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Fussball-Randale
10. Oktober 2011 17:17; Akt: 10.10.2011 17:37 Print
Die Mehrheit ist gegen Polizei in Stadien
von Olaf Kunz - Abpfiff bei Petardenwürfen, Polizeieinsätze bei Fussballspielen und Alkoholverbot in Stadien - viele Forderungen nach der «Schande von Zürich» sind für die Leser reiner Unfug.
Konsequentes Abpfeifen bei bei Fackelwürfen im Stadion: Lediglich 29 Prozent befürworten eine solche Regelung ohne Vorbehalte. Ein fairer Spielbetrieb wäre nicht mehr gewährleistet. (Quelle: 20 Minuten Online)
Nach den massiven Ausschreitungen während des Derbys im Letzigrund vom 2. Oktober, werden von Fussball-Clubs, Polizeidirektoren und Politikern ständig neue Vorschläge, Verbote und Forderungen in die Runde geworfen, mit denen sich ihrer Ansicht nach solch dramatische Szenen künftig vermeiden lassen. Wie steht eigentlich die Bevölkerung zu den kontroversen Ideen? 20 Minuten Online befragte seine Leser.
Die grosse UmfrageAn der nicht repräsentativen Web-Umfrage, die vom 4. bis 10. Oktober auf 20 Minuten Online aufrufbar war, haben sich insgesamt
88,6 Prozent der Teilnehmer sind männlich, 11,4 weiblich. 52,8 Prozent bezeichnen sich selber als Fussball-Fan mit Leib und Seele, 34,6 Prozent als moderate Fans. 12,6 Prozent hingegen haben mit Fussball so gut wie nichts am Hut.
Alle detaillierten Ergebnisse, aufgeteilt nach Geschlecht, Fan-Status oder Club-Nähe gibt es in Tabellenform hier.
Eines der Ergebnisse der nicht repräsentativen Umfrage unter über
Polizei im Stadion? Nein, danke!
Sowohl Fussball-Fans als auch Nicht-Fans sind überwiegend gegen ein Alkohol- und Stehplatzverbot bei Risikospielen. 60 Prozent lehnen beide Verbote strikt ab. Lediglich jeder Fünfte erachtet diese Massnahmen als zielführend. Auch der Bewilligungspflicht für Hochrisikospiele wird eine klare Absage erteilt: Zwei Drittel der Befragten sehen bei einer Umsetzung massive Probleme vorprogrammiert. Sie vertreten die Ansicht, dass der Behördenwillkür damit «Tür und Tor geöffnet» werde und viele Fans durch überzogene Auflagen zu unrecht bestraft würden.
Bei der Frage, ob künftig generell Polizeikräfte die Sicherheitskräfte in den Stadien unterstützen sollen, vertritt ein Drittel der Befragten den Standpunkt, dass dies absolut notwendig sei. Noch mehr sehen indes Polizisten höchstens bei Hochrisikospielen als eine mögliche flankierende Massnahme gerechtfertigt. Etwas mehr als jeder Vierte hingegen ist der Meinung, dass die Sicherheit in Stadien Sache der privaten Security-Mitarbeiter bleiben soll. Diese Ansicht vertritt auch Heinz Buttauer, Präsidenten des Verbandes Schweizerischer Polizei-Beamter (VSPB). Für ihn ist das Stadion privates Areal und somit auch «eine privatrechtliche Angelegenheit».
Doch ob Polizei oder Sicherheitsmitarbeiter: Leibesvisitationen bis in den Intimbereich als Präventivmassnahme stossen auf Empörung: 40 Prozent finden das völlig unverhältnismässig. Weitere 30 Prozent sehen dies maximal gerechtfertigt, wenn es sehr konkrete Verdachtsmomente gibt. Fraglich bleibt, wer darüber im Einzelfall befinden sollte.
Welches Ergebnis soll zählen? Die meiste Zustimmung unter den möglichen Optionen erhält ein 0:0, das mit Null Punkten für GC und FCZ gewertet wird.
Quelle: 20 Minuten Online
Kein Abbruch bei Fackelwurf
«Der Grasshopper Club Zürich (GC) und Stadtrat Gerold Lauber sind sich einig, dass Spiele abgebrochen werden sollten, wenn Pyros und ähnliches im Stadion abgebrannt werden» - dies wurde wenige Tage nach den Ausschreitungen über eine Medienmitteilung verbreitet. 30 Prozent der Umfrage-Teilnehmer unterstützen diese Forderung. Genauso viele hingegen sehen dies lediglich gerechtfertigt, wenn Feuerwerke klar gegen Menschen gerichtet sind.
Tatsächlich wäre durch einen derart erzwungenen Spielabbruch ein fairer Spielbetrieb nicht mehr gewährleistet. Warum, zeigt der Kommentar von Leser Steve Stöckli: «Endlich weiss ich, wie ich den GC absteigen lassen kann. Ich kauf mir eine Saisonkarte und zünde regelmässig Pyros. Dann gibt es immer 0 Punkte und der Verein steigt ab!» Aus gutem Grund fordern 40 Prozent der Teilnehmer daher, dass bei derartigen Vorfällen die Partien nicht bedingungslos beendet werden, sondern die Referees von Fall zu Fall entscheiden.
Schnellgerichte müssen her
In zweierlei Hinsicht hingegen herrscht grossflächige Einigkeit. So wird die Einrichtung von Schnellgerichten für die Verurteilung von Krawallmachern bei Fussballspielen von einer breiten Basis gestützt. Zum anderen sollen Fackelwerfer an den Internetpranger gestellt werden. Ihr Name und Bild soll im Web für jedermann sichtbar werden.
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Alle 52 Kommentare
































Das ist Kriminalität!
Das soll noch Sport sein?
Moltowcocktail im Fanblock
Im EM-Quali-Spiel Griechenland-Kroatien haben griechische Hooligans einen Moltowcocktail in den kroatischen Fanblock geworfen. Nur mit viel Glück wurde niemand ernsthaft verletzt. Möchten wir warten, bis auch bei uns ein derartiger Tiefpunkt erreicht wird und es Schwerverletzte oder gar Tote gibt? Zero tolerance!
und was ist passiert???
das spiel wurde für 6min unterbrochen.... und dann wurde weitergespielt.. bei fcz - basyl gab's schwerverletzte und es wurde weitergespielt... nur beim letzten derby gab's keine alternative als das spiel abzubrechen??? fair, fairer, schweizer fussball...
schwarzer peter
es ist zu befürchten, dass das eintreten kann. unmittelbar nach der "schande von zürich" schrie alles nach griffigen massnahmen, jetzt, einige zeit danach, scheint alles doch nicht so schlimm gewesen zu sein. wie man den aktuellen kommentaren entnehmen kann, sind es die zuschauer, die bereits wieder zurückkrebsen und nicht die behörden, denen ja so gerne der schwarze peter zugespielt wird.
Naja
Sobald man Polizisten in die Kurven schickt, eskaliert es so oder so. Dann kann man ja direkt jedes Spiel abbrechen wegen Ausschreitungen ;-)!
Stimmt nicht
Das stimmt nicht ganz, in der alianz arene in münchen ist eine spezial einheit rein, machte sich den weg frei, nahm die chaoten mit und wieder raus. Da kann sich niemand mehr zu weh setzten, nur kônnen unsere pozilei das nicht.
Warum?
Und warum sollte es eskalieren? Ah natürlich, die Polizei provoziert allein durch ihre Präsenz.... Beweist einfach nur die Intelligenz dieser '''Fans''' - alles nur faule Ausreden - oder kommt es auch zu Ausschreitungen wenn die Polizei sonst irgendwo präsent ist?