Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Schande von Zürich
03. Oktober 2011 07:50; Akt: 04.10.2011 14:29 Print
«Das ist für mich Arbeits-Verweigerung»
Nach dem 226. Zürcher Derby wurde nicht nur über Chaoten, sondern doch noch über die sportliche Leistung gesprochen. FCZ-Coach Urs Fischer ging mit seiner Mannschaft hart ins Gericht.
«Das war mit Abstand die grösste Enttäuschung für mich und ich entschuldige mich bei allen FCZ-Fans für den lustlosen Auftritt.» Deutliche Worte von FCZ-Trainer Urs Fischer nach dem abgebrochenen Zürcher Derby. Doch der Coach fand auch lobende Worte – für den Gegner. «GC hat fantastisch gespielt: mit Laufbereitschaft, mit Wille, Engagement und Kampfgeist. Alles, was man braucht und alles, was meine Mannschaft nicht hatte», sagte Fischer an der Pressekonferenz nach dem Spiel - obwohl an diesem Sonntagabend keiner mehr so richtig Lust hatte, noch über den sportlichen Teil im Letzigrund zu reden.
Bildstrecken Eklat am Zürcher Derby Video
«Heute hat der Fussball definitiv verloren»
Nach den Krawallen und hässlichen Szenen während des 226. Zürcher Derbys geriet das Interesse am eigentlichen Anlass, dem Spiel zwischen GC und dem FCZ, in den Hintergrund. Zum Leidwesen des Grasshopper Clubs. Denn die Mannschaft von Ciriaco Sforza zeigte die bisher beste Saisonleistung und hatte den Stadtrivalen über 77 Minuten schwindlig gespielt. Die 2:1-Führung zum Zeitpunkt des Abbruchs war nicht nur die logische Folge, sondern auch verdient. Das Resultat hätte mit mehr Effizienz weit deutlicher ausfallen müssen. Der FCZ hingegen dilettierte sich durch die Partie. Ausser bei der missratenen Flanke von Philippe Koch, die sich zum zwischenzeitlichen 1:1 hinter GC-Goalie Roman Bürki ins Tor senkte, war vom Vize-Meister nichts zu sehen. Und gäbe es das Wort «unterragend», dann müsste man es für die Performance des FCZ an diesem Sonntag verwenden.
Fischer poltert
An der Pressekonferenz platzte Urs Fischer schliesslich der Kragen. «So geht es nicht! Was meine Mannschaft gezeigt hat, damit kann ich mich nicht einverstanden erklären. Das ist für mich Arbeitsverweigerung», poltert der FCZ-Trainer. «Da gibt es mehr als ein ernsthaftes Wort, das ich mit meiner Mannschaft reden werde.» Fischer versteht nicht, dass man in so einem wichtigen Spiel nicht einmal im Ansatz bereit war, GC Paroli zu bieten. Während der Nati-Pause wartet viel Arbeit auf den Coach. Denn in dieser Verfassung wird der FCZ wohl keinem Gegner in der Super League Paroli bieten können.
Sieger sehen anders aus. Ciriaco Sforza schüttelt immer wieder den Kopf, während er mit leerem Blick die Medienkonferenz über sich ergehen lässt. Der GC-Trainer ist frustriert. Kurz fällt auch seine Analyse aus. «Wir haben gezeigt, was und wohin wir wollen. Die Mannschaft hat Leidenschaft gezeigt und Herz – leider haben wir nur zwei Tore geschossen.» Zu den Vorfällen will Sforza nichts sagen. Der GC-Coach meint sauer: «Zu dieser Scheisse will ich mich gar nicht mehr äussern.»
Liga, echte Fans und Politik gefordert
Das werden jetzt andere tun müssen. Vor allem muss aber gehandelt werden. Gefordert sind viele: Zum Beispiel die Disziplinarkommission der Liga mit dem Urteil. Echte Fans, die ihre Kurve einer Selbstreinigung unterziehen und ihre ganze Energie maximal in tolle Choreos investieren. Und auch die Politik mit sinnvollen Gesetzesänderungen. Denn Datenschutz usw. für Randalierer, die Verletzungen oder gar das Leben unschuldiger Menschen in Kauf nehmen, sollte es nicht geben.
(ete)
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
-
Alle 5 Kommentare
































Schwarzer Tag
Urs Fischer trifft den Nagel auf den Kopf mit seinen Worten. Das war das schlechteste Spiel das ich je gesehen haben von ihnen. Das war ein ganz ganz schlimmer Tag,schlechte Leistung und schlechte "Fans". Es hätte nicht schlimmer enden können.
Am Zahltag packen
Für Arbeitsverweigerung dürfte es aber auch keinen Lohn geben. Wie wäre es, wenn man diesen überbezahlten und verwöhnten Bubis mal einen knallharten Vertrag geben würde? 4'000.- Monatslohn. Für jedes geschossene Tor gibts 200.- Prämie pro Mann. Solchene Verträge auf Leistungsbasis gibt es azsserhalb der "geschützten Werkstatt Nati A" mehr als genug.
richtig
genau richtig. dann müssten viee fussballer ende monat noch draufzahlen. wird einfach nicht geschätzt und die gehälter sind viel zu hoch!
Fcz
Sie glauben doch nicht das diese krawalle nur durch dies entstanden ist weil die hoppers fanen vom fcz geklaut haben! Die leistung vom fcz trägt die hauptschuld! In dieser mannschaft herrscht chaos und fischer muss gehen!
Billige Entschuldigung
Eine billige Antwort auf einen mageren FCZ. So einfach kann man diese Chaoten nicht entschuldigen. Das ist für mich versuchte Körperverletzung bis hin zur Inkaufnahme von bleibenden Schäden. 3 Jahre hinter Gitter unbedingt!