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02. April 2007 14:51; Akt: 03.07.2007 15:10 Print
Unveiling Day: Enthüllungstag in Valencia
Am «Unveiling Day» zeigten die America's-Cup-Syndikate ihre Jachten erstmals von Kiel bis Mast unverhüllt.
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«Unveiling Day»
Revolutionen blieben auf den ersten Blick zwar aus, doch Alinghi-Chefdesigner Rolf Vrolijk zeigte sich trotzdem überrascht von den unterschiedlichen Konzepten der Teams.
Die Alinghi-Yachten an der Enthüllungs-Zeremonie in Valencia.(Bild: Keystone/AP Photo/Fernando Bustamente)
Nach monatelangem Versteckspiel fiel am 1. April im wahrsten Sinne des Wortes der Vorhang: Anlässlich des «Enthüllungstages» präsentierten in Valencia alle zwölf Teams ihr bisher so streng gehütetes und mit Schürzen verdecktes Geheimnis um das sogenannte Unterwasser ihrer Boote. Dabei gelang dem Team Shosholoza ein erster Coup. Die Südafrikaner zogen die Enthüllung um einen Tag auf Samstag vor und stahlen damit den grossen Teams zumindest am Ufer die Show.
Trotzdem war der Aufmarsch am Sonntag beim Schweizer Cup- Verteidiger Alinghi wie erwartet am grössten. Dort bekamen die Medien, gegnerischen Designer und Zuschauer zwei sehr ähnliche Boote mit sehr langen Kielbomben zu sehen, aber keine eigentliche Sensation. «Es geht darum, das Zusammenspiel einzelner Bereiche wie Aerodynamik, Hydrodynamik und Strukturen im Detail zu verbessern», sagte Chefingenieur Dirk Kramers. «Die grosse Entwicklung war es, zu verstehen, wie alle unterschiedlichen Disziplinen ineinander greifen, und herauszufinden, welche Kombinationen am besten zusammenpassen. Denn wirkliche Perfektion kann man nie erreichen.»
Das musste Alinghi vergangene Woche bei Trainingsduellen mit dem Team New Zealand am eigenen Boot erfahren. Beide Rennen gegen die Kiwis gingen verloren. Für General Manager Grant Simmer aber kein Grund zur Sorge: «Wir sind zuversichtlich, dass es diesen Jachten gelingen wird, den Cup bei Alinghi zu behalten.»
Auch Alinghi-Chefdesigner Rolf Vrolijk ist von den beiden neuen Booten SUI 91 und SUI 100 überzeugt. «Ich bin zwar erstaunt, wie viele verschiedene Konzepte von den anderen Teams verfolgt werden, aber ich bin sicher, dass wir auf dem richtigen Weg sind.» Auf die Frage eines Journalisten, mit welchem Team er Boote tauschen möchte, antwortete Vrolijk ohne zu zögern: «Mit keinem!»
Für ein bisschen Aufregung sorgte BMW Oracle Racing. Das Team von US-Milliardär Larry Ellison zeigte zwei völlig verschiedene Kielbomben: eine elegant und lang, die andere kurz und dick. Ein Aprilscherz? «Nein», entgegnete der BMW-Oracle-Designer Ian Burns. «Wir haben uns noch nicht definitiv festgelegt, mit welcher Konfiguration wir segeln werden. Wir hätten sogar noch mehr Möglichkeiten gehabt.»
Welche Konfigurationen besser sind, wird sich ab Dienstag zeigen. Dann beginnt in Valencia der 13. und letzte Act der Vorregatten zum 32. America's Cup. Am 16. April starten die elf Herausforderer zum Louis Vuitton Cup, dessen Sieger ab dem 23. Juni gegen Alinghi um den America's Cup segeln wird.
(si)


























