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BMW Sauber
29. Juli 2009 09:51; Akt: 29.07.2009 12:05 Print
Nach Total-Absturz den Stecker gezogen
von Peter Haab - BMW steigt Ende Saison 2009 aus der Formel 1 aus. «Strategiewechsel» lautet die offizielle Begründung der Vorstands-Etage in München. Das ist vornehm formuliert. In Wahrheit hat man aus lauter Frust über den Total-Absturz auf der Rennstrecke den Stecker gezogen.
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Eines war schon vor dem Saisonstart am 29. März im australischen Melbourne klar: Das wird ein heisses Jahr für BMW! Während nämlich in Valencia Mitte Januar das neue F1-Auto vorgestellt wurde, hat BMW gleichzeitig 26 000 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Damit war schon vor sechs Monaten klar: Das Formel-1-Team ist zum Siegen verdammt. Hier der massive Umsatzeinbruch, da die sportliche Herausforderung WM-Titel. BMW-Sauber stand vor dem schwierigsten Spagat in seiner Formel-1-Geschichte.
Der KolumnistPeter Haab befasst sich seit 30 Jahren mit dem Motorsport und der Formel 1. Der Sportjournalist gibt für 20 Minuten Online sein Insiderwissen preis und kommentiert die aktuellen Vorkomnisse.
Nicht nur BMW sah sich auf Grund der globalen Wirtschaftskrise mit massiven Absatzproblemen konfrontiert. Auch aus den Häusern Mercedes und Renault drang hinter vorgehaltener Hand die Kunde, dass laut darüber nachgedacht wird, auf Grund der negativen Entwicklung bei den Verkaufszahlen die Formel 1 zu verlassen. Bei solchen Überlegungen geht es nicht in erster Linie um die tatsächlichen Kosten für die Formel 1. Es geht um die Art der Kommunikation und um Psychologie. Denn schliesslich hat Kurzarbeit auch schmerzhafte Lohneinbussen zur Folge.
Kein neuer Hauptgeldgeber in Sicht
Schlecht war auch, dass sich ausgerechnet auf die Saison 2009 hin Hauptsponsor Credit Suisse von BMW verabschiedet hat und es den Marketingverantwortlichen nicht gelungen ist, gleichwertigen Ersatz zu beschaffen. Die CS-Werbeflächen am Auto blieben leer. Und auch für 2010 war gemäss interner Quellen noch kein neuer Hauptgeldgeber in Sicht. Auch dies hat mit der Wirtschaftskrise zu tun. Denn im Normalfall hätten sich die Sponsoren bei einem topseriösen Formel-1-Partner wie BMW-Sauber die Finger geleckt. Glücklicherweise hatte BMW-Sauber-Teamchef Mario Theissen die nötige Weitsicht - und das Budget für 2009 auch ohne das Credit-Suisse-Geld schon seit längerem im Trockenen.
BMW-Sauber war zum Erfolg verdammt
Doch eines war schon zu Saisonbeginn klar: Falls die BMW-Absatzkrise längere Zeit anhalten würde, wäre die Formel-1-Mannschaft zum Erfolg verdammt. Beste Medizin wären Grand-Prix-Siege gleich in den ersten Wochen der neuen Saison gewesen. Doch es kam bekanntlich ganz anders. BMW-Sauber blamierte sich regelmässig bis auf die Knochen. Und es war absehbar, dass im Falle von anhaltenden Misserfolgen auch in München - wie vorher schon bei Renault und Mercedes – die kritischen Stimmen im Vorstand Überhand nehmen würden. Als Folge davon kam das längerfristig angelegte BMW-Formel-1-Engagement in den vergangenen Wochen ein zweites Mal auf den Prüfstand. Und es ist durchgefallen. Die Entscheidung an sich ist nachvollziehbar. Etwas mehr Ehrlichkeit in der Ausstiegs-Begründung würde allerdings nicht schaden.
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Alle 236 Kommentare




Verpasste Chance
Schade, dass nicht einzelne schweizer Vorzeige-Investoren wie Herr Hayek mit seiner Swatch Group zugeschlagen haben. Design in gewissen zugeschnittenen Märkten lässt sich gut verkaufen, und mit den Forschungsmöglichkeiten in Hinwil geht eine gute Chance bergab.
BMW rückzug
Für mich ist die FIA mit dem SADO Mosley schuld, dieser macht mit seinen Gesetzen die ganze F1 kaputt, ich hoffe für die betroffenen gibt es eine Lösung.
Heuchlerei
Die meisten von euch freuen sich das bmw aussteigt,die f1 sei sinnlos und und umweltverschmutzend.. Ihr seid alles heuchler.. Hier geht es um einen Traum.. Ein lebenswerk,dass zerstört wurde.. Denkt mal an peter sauber und sein team das seit 40 jahren für diesen traum gearbeitet haben..