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Etikettenschwindel?

03. August 2011 19:00; Akt: 04.08.2011 09:47 Print

Sieht aus wie BierSieht aus wie Bier

von Kian Ramezani - Weil sich alkoholhaltiges und alkoholfreies Bier von aussen kaum unterscheidet, greifen Konsumenten ab und zu daneben. Eine bewusste Täuschung, vermutet das Blaue Kreuz.

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Ähnliches Aussehen, unterschiedlicher Inhalt: Wer nicht aufpasst, verlässt den Laden irrtümlich mit alkoholfreiem Bier oder umgekehrt. (Bild: 20 Minuten Online)

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Manch ein Biertrinker kann ein Lied davon singen: Zu Hause ein Bier aufgemacht, in freudiger Erwartung zum ersten Schluck angesetzt, darauf folgt Entsetzen. Irgendetwas stimmt nicht. Ist das Gebräu abgelaufen, war es vielleicht undicht verschlossen? Dann der Blick auf die Etikette: Alkoholfrei! Nachdem sich die Empörung über den Verrat gelegt hat, ist In-sich-gehen angezeigt. Wie konnte das passieren?

So unterschiedlich alkoholhaltiges und alkoholfreies Bier schmecken, so ähnlich sehen ihre Flaschen und Dosen aus. Gedanklich schon im Feierabend, nebenan ein schreiendes Kind, schlechte Beleuchtung, das Handy klingelt: Wer im Laden vor dem Gesell steht und nicht konzentriert bei der Sache ist, hat tatsächlich schnell daneben gegriffen. Sowohl für Bierfans als auch Abstinenzler eine potentielle Quelle für Irritationen.

«Gleicher Genuss» mit oder ohne Alkohol

Feldschlösschen, dessen alkoholhaltiges und alkoholfreies Bier einander vor allem in Halbliter-Büchsen zum Verwechseln ähnlich sehen, hat eine einleuchtende Erklärung: «Die drei Produkte Alkoholfrei, Original und 2.4 werden unter dem Dach der Marke Feldschlösschen zusammengefasst», sagt Sprecher Markus Werner. Anders gesagt: Was zusammen gehört, soll auch ähnlich aussehen.

Ausserdem würden alle drei «den gleichen Biergenuss mit unterschiedlichen Alkoholgehalten» bieten. Beschwerden von Seiten der Konsumenten habe man keine erhalten. Der Alkoholgehalt sei auf den Dosen und Flaschen «deutlich angegeben» und zudem «Bestandteil des Produktenamens», ergänzt Sprecher Werner. Wer daneben greift, ist also selber Schuld. Und aufgrund des «identischen Biergenusses» gibt es keinen unmittelbaren Grund, ein alkoholfreies zu verschmähen. Die Wissenschaft stützt diese These freilich nicht: Wieviel ein Rauschzustand mit Genuss zu tun hat, sei dahingestellt. Aber Alkohol ist darüber hinaus ein wichtiger Geschmacksträger.

Abseits vom Hauptsitz im aargauischen Rheinfelden geben sich die Mitarbeiter verständnisvoller. Eine Mitarbeiterin räumte bei einer 1.-August-Promotion ein, das Problem sei ihr bekannt, und gelobte, die Anregung weiterzuleiten.

Kritik vom Blauen Kreuz

Das Blaue Kreuz vermutet bei den Bierherstellern andere Motive: «Die Ähnlichkeit mit dem alkoholhaltigen Bier ist von Feldschlösschen natürlich gewollt», sagt Henrik Viertel vom Kantonalverband Zürich. Auf diesem Weg könnten die Bierhersteller das Werbeverbot für Alkohol umgehen. Der Möglichkeit, auf diesem Weg so manchem ein alkoholfreies Bier unterzujubeln und der Prävention so Vorschub zu leisten, mag Viertel nicht viel abgewinnen. Grundsätzlich sei aus Sicht der Prävention Transparenz geboten. «Der Konsument soll wissen, was er kauft», sagt er.

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  • Alkifreies Bier ist gut. am 05.08.2011 16:40 Report Diesen Beitrag melden

    Lappi mach d

    Ich habe mir gestern ein paar Socken gekauft Grösse 42. Zu Hause habe ich gesehen, dass ich Grösse 46 erwischt habe! Wer ist nun der Trottel? Der Sockenfabrikant oder ich?

  • Cinimod am 05.08.2011 12:38 Report Diesen Beitrag melden

    Fast ein Alkoholfreies erwischt!

    Ich fände es gut wen Alkoholfreie Getränke besser bezeichnet würden.. Da würde ich nie mehr den fehler begehen und ein Alkoholfreies Bier kaufen!!

  • Claudia Dietsche am 05.08.2011 08:05 Report Diesen Beitrag melden

    Schleichwerbung

    Also ich sehe die ganze Sache auch als Schleichwerbung, jedoch für das Blauekreuz.Ich habe immer von beidem Zuhause aber kein Feldschlösschen denn jeder Gast bekommt das seine.