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16. Oktober 2007 23:30; Akt: 16.10.2007 22:32 Print
Euro 08: Krach um die Fanzone
Der Protest gegen die Strassensperrung während der Euro wächst. Nun hat die Stadt den erzürnten Gewerblern eine mögliche Alternative vorgestellt: Public Viewing auf einem riesigen Dach.
Vom Bernhardtheater bis zum Bellevue könnte eine gigantische Plattform gebaut und ein Teil des fünfspurigen Utoquais übertunnelt werden. Die Public Viewing Area würde dann teilweise in luftige Höhen verlegt und eine Leinwand hochgestemmt werden, auf der Fans die Spiele verfolgen könnten. Die Stadt hat die Projektstudie vom bekannten Stadionbauer Nüssli aus Hüttwilen ausarbeiten lassen. Der Stadtzürcher Euro-Delegierte Daniel Rupf stellte diese kürzlich Gewerbevertretern rund um die Fanzonen vor.
Hans-Peter Amrein sammelt Unterschriften gegen die Sperrung des Utoquais. (aro)
Petition
Gegen die «Schnapsidee des rot-grünen Stadtrats: mitten im Berufsverkehr die EM-Festmeile zu planen», sammelt ein Gewerbe-Komitee Unterschriften. Mit der Petition wolle man erreichen, dass die Public Viewing Area rund um die Sechseläutenwiese und den Bahnhof Stadelhofen auf die Allmend Brunau und/oder die Landiwiese verschoben wird. «Dort hat man Platz, behindert nicht den privaten und öffentlichen Verkehr, das Triemlispital ist in der Nähe und der Feuerwehr-Stützpunkt ebenso», sagt Initiant Hans-Peter Amrein. Innert zwei Tagen habe er bereits 500 Unterschriften gesammelt.
«Wir prüfen verschiedenste Möglichkeiten, die Belastung für die Betroffenen während der Euro 08 zu reduzieren, vertrauliche Arbeitsdokumente kommentieren wir jedoch nicht», bestätigt Nat Bächtold, Sprecher der städtischen Präsidialabteilung.
Stinksauer sind die Ladeninhaber vor allem wegen der dreiwöchigen Stassensperre zwischen 14 Uhr und 5 Uhr: «Ausgerechnet im umsatzstärksten Monat soll die Hauptschlagader des Verkehrs lahmgelegt werden. Für den Detailhandel wäre dies fatal», ärgert sich Ruedi Andres, Präsident der Vereinigung Bellevue/Stadelhofen. Bereits diskutiert werde die Möglichkeit, die Stadt auf Schadenersatz zu verklagen.
Alexandra Roder




























