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«Freistoss» mit Georges Bregy
09. September 2009 11:25; Akt: 11.09.2009 17:14 Print
«Es fehlen noch fünf Prozent bis Südafrika»
Auf die Schweiz wartet in den letzten drei WM-Qualifikationsspielen keine einfache Aufgabe. Sieben Punkte müssen her, dann ist die Hitzfeld-Elf in Südafrika sicher dabei. Darum muss die Schweiz in Lettland unbedingt auf Sieg spielen, fordert auch 20-Minuten-Online-Kolumnist Georges Bregy.

Noch fehlen der Schweiz zwei Siege und ein Unentschieden zur sicheren WM-Qualifikation. (Bild: Keystone)
Natürlich hat die Schweizer Nationalmannschaft keinen Grund, Lettland zu unterschätzen. Aber jetzt mal ganz ehrlich: Nach dem 2:0-Heimsieg gegen Griechenland vom letzten Samstag steht das Tor zur WM 2010 in Südafrika weit, wirklich sehr weit offen. Aus meiner Sicht fehlen noch fünf Prozent bis Südafrika, 95 Prozent der Arbeit hat das Hitzfeld-Team bereits erledigt.
Die Mannschaft ist so stark wie noch selten. Darum gibt es für mich auch keine Frage, was das Spiel am Mittwochabend gegen Lettland betrifft. Es muss ganz einfach ein Sieg her! Bei allem Respekt – Lettland ist nun wirklich keine Übermannschaft, was sollen also all die Diskussionen von wegen «Unentschieden spielen und einen Punkt holen.»
Euphorie ist fehl am Platz
Ottmar Hitzfeld weiss das natürlich auch selbst. Aber er hat nicht zu oft von einem Sieg gesprochen, weil er die Spieler nicht allzu stark in Sicherheit wiegen will. Euphorie ist vor dem Match gegen die Letten nicht am Platz. Im Gegenteil, es wird noch einmal harte Arbeit werden wie in den Spielen zuvor. Die Schweiz hat ja nie wirklich spielerisch brilliert. Es waren letztlich alles hart erkämpfte Arbeitssiege. Der Einsatz lohnt sich. Denn die Spieler wissen, dass ihnen die grosse Chance winkt, an einer Fussball-Weltmeisterschaft teilzunehmen, die erstmals auf dem schwarzen Kontinent ausgetragen wird.
Ersatzspieler in Topform
An der Startformation würde ich im Vergleich zum Griechenland-Match nichts ändern. Natürlich, wenn Gökhan Inler fit ist, muss er spielen. Und Alain Nef wird Stephan Lichtsteiner Platz machen müssen, obwohl er mir am Samstag recht gut gefallen hat. Doch Lichtsteiner wird der Mannschaft spielerisch noch etwas mehr bringen. Ziemlich hart ist die Situation im Moment für Eren Derdiyok, Hakan Yakin und Johan Vonlanthen. Alle drei sind in Topform und Stammspieler bei ihren Klubs. Darum ist es für sie nicht ganz einfach, sich mit der Joker-Rolle abfinden zu können.
Doch wie das Beispiel Basel gezeigt hat, haben diese drei Spieler die Fähigkeit, mit ihren genialen Ideen und einem Feuerwerk gegen einen bereits etwas ermüdeten Gegner die Entscheidung zu erzwingen. Diese Eigenschaft macht sie für Ottmar Hitzfeld besonders wertvoll. Und Hitzfeld ist ein besonders geschickter Psychologe. Er schafft es, den dreien das Gefühl von Wichtigkeit für die ganze Mannschaft zu geben. Darum ist bis jetzt auch noch nie Unruhe aufgekommen. Zudem weiss jeder Spieler, dass er in der Nationalmannschaft seine persönlichen Interessen dem ganz grossen Ziel Fussball-WM 2010 unterordnen muss. Das lohnt sich. Denn wie gesagt: Es fehlen nur noch fünf Prozent!
Georges Bregy, 20 Minuten Online
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Alle 29 Kommentare
































Achtung mit der Euphorie
Die Euphorie ist gross. Doch Achtung...Ich bekam letzten Samstag eine Lektion in Sachen Euphorie. Ich bin zur Zeit in Chile in den Ferien und letzten Samstag spielte Chile-Venezuela. Die Euphorie war gross, 3-0, 4-0 sogar 7-0 waren die tipps vor dem Spiel. Was gabs? 2-2 unentschieden. Achtung!!!!!!!
Ersatzbank
Ich finde es toll,dass man so eine gute Ersatzbank hat, Das war schon mal anders in der Nati. Ausserden sollte doch jeder Spieler motiviert genug sein ob er nun spielt oder nicht.
Yakin
Ich denke nicht, dass Yakin die Puste für 90 Minuten hat, sicher ist er der kreativere Spieler als z.Bsp. Huggel. Frei und N'Kufo hatten einen schweren Stand am Samstag, sahen fast keine Bälle, daher ist es meiner Ansicht nach schwierig zu sagen, ob das Duo Derdiyok, Von Lanthen mehr Druck erzeugen.