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Benaglios Auskick
07. Juli 2011 22:40; Akt: 08.07.2011 10:58 Print
«Jetzt muss ich mal einiges klarstellen!»
Wolfsburg-Goalie Diego Benaglio (27) äussert sich exklusiv in seiner Kolumne in 20 Minuten über widersprüchliche Medienstorys über ihn und die harte Vorbereitung.
«Gegenwärtig befinden wir uns in der härtesten Zeit eines jeden Fussballers, der Saisonvorbereitung. Zuerst waren wir 8 Tage in Oeversee, vom 4. bis 8. Juli sind wir in Glücksburg. Neben einzelnen Tests haben wir in erster Linie hart an der Fitness gearbeitet. Das ist anstrengend und manchmal auch etwas schmerzhaft (Muskelkater). Da ich nach den Sommerferien mit einer Bronchitis in Wolfsburg eingerückt bin, konnte ich in den ersten paar Einheiten nicht alles mitmachen. Gegenwärtig ist bei mir aber alles wieder in bester Ordnung.
Uns wird es also nicht langweilig. Offenbar ganz im Gegensatz zu einigen Medienschaffenden. Wenn nicht viel los ist, nennt man das auch Sauregurkenzeit. Da werden aus Mücken Elefanten gemacht und manchmal auch Geschichten erfunden. Auch über mich werden zur Zeit viele Geschichten geschrieben. Keine Angst, ich habe nicht vor, meine Philosophie zu ändern und ab heute auf alle Falschmeldungen eine Gegendarstellung abzugeben.
Trotzdem: Ich kann mir sehr wohl vorstellen, dass es für viele Fussballinteressierte verwirrend ist, wenn innerhalb kürzester Zeit widersprüchliche Meldungen verbreitet werden.
Manchmal sind es einfach auch nur Spekulationen. Ein Beispiel: In den dreieinhalb Jahren in Wolfsburg habe ich für den VfL zirka 120 Pflichtspiele bestritten. Eine stolze Zahl, wenn man bedenkt, dass ich nach Aussage einzelner Journalisten permanent verletzt oder krank gewesen sein soll. Dass die Zeit nach der WM in Südafrika nicht meine beste war, sehe ich auch so. Trotzdem, in der Saison, in der wir mit Wolfsburg Meister wurden, mussten wir 41 Gegentore hinnehmen. In der letzten Saison, in der wir den Klassenerhalt erst im letzten Spiel gegen Hoffenheim geschafft haben, waren es genau 7 mehr, nämlich 48! In der vergangenen Spielzeit habe ich 28 von 34 Spielen bestritten, in der Meistersaison waren es gerade mal 3 mehr, nämlich 31. Damals haben dieselben Leute geschrieben, dass ich einen wesentlichen Beitrag zum Meistertitel geleistet habe. Schon komisch.
Ich bin nun seit fast zehn Jahren Profifussballer. In dieser Zeit ist keine Transferperiode vergangen, ohne dass neue Spieler zu meinem Team gestossen sind. Das betrifft ab und zu auch die Torhüterposition. So läuft das nun mal in diesem Geschäft. Es wäre mir aber nie in den Sinn gekommen, meine Einstellung oder meinen Einsatz darauf auszurichten, wer kommt, wer geht oder wer gerade da ist. Das habe ich auch in Zukunft nicht vor. Egal, wer meine Mitkonkurrenten um die Nummer 1 sind, im Verein oder in der Nati, ich werde wie immer alles daran setzen, die Nummer 1 zu sein.»
Aufgezeichnet von Andy Huber
(20 Minuten)






























