück zum Kaufleuten. Bereits im Auto kündigt Shivan seine Mordabsichten an. Er habe beschlossen die anderen, allen voran Vigan, aufzuschlitzen und zu töten. Vor dem Kaufleuten steigt Shivan aus dem Auto und sticht gemäss Anklageschrift ohne Vorwarnung auf Vigan ein. Nach der Tat prahlte er im Auto noch mit dem blutigen Messer in der Hand wie grausam er das Opfer getötet habe.

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Zwei junge Männer werden verdächtigt, im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt beim Zürcher Club Kaufleuten dem mutmasslichen Täter geholfen zu haben. Die beiden 21-Jährigen sind am 12. November im Raum Zürich verhaftet worden und sitzen in Untersuchungshaft.

Was genau am frühen Sonntagmorgen des 15. Juli vor dem Zürcher Club geschah, ist weiterhin nicht klar. Sicher ist, dass es gegen 4 Uhr zu einer Auseinandersetzung zwischen drei jungen Männern gekommen war. Im Verlauf dieses Streits wurden ein 23-Jähriger erstochen und dessen 20-jähriger Bruder schwer verletzt.

Nichts mit der Messerattacke zu tun

Der mutmassliche Täter war nach dem Streit geflüchtet. Noch in der gleichen Nacht hatte sich der 21-jährige Iraker ins Ausland abgesetzt. Rund zwei Wochen später, am 29. Juli, wurde er in Norwegen aufgrund eines internationalen Haftbefehls verhaftet und später an die Schweiz ausgeliefert.

Die beiden weiteren Verhafteten stehen im Verdacht, dem mutmasslichen Täter vor und nach der Tat Gehilfenschaft geleistet zu haben. Mit der Messerattacke direkt hätten die beiden nichts zu tun, sagte der zuständige Staatsanwalt Michael Scherrer.

Weitere Angaben zu Medienberichten vom Wochenende wollte Scherrer am Montag nicht machen. So ist beispielsweise nicht bekannt, ob der mutmassliche Täter ein Geständnis abgelegt hat.

(sda)

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