Adventskalender 24. Dez

22. November 2012 22:15; Akt: 22.11.2012 22:16 Print

Der schlaue Trick des fiesen Messi

von Reto Fehr - Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi: Es ist eine Glaubensfrage. Auf der einen Seite der ach so böse Portugiese, auf der anderen die brave Lichtgestalt Barcelonas. Doch der Schein trügt.

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Lionel Messi setzt sich den Ball unerlaubterweise nochmals neu. (Quelle: YouTube/hamidkerzakov) Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
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Der Clásico zwischen Barcelona und Real Madrid im Oktober schlägt auch drei Tage nach dem Mega-Spiel noch hohe Wellen. Reals Pepe soll mal wieder mit Trash Talk negativ aufgefallen sein, Lionel Messi erzielte sein 100. Liga-Tor im Camp Nou und der Argentinier sowie Cristiano Ronaldo werden neuerdings als «Monster» bezeichnet.

Umfrage
Ronaldo oder Messi: Wen mögen Sie besser?
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58 %
11 %
10 %
Insgesamt 10357 Teilnehmer

Auf verschiedenen spanischen Webseiten äussern sich unterschiedliche Protagonisten, wer denn jetzt der Bessere sei. Die beste Antwort gibt allerdings – etwas überraschend – José Mourinho: «Die beiden sind von einem anderen Planeten. Es sollte verboten werden, darüber zu diskutieren, wer der Bessere ist.»

Teufel Ronaldo, Engel Messi

Falls Ronaldo und Messi wirklich von einem anderen Planeten stammen, dann sicherlich nicht vom gleichen - denn die beiden stehen für unterschiedliche Typen. Auf der einen Seite ist da der «böse Ronaldo». Eitel, egozentrisch und arrogant. Sieht gut aus, weiss dies auch, fährt gern schnelle Autos, und Frauengeschichten wurden ihm lange nachgesagt. Eine Diva soll er sein, ein Schönwetterfussballer. Auf jeden Fall aber ist er bei allen, die Portugal oder Real nicht unterstützen, sehr unbeliebt.

Auf der anderen Seite steht Messi. Der «Floh». Niedlich, wie sein Spitzname schon sagt. Flink, nett und lieb. Man liest nichts von schnellen Autos oder Frauengeschichten, aus seinen Worten spricht Demut und seine ganze Lebensgeschichte macht ihn grundsätzlich schon mal sympathisch. Auf jeden Fall kommt er praktisch überall gut an. Kurz: Ronaldo = böse, Messi = gut. Teufelchen und Engelchen des Weltfussballs, sozusagen.

Clever – und nicht erlaubt

Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht. Messi ist nicht der brave Engel, als welcher er oft dargestellt wird. Der kleine Argentinier hat es faustdick hinter den Ohren. Sein herrlicher Freistoss gegen Real Madrid zum 2:1 hätte nämlich nicht zählen dürfen. Messi und Xavi monieren bei Schiedsrichter Carlos Delgado Ferreiro, dass der Abstand zur Mauer nicht stimme. In dem Moment, als der Referee den beiden den Rücken zudreht, um die Situation zu klären, legt sich der Argentinier den Ball viermal ein Stück nach hinten (Videos oben und unten). Eigentlich doof, denkt man im ersten Moment, da ja die Entfernung zum Tor jetzt rund einen Meter weiter ist.

Doch die Aktion ist vielmehr sehr clever. Mit den gewonnenen rund 100 Zentimetern verbessert der 25-Jährige den Winkel, den er braucht, um die Mauer zu überspielen, massiv. Bei der Ausführung sind es kurze Zeit später tatsächlich wenige Zentimeter, welche der Ball über die Köpfe der Real-Spieler in der Mauer segelt und sich dann herrlich ins Tor senkt.

Casillas hats gesehen, der Linienrichter nicht

Iker Casillas habe die Aktion Messis gesehen und «Delgado! Der Ball! Verdammt!» geschrien, berichtet die «As». Der Schiedsrichter hörte dies im Kessel mit fast 100 000 Fans offenbar nicht. Delgado hätte aber von seinem Assistenten gewarnt werden müssen. Dieser ist bei Freistössen dafür zuständig, dass der Ball nach dem Messen des Abstandes nicht mehr neu platziert wird. Eine gelbe Karte hätte es für Messi übrigens nicht gegeben, aber der Unparteiische hätte den Abstand neu messen müssen. Wir haben gelernt: Vielleicht kommen Messi und Ronaldo doch vom gleichen «bösen» Planeten.

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Quelle: YouTube/AngelsAmidala)

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