Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Wasser und Sonnencreme
08. Juli 2010 21:37; Akt: 08.07.2010 20:42 Print
Was tun gegen Hitze am Arbeitsplatz?
von Elisabeth Rizzi - Die Schweiz steht vor Rekordtemperaturen. Und die Gewerkschaften stöhnen, die Chefs würden sich zu wenig um die Hitze am Arbeitsplatz kümmern.

Arbeitgeber unterschätzen die Hitze am Arbeitsplatz. (Bild: coloubox)
Es wird heiss: In den nächsten Tagen klettern die Temperaturen in der Schweiz auf 34 bis 35 Grad. In Deutschland wäre das ein Grund zur Arbeitsniederlegung. Denn dort darf ab einer Temperatur von 35 Grad in Arbeitsräumen nicht mehr gearbeitet werden. Steigen die Temperaturen über 30 Grad, müssen die Arbeitgeber Massnahmen ergreifen: etwa kostenlos Wasser anbieten oder die Bekleidungsvorschriften lockern.
Die empfohlene Maximaltemperatur liegt bei 26 Grad. In der Schweiz gibt es keine derart konkreten Regelungen. Christoph Senti, Fachanwalt für Arbeitsrecht, begründet: «In Deutschland werden häufiger Vorschriften erlassen, während in der Schweiz viele Dinge pragmatisch gehandhabt werden.» Dario Mordasini von der Gewerkschaft Unia ärgert sich trotzdem: «Arbeitgeber unterschätzen oder verdrängen das Problem ‹Hitze am Arbeitsplatz›.» Laut dem Staatssekretariat für Wirtschaft nimmt die Leistungsfähigkeit ab 30 Grad Innentemperatur um 10 Prozent ab.
An den heissesten Orten sorgen die Arbeitgeber aber sehr wohl für ihre Angestellten. Der Strassenbauer Walo Bertschinger verteilt gratis Wasser und Sonnenschutzmittel. Bei Implenia gibts auch Sonnenschutzbrillen. Die Verkehrsbetriebe Zürich erlauben kurze Uniformhosen. Und bei der Grossgärtnerei Kipper wird die Arbeit eine bis anderthalb Stunden vorverlegt. Übrigens: «In Treibhäusern ist es angenehmer als auf dem Feld», so Inhaber Günther Kipper. Denn die Sonneneinstrahlung ist wegen Schattenspendern kleiner als draussen.
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
-
Alle 54 Kommentare



























...Bauarbeitergetue...
Unfassbar wieviele sich hier über Bürogummis mukieren. Leute vom Bau, IHR habt euch euren Job ausgesucht! Also motzt jetzt nicht rum dass sich die Bürogummis auch beschweren. Immerhin kriegt ihr von Ihnen das Zugeständniss, dass eure Jobs genauso wichtig und in der Hitze wohl noch anstrengender seien. ist es denn zu viel verlangt, schon alleine aufgrund eben erwähnten Punktes, zumindest einmal Bürogummis wie normale Menschen zu behandeln? Unglaublich was für ein gewaltiges Ego viele Vertreter der Baubranche haben -.-
jajajaja
Blödsinniges Geschwafel, ich habe selber 6 Jahre auf dem Bau gearbeitet. Die Hitze die dort herrscht ist niemals vergleichbar mit der Wärme die ich jetzt im Büro habe. Jeder der einmal draussen gearbeitet hat weiss wovon er spricht, nicht so wie Sie Herr Aeschlimann. Ausserdem arbeiten viele Ausländer auf der Baustelle, die haben sind bestimmt nicht alle freiwillig dort. Und wir dürfen ein gewaltiges Ego haben, immerhin ist die Baubranche verwantwortlich, dass Sie überhaupt in einem Büro sitzen. Basta.
Typisch Schweiz
Wir sind weltweit das einzige Land, in dem erwartet wird, dass Arbeitnehmer die genau gleiche Leistung erbringen bei 34 Grad wie bei minus 10 Grad. Nicht nur ungesund, sondern auch noch ignorant. Da muss der Chef sich nicht wundern, wenn einige 'krank' sind! Ich meinerseits stürze mich bewusst in den Latino-Mode: alles gaaaaanz langsam und sowieso erst mañana, hombre!
Auch Verkäufer leiden...
Ich arbeite in der Stadt im Verkauf... Unser Geschäft hat leider keine Klimaanlage. Auf 3 Stöcken sammelt sich die Hitze extrem. Wir haben gegen Nachmittag bis zu 32°C Innentemperatur!!! Da nützen auch die Tischventilatoren nichts mehr!! Trotz Wasser trinken und so wenig wie möglich bewegen wird einem schwindelig und mulmig im Bauch... Da frage ich mich wirklich warum so ein Arbeitsverhältnis erlaubt ist... Ausserdem födert die Temperatur im Laden den Verkauf ja überhaupt nicht - m Gegenteil. Die Leute halten es nicht länger als 5 Minuten aus... Zum schmökern natürlich ungeeignet....