Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Kap der Leiden
24. November 2012 12:32; Akt: 21.01.2013 19:38 Print
«Das war der Sturz der Woche»
von Reto Fehr - Das 20-Minuten-Online-Team «Stiftung Wädlitest» reist zur Vorbereitung aufs Cape Epic auf die Vulkaninsel La Palma. Gelernt haben wir viel – aber geschmerzt hats ebenfalls.
Cape-Epic-Trainingslager auf La Palma.
-
Kap der Leiden: Dieser Höllenritt steht uns bevor
-
Kap der Leiden: Erstes Rennen – Letzter Platz
-
Leistungstest mit Maske: Strampeln, bis wir fast vom Velo fallen
-
Erstes Training: Stürze, Schürfungen und blaue Flecken
-
Verwandlung zum Radprofi: «Mehr trinken und beim Essen aufpassen»
- Dossiers
-
Das Kap der Leiden
Irgendwann ging alles zu schnell: Gewicht nicht mehr weit genug hinter dem Sattel, die mit Zeige- und Mittelfinger gedrückte Vorderradbremse nicht gelöst und dann kam da vor allem noch dieser Stein. Das Rad blockiert und ich fliege über den Lenker auf den harten Steinboden. Zum Glück sind die Schoner montiert, denn unser Guide Rudi erklärte als Erstes: «Die Steine hier sind spitziger und rauer als in der Schweiz. Wenn ihr stürzt, dann ist die Tapete ab.» Dank den Protektoren an Armen und Beinen kommen wir mit kleinen Schrammen davon.
Bildstrecken Streckenprofil des Cape Epic 2013Cape Epic - Ausrüstung & BodyanalyzerCape Epic Video
Cape Epic 2013
Strampeln, bis wir fast vom Velo fallen
Kap der Leiden
20-Minuten-Online-Sportchef Reto Fehr bestreitet mit seiner Teamkollegin das Cape Epic, das härteste Mountainbike-Etappenrennen der Welt, im März 2013 in der Region von Kapstadt (Südafrika). Seit Juni berichten wir in einer losen Serie von den Fortschritten sowie den Freuden und Leiden im Trainingsalltag. Zur Unterstützung können wir auf die Tipps von Ochsner Sport Coach Urs Gerig zählen. Hier gehts zur Facebook-Seite des Sport Coaches. Das von Deutschen geführte Unternehmen Bike'n'Fun bietet in Los Llanos auf La Palma Bikevermietung und Touren für jedes Niveau an (biken@bikenfun.de). Ziel bei unserem Cape-Epic-Trainingslager war vor allem an der Technik zu feilen und Erfahrungen auf dem meist steinigen Untergrund zu sammeln. Das bergige Gelände auf der kanarischen Insel ist fürs Mountainbiken ideal.
Wir befinden uns auf La Palma. Da wir Bike-Anfänger sind, riet unser Ochsner Sport Coach Urs Gerig jede Möglichkeit zum Techniktraining zu nutzen. Dies geht auf den Kanarischen Inseln im November deutlich einfacher. Statt Nebel und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt scheint hier die Sonne bei über 20 Grad. Für Bike-Fans ein Traum.
Eine der steilsten Inseln der Welt
Die Insel ist schnell erklärt: 42 Kilometer lang, 28 km breit und ziemlich in der Mitte bildet der Roque de los Muchachos den höchsten Punkt auf 2426 Metern über Meer. Diese Mischung macht das Eiland zu einem der steilsten der Welt. Es wimmelt von Weglein auf losem Geröll, spitzigen Steinen und teilweise sandigen Pfaden. Kurz: Ideal, um an unserer Fahrtechnik zu feilen. Wir leihen bei Bike'n'Fun in Los Llanos erstklassige Mountainbikes aus und können uns täglich einer Tour mit Guide anschliessen. Alle sprechen deutsch, was das Fachsimpeln erleichtert.
So strampeln wir täglich rund 1000 Höhenmeter hoch, können die fantastische Aussicht geniessen und rollen über den schwarzen Vulkansand, auf Waldboden oder Geröll. Für uns ist die Unterlage mehrheitlich Neuland, doch im März 2013 am Cape Epic, einem der härtesten Mountainbike-Rennen der Welt, wird es durchaus ähnliche Streckenabschnitte zu bewältigen geben. Alles fahren können wir nicht, die Fortschritte merken wir dafür täglich. Zudem bezwingen wir Single-Trails, die wir noch vor Kurzem für unfahrbar hielten. Trotzdem: Nach einem schmerzhaften Sturz Ninas auf die Hüfte, lassen wir es am dritten Tag gemächlich angehen und bleiben für einmal auf geteertem Untergrund. Wir radeln zum Meer und dann wieder 450 Höhenmeter hoch bis zu unserer Unterkunft.
Die «Tapete» ist noch dran
Neben den täglichen Fahrten gibt Rudi Tipps zur Technik und wir können das Gelernte bei den Abfahrten gleich anwenden. Die richtige Position bei Haarnadelkurven, den Schwerpunkt bergab so weit wie möglich nach hinten verlagern oder auch, dass im Idealfall die Bremsen nur mit dem Zeigefinger betätigt werden. Hätte ich alles befolgt, hätte mein eingangs erwähnter kleiner Unfall vermieden werden können. Immerhin krönt Rudi meinen unsanften Abgang am letzten Abend zum «Sturz der Woche.» Und ja, die «Tapete» ist nach der knappen Woche überall noch dran.

Die Printausgabe von 20 Minuten gibts jetzt auch als ePaper.
Die 20 Minuten App Familie
Thank god it's Friday!
DIE Nightlife-Website für Partyverrückte aus aller Welt
















