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Kantone übernehmen
01. September 2011 15:56; Akt: 01.09.2011 18:11 Print
Der Runde Tisch gegen Hooligans ist Geschichte
von Lukas Mäder - Der Runde Tisch gegen Hooliganismus ist am Donnerstag in Bern wohl zum letzten Mal zusammengetroffen. Künftig werde der Kampf gegen Chaoten dezentral geführt, so Ueli Maurer.
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Der Runde Tisch gegen Hooliganismus
in seiner bisherigen Form rückt in den Hintergrund. Er wird nur noch bei Bedarf zusammenkommen. Das werde in den nächsten Monaten und wahrscheinlich Jahren nicht der Fall sein, erklärte Bundesrat Ueli Maurer vor den Medien in Bern, nachdem der Runde Tisch zum zehnten Mal zusammengekommen war. Es gelte nun, den Kampf gegen Hooligans dezentral vor Ort zu führen. Für die Umsetzung von Massnahmen sei nicht der Bund zuständig. Deshalb müssten nun beispielsweise der Berner Polizeichef mit dem Sicherheitsverantworltichen von YB direkt zusammenarbeiten, sagte Maurer. Die Verantwortung gehe nun vom nationalen zu regionalen Runden Tischen über.
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Ein konkretes Projekt für ein neues Gremium haben die kantonalen und städtischen Polizeidirektoren, wie Roger Schneeberger von der Justizdirektorenkonferenz KKJPD zu 20 Minuten Online sagt. Diese Plattform Sicherheit soll neben den Sicherheitsdirektoren der Kantone und Städte auch Vertreter der SBB, der Polizeikommandanten sowie des Bundesamts für Polizei (Fedpol) umfassen. Situativ können auch weitere Teilnehmer eingeladen werden, so Schneeberger. «Wir wollen den Dialog mit den Sportverbänden nicht abbrechen.» Details des neuen Gremiums, wie beispielsweise der Turnus, seien noch nicht bekannt.
Zum faktischen Ende des Runden Tisches zog Maurer eine positive Bilanz. Dieser «war sehr konstruktiv und hat etwas erreicht». Als Beispiel nannte er die Mustervereinbarungen zwischen Städten und Clubs, die in Bearbeitung und teilweise in Kraft seien. Zudem strich Maurer hervor, dass Gespräche zwischen den Beteiligten auf kantonaler Ebene eingeführt worden seine. «Der Runde Tisch hat Kinder bekommen.»
Kombi-Ticket als Streitpunkt
Sportminister Maurer räumte auch ein, dass bei gewissen Fragen keine Einigkeit am Runden Tisch geherrscht habe. So stünde eine Lösung für die An- und Abreise der Fans bei Auswärtsspielen sowie für die Identifikation der Besucher beim Eintritt ins Stadion noch aus.
Aus ihrer Ablehnung des Kombi-Tickets machten die Sportverbände kein Geheimnis. Sowohl Marc Furrer vom Eishockeyverband als auch Peter Gilliéron vom Fussballverband halten dieses Instrument für nicht umsetzbar. Weiter wehren sich die Verbände gegen eine Bewilligungspflicht, die Auflagen für die Veranstalter ermöglichen würden. Der Fussballverband sei aber für ein hartes Durchgreifen bei Hooligans, sagte Gilliéron. Die Täter sollen deanonymisiert werden.
Beim Streit um das Kombi-Ticket hat sich letzte Woche ein möglicher Kompromiss abgezeichnet. So haben die SBB und YB freiwillig eine Vereinbarung unterzeichnet, dass versuchsweise bis Ende Jahr Sicherheitspersonal des YB dessen Extrazüge begleiten. Die Fussballliga SFL werde dieses Pilotprojekt gespannt verfolgen, sagte deren Präsident Thomas Grimm. Eine Beurteilung wollte er noch nicht vornehmen. Die SFL sei aber offen für jede Lösung.
Seit Wochen in der Kritik
Die faktische Auflösung des Runden Tisches auf nationaler Ebene kommt nicht überraschend. Vielmehr übten insbesondere die Kantone in den letzten Wochen Kritik am Gremium, da ihm die Kompetenzen fehlten. Dies zeigt sich insbesondere bei den umstrittenen Punkten Kombi-Ticket oder Bewilligungspflicht.
Die Kantone haben deshalb bereits vor zwei Wochen beschlossen, schärfere Massnahmen einzuführen. Dies sind neben einer Bewilligungspflicht mit Auflagen auch die Möglichkeiten für ein landesweites Rayonverbot und für ein rascheres Verfügen von Meldeauflagen. Die letzteren zwei Punkte unterstützen auch die Sportverbände. Bis Ende Jahr soll die Vernehmlassung für eine Anpassung des bestehenden Konkordats abgeschlossen sein. Im ersten Halbjahren kommen die Gesetzesänderungen dann laut Plan der KKJPD in die kantonalen Parlamente.
(Mitarbeit: uwb)
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Alle 30 Kommentare































Wahlkampf auf Kosten der Fussballfans
Die Hetze von Politik und Medien auf die Fussballfans nimmt langsam aber sicher groteske Züge an. Liebe Leser glaubt nicht alles was in den Printmedien geschrieben wird oder im TV gezeigt wird. Bildet euch eine einige Meinung in dem ihr die Fakten studiert. Die meisten Fussballspiele laufen immer noch friedlich ab. Szenen wie die jetzt hochstilisierten gibt es zum Glück äusserst selten. (Das solche Bilder von 99,9 Prozent der Fussballfans auch kritisiert werden versteht isch von selbst) Auch die Schäden in den Zügen werden von den SBB immer wieder geschickt in die ungedeckten Kosten vermischt
Eckiger Tisch
Ich schlage einen eckigen anstelle eines runden Tisches vor. Zudem eine Projektgruppe bilden mit dem Ziel einer Absichtserklärung, die man nach Abschluss erklären kann. Alle Beteiligten müssen einen Schritt aufeinander zugehen. Natürlich ist für die nötige Sicherheit zu sorgen das es dabei nicht zu Ausschreitungen kommt, denn der eckige Tischen hat scharfe Kanten. Auf Ende 2018 könnte so ein Grundlagenpapier ausgearbeitet werden, als Grundlage für weitere Schritte.
Gehts noch um Sport ?
Nehmt doch einfach endlich die Clubs und Vereine in die Pflicht. Solange auf den Plätzen auch Härte und Raufereien, sowie unsportliches Verhalten geduldet wird, gibts auch hirnlose Zuschauer und Hooliganismus. Sport muss wieder einfach nur Sport sein. Die hohen Gehälter der Bosse und Akteure tragen auch viel zum heutigen Zustand bei. Als Steuerzahler möchte ich mit all dem nichts zu tun haben. Basta !