Erfolgs-Keeper

15. März 2017 13:56; Akt: 15.03.2017 13:56 Print

Auf den Spuren des grossen Vaters

Leicester-Goalie Kasper Schmeichel eifert immer mehr seinem Papa Peter nach – die logische Folge wäre der Gewinn der Champions League.

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Leicesters Märchen auf internationaler Ebene geht weiter. Die Foxes stehen nach dem 2:0-Sieg im Champions-League-Achtelfinal gegen Sevilla in den Viertelfinals.

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Grossen Anteil am Höhenflug hat Kasper Schmeichel. Der Goalie avancierte in beiden Partien zum Matchwinner. Beim 1:2 im Hinspiel trieb er mit seinen Paraden Sevillas Offensive zur Verzweiflung. Zudem hielt der 30-Jährige einen Penalty von Joaquin Correa. Beinahe das gleiche Bild im Rückspiel. Mit dem gehaltenen Penalty von Steven N'Zonzi beim Stand von 2:0 für die Engländer verhinderte Schmeichel eine Verlängerung. «Was für eine unglaubliche Nacht. Dafür spielen wir. Eine grosse Teamleistung», twitterte der Goalie.


Wie der Vater, so der Sohn

Kaspers jüngstem Coup wohnte sein Vater Peter auf der Tribüne bei. Der legendäre ManUnited-Goalie sass auch am 2. Mai letzten Jahres im Stadion, als die Foxes den überraschenden Meistertitel feierten. Kasper war damals 29 Jahre alt. Gleich alt wie sein Vater, als er am 2. Mai 1993 mit Manchester United erstmals englischer Meister wurde. Wird das Schmeichel-Familiengesetz weitergeführt, müsste Kaspers Sohn Max am 2. Mai 2039 englischer Meister werden.


Klein-Kasper erlebte den zweitgrössten Erfolg seines Vaters ebenfalls im Stadion. 1999 im Camp Nou in Barcelona, als Manchester United die Partie gegen Bayern München in der Nachspielzeit drehte und die Champions League gewann. Der Zwölfjährige meinte damals nach dem Kabinenbesuch: «Ich habe noch nie so viele Männer so laut brüllen gehört.» Beim Gewinn der EM 1992 war Kasper erst sechs Jahre alt und bekam den Coup von seinem Dad zu Hause mit. In der dänischen Nationalmannschaft gaben die beiden Schmeichel-Goalies auch ungleichaltrige Debüts. Peter war 24, Kasper 26.

Neuer Schwung unter Shakespeare

Während Leicester diese Saison international Erfolg hat, stürzte der Champion in der Premier League regelrecht ab. Meistertrainer Claudio Ranieri musste im Februar deshalb seinen Posten räumen. Er wurde durch den Assistenten Craig Shakespeare ersetzt. Unter dem 53-jährigen Coach gewannen die Foxes zwei Ligaspiele und kamen von den Abstiegsplätzen weg. Dass er bis Ende Saison Chefcoach bleibt, stand schon vor dem jüngsten CL-Triumph fest. Über diesen sagte der Trainer, dass jeder darauf stolz sein könne.


Geht es mit den wiedererstarkten Engländern weiter bergauf, kann Kasper Schmeichel Anfang Juni vielleicht sogar die CL-Trophäe in die Höhe stemmen. So abwegig ist dieses Szenario gar nicht. Wer dachte letzte Saison schon, dass Leicester Meister wird? Vater Peter wäre beim Final in Cardiff sicher wieder im Stadion.

(heg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fussballfan am 15.03.2017 14:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leicester

    Wäre natürlich toll wenn Leicester die CL gewinnen könnte, aber mit solchen Kalibern wie Real, Barca, Bayern, etc. wird das schon eine Herkulesaufgabe...

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  • Experte am 15.03.2017 14:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alte Zeiten

    Niemand dachte das griechenland die em gewinnt. Sie gewannen die em. Niemand dachte das liverpool nach 0:3 zur halbzeit 2005 gegen milan noch die cl gewinnt. Sie gewannen die cl. Niemand dachte das leicester 2016 die pl gewinnt. Sie gewannen die pl. Der rest ist geschichte.

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  • ChrisT am 15.03.2017 15:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Manche habens schon schwer im Berufsleben

    so spontan fällt mir jetzt keiner ein der "besser" als sein Vater war, weder Beckenbauer, noch Hill auch Villeneuve nicht und Mike wirds auch nicht. Einzig Michael Douglas vielleicht obwohl Kirk doch wieder unerreichbar ist.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • René Maeder am 15.03.2017 23:32 Report Diesen Beitrag melden

    Charakterlumpen

    Noch vor einem Monat hätte ich mich gefreut, wenn Leicester gewonnen hätte. Aber, nachdem sich ein Grossteil der Spieler charakterlich als sehr defizitär entpuppt hat, kann ich mich nicht mehr freuen, wenn sie gewinnen. Die Art, wie Ranieri abgesägt wurde (Vardy und Schmeichel waren die Rädelsführer) hinterlässt einen sehr bitteren Nachgeschmack. Ich hoffe, die Equipe steigt Ende Saison noch ab.

  • Fred am 15.03.2017 15:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Penalty war schwach

    Ich kenne die Qualitäten von Schmeichel Jr. nicht, kann ihn nicht beurteilen. Aber ich habe den Penalty gesehen, und der war sackschwach!

  • ChrisT am 15.03.2017 15:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Manche habens schon schwer im Berufsleben

    so spontan fällt mir jetzt keiner ein der "besser" als sein Vater war, weder Beckenbauer, noch Hill auch Villeneuve nicht und Mike wirds auch nicht. Einzig Michael Douglas vielleicht obwohl Kirk doch wieder unerreichbar ist.

    • Paolo am 16.03.2017 15:34 Report Diesen Beitrag melden

      Ich kenne schon einen

      Cesare Maldini war ein grossartiger Spieler und Kapitän der Milan Mannschaft die als erstes Italienisches Team 1963 der Meistercup gewann. Sohn Paolo Maldini war aber noch eine ganze Klasse besser.

    • Max am 16.03.2017 15:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @ChrisT

      Viele Söhne haben es schwer besser als die Väter zu sein.Zumindest erfolgreicher wenn auch nicht besser war Stephane Chapuisat.Dessen Vater war vom Können her einer der besten Fussballer,den die Schweiz je hatte.Sein sehr schwieriger Charakter und die Provokationen der Schiedsrichter ihm gegenüber (manchmal schien es als wetteiferten diese wer ihm zum frühesten Zeitpunkt eine Gelbe zeigt)verhinderten eine sehr grosse Karriere.

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  • Theorie & Praxis am 15.03.2017 14:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frechheit

    Plötzlich ist ranieri weg und sie gewinnen jedes spiel. Da sieht man, sie wollten ihn nicht mehr und darum verlor man jedes spiel. Ich hoffe die steigen ab und kommen im viertelfinal richtig drunter.

    • Dk10 am 15.03.2017 15:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Theorie & Praxis

      Genau sie verlieren extra. Du weisst schon das bei einem sieg sie noch um einiges mehr an geld verdienen als sonst?

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  • Fussballfan am 15.03.2017 14:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leicester

    Wäre natürlich toll wenn Leicester die CL gewinnen könnte, aber mit solchen Kalibern wie Real, Barca, Bayern, etc. wird das schon eine Herkulesaufgabe...

    • insider am 15.03.2017 17:01 Report Diesen Beitrag melden

      Platz 1 ist schon vergeben

      Der Kampf um Platz zwei wird tatsächlich hart. Bayern und Real sind in guter Form. An Uefalona kommt trotzdem keiner vorbei ...

    • pedro am 16.03.2017 02:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @insider

      seit wann ist real in guter form...ohne ramos wären die im moment gar nichts

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